Anmachholz kaufen oder selber machen?

Um ein ordentliches Feuer schnell und unproblematisch entfachen zu können, benötigt man ordentliches Anmachholz. Kaminfans dürften wissen, wie wichtig es ist, die richtige Qualität zu haben, denn nicht selten passiert es, dass anstelle eines richtigen Feuers nur angekohlte Holzstücke im Kamin sind. Man kann sich entscheiden – das Holz zu kaufen oder selber zu machen. Das entscheidende dürfte dabei die Zeit sein, wer im Job voll ausgelastet ist und seine Freizeit auch noch mit Terminen vollstopft, hat keine Zeit zum Holz hacken. In diesem Fall wird vom Brennholz bis zum Anmachholz alles fertig gekauft. Allerdings kann man sich überlegen, dass das Holz sägen und hacken sehr viel Energie verbraucht und als sportliche Aktivität gesehen werden kann, erspart den Weg ins Fitnesscenter.

Foto 1 – Zeigt das Anmachholz wie es in Baumärkten und an der Tankstelle angeboten wird, kleine Säcke die im Durchschnitt zwischen 2,90 € und 5,00 € angeboten werden. Für den gelegentlichen Gebrauch wäre der Preis gerechtfertigt, aber für den Dauergebrauch viel zu teuer.

Anmachholz

Foto 2 – Anmachholz aus gekauften trockenen Brettern selber machen? Das Brett ist 3 Meter lang und 10 Zentimeter breit und wird als Schalung (ca. ab 2,00 €) in Baumärkten angeboten.

Schalbrett

Es muss auf Anmachholzlänge gesägt und dann noch gehackt werden, die Kosten einer Kreissäge und die Zeit des Hackens zugerechnet, um nur etwas mehr Anmachholz wie auf Foto 3 zu sehen rechnet sich nicht. Schalung kann auch beim Baustoffhandel bezogen werden, dort sind die Bretter weit aus preiswerter haben aber noch viel zu viel Feuchtigkeit und müssen erst längere Zeit trocknen.

Anmachholz im Vergleich

Anmachholz selber machen

Groß geworden mit Öfen in der Wohnung und seit über 20 Jahren Kaminerfahrung habe ich mir über das Anmachholz was die Sorte und Art des Holzes nicht so viele Gedanken gemacht. Einmal ist es nur wichtig, dass das Holz die richtige Größe hat und zweitens muss es trocken sein. Ein Brennholzverkäufer wird was Sorte und Art des Anmachholzes betrifft eine hoch qualifizierte Arbeit und Wissenschaft daraus machen, schließlich lebt er vom Holz verkaufen. Wer nicht die Voraussetzungen wie den nötigen Platz, Kettensäge, Hackeklotz, Axt und Kreissäge hat kann sein Holz in größeren Mengen direkt beim Brennholzhersteller oder Brennstoffhändler kaufen, dass ist die preiswertere Variante gegenüber den Märkten.

Wer einen Wald, einen Park oder viele Bäume direkt vor der Tür hat muss keinen Euro für Anmachholz ausgeben. Nach jedem Sturm bricht eine Menge Totholz aus den größeren Bäumen, man muss es nur aufsammeln. Foto 4 zeigt eine Karre voll aufgesammelten Totholz vom letzten Sturm. Vor unserem Garten befindet sich ein Parkplatz mit großen alten Bäumen. Nach dem Sturm liegt das Holz auf den Zufahrten und Parkflächen herum, mit dem Auto darüber hinweg zufahren ist nicht ratsam, die Hölzer könnten am Fahrzeug Schäden verursachen.

Holz in Schubkarre

Man könnte abwarten bis die Mitarbeiter der Straßenreinigung das Holz entfernt oder selber Hand anlegen. Legen wir lieber selber die Hand an, räumen die Parkflächen frei und haben gleichzeitig trockenes Holz. Totholz ist sofort als Anmachholz geeignet und muss nur noch gehackt und auf Länge geschnitten werden. Keiner der Mitarbeiter der Straßenreinigung dürfte etwas dagegen haben, wenn man beim Aufräumen hilft, schließlich haben diese nach jedem Sturm genug zu tun. Wir räumen den Parkplatz unentgeltlich auf, haben trockenes Holz ohne großen Aufwand, alles unter dem Motto „Das Geld liegt auf der Straße herum“.

Ansonsten lässt sich alles Holz zu Anmacholz verarbeiten, vorausgesetzt, es ist nicht mit Schadstoffen wie Farbreste oder Holzschutzmittel belastet. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Tannenzapfen, es müssen nicht unbedingt nur die Zapfen von Tannen sein, alle anderen Zapfenarten lassen sich ebenfalls verwenden. Die Zapfen müssen ebenfalls trocken sein, in den meisten Fällen fallen diese erst vom Baum, wenn die Samen herausgesprungen sind und der Zapfen regelrecht aufgeklappt ist. Zapfen dürften die wohl preiswerteste Variante von Anmachholz sein, nur aufsammeln muss man sie selbst. Die Lagerung der Zapfen sollte in Luft durchlässigen Säcken bzw. Netzen oder Holzkisten erfolgen, Kunststoffsäcke sind nicht geeignet.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Der Hackklotz erleichtert die Arbeit wesentlich, schließlich ist es sehr umständlich das Holz auf dem Boden zu hacken. Die Höhe des Klotzes richtet sich nach ihrer Größe, günstig ist es, wenn der Klotz so hoch ist wie ihre Beine lang sind. So lässt sich das Anmachholz ohne sich ständig nach vorne Bücken zu müssen leicht hacken. Wenn das auf Länge gesägte Holz in einer Karre an den Klotz gefahren wird, erspart dies ebenfalls unnötiges Bücken. Ordentliches Werkzeug wie eine Scharfe Axt und Säge ist die Grundvoraussetzung für ein sicheres Arbeiten. Der Arbeitsschutz sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, schließlich ist Holz hacken keine Spielerei, die Axt soll das Holz spalten und nicht im Bein oder Fuß landen. Weitere Informationen über Brennholz und Werkzeuge findet man bei GartenBob.de, einfach in Suche Axt bzw. Brennholz eingeben.

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