2 Johannisbeeren – Nach dem Fruchtansatz stirbt eine Pflanze ab und an der Wurzel sind weiße Knöllchen

Wenn mehrere Pflanzen der selben Art zu eng nebeneinander stehen, kann es zur Wurzelkonkurrenz kommen. Die Wurzeln führen einen regelrechten Verdrängungswettbewerb aus, die stärkere Pflanze entzieht der schwächeren Pflanze die Nährstoffe. Haben die Pflanzen genügend Abstand und es kommt trotzdem zum Eingehen einer oder mehrerer Pflanzen, können größere Bäume oder Sträucher die Ursache sein.

Schwarze Johannisbeeren

Die größeren Bäume haben ein weit verbreitetes Wurzelsystem, dieses entzieht neben den Nähstoffen auch das Wasser aus dem Boden. Werden kleinere Pflanzen nicht durch zusätzliche Nährstoffe versorgt und konstant mit Wasser (Gießen) versorgt, haben diese keine Chance und gehen ein.

Die zusätzliche Nährstoffversorgung kann durch Mulchen (kein Rindenmulch) oder der Zugabe von Rohkompost erfolgen. Der Mulch oder Rohkompost sollte im Traufbereich (Kronenumfang) der kleineren Pflanzen aufgetragen werden. Die Abdeckung des Bodens verhindert auch eine Austrocknung des Bodens. Von einer unkontrollierten Stickstoffzugabe (ohne Bodenanalyse) ist abzuraten, zu viel Stickstoff fördert den Pilzbefall.

Auf alle Fälle ist es ratsam, eine Bodenanalyse durchführen zu lassen, diese gibt über genaue Mangelerscheinungen von Nährstoffen Auskunft. Die Analyse sagt auch aus welche Nährstoffe zu viel im Boden sind, zu viele Nährstoffe Überdüngung) führen ebenfalls zu Krankheitsbefall an Pflanzen.

Weiße bzw. helle Knöllchen an und um die Wurzel

Johannisbeerwurzeln verbreiten sich kurz unter der Erdoberfläche, sind helle bzw. weiße Knöllchen bzw. Kugeln zu finden, kann es sich um Schneckeneier handeln. Käfer- und andere Insektenpuppen haben eine ovale Form. Nach dem Erkennen der Knöllchen sollte die Erde genau untersucht werden, handelt es sich um Puppen, ist ein Feststellen der Art wichtig, nach dem Schlüpfen der Larven kann es zu Schäden an der Pflanze kommen, allerdings kommt es kaum bzw. selten vor, dass eine Johannisbeere Schaden an den Wurzeln nimmt.

Vorbeugen ist das Gießen mit Brennnesselsud/Jauche. Infos zur Herstellung von Brennnesselsud/Jauche findet man bei GartenBob.de in der Kategorie „Garten Videos“ unter „BRENNNESSEL SUD HERSTELLEN – VIDEO“. Brennnesselsud trägt zur Pflanzenstärkung bei und dient zur zusätzlichen Nährstoffzugabe (Düngung).

Wurzelknöllchen im gärtnerischen Sinne

Die Knöllchen an den Wurzeln entstehen durch symbiontische, Stickstoff fixierende Knöllchenbakterien. Diese verursachen die Schwellungen (weiße bzw. helle Knöllchen) an den Wurzeln. Vor allem im Hausgartenbereich erkennt man die Knöllchen an Bohnenwurzeln, beim Ernten der Bohne können die Wurzeln im Boden verbleiben, damit ist eine ausreichende Stickstoffversorgung für die Folgepflanzungen gewährleistet (Bohnenpflanze nicht herausziehen, kurz über der Erde abschneiden).

Stickstoff ist ein bedeutender Bestandteil für alle Lebewesen und für die Pflanzen unentbehrlich, allerdings meinen es viele Gärtner zu gut in Sachen Stickstoffversorgung, es kommt zu einem Nährstoffüberschuss, es entsteht eine Überdüngung. Nährstoffüberschuss führt zu den gleichen Symptomen wie Nährstoffmangel, die Pflanzen werden anfällig vor allem für Pilzerkrankungen.

Das sich Knöllchen an den Wurzeln von Johannisbeeren bilden ist unter Beachtung einer ausgeglichenen Nährstoffversorgung kaum möglich. Bilden sich Knöllchen an den Wurzeln der Johannisbeere dürfte eine Überversorgung von Stickstoff vorliegen. Sterben Pflanzen ab, sollte der Standort gewechselt werden, um den Überschuss abzubauen sollten stark zehrende Pflanzen wie Kürbis oder Zucchini an diese Stelle gepflanzt werden.

Wenn immer wieder Pflanzen eingehen

Ob Johannisbeere oder sonstige Pflanzen, wenn immer wieder Pflanzen eingehen, sind die Standortbedingungen nicht in Ordnung. Der häufigste Grund ist die Erde, der Gartenboden, dieser muss neben der Nährstoffversorgung der Pflanzen auch noch die Gifte wie Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel), Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) ein Gift, dass nicht unterscheiden kann zwischen Schädlingen und Nützlingen be- oder verarbeiten.

Zu allem gesellen sich noch die Fungizide, dies ist ein chemisch -oder biologischer Wirkstoff der Pilze oder ihre Sporen abtötet bzw. das Wachstum für eine gewisse Zeit verhindert. Ist der biologische natürliche Prozess einmal gestört, kann es einige Jahre dauern bis sich das biologische Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

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