Bedeckter Gartenboden

In einem naturnahen Garten sieht man keine Erde, höchstens es wird etwas ausgesät, dann dauert es ein Weile bis der Boden wieder bedeckt ist. Eine leere Beetfläche sieht man höchstens im Herbst wenn zum Beispiel Stalldung eingearbeitet wird. Wenn die Fruchtfolgen ausgenutzt werden, können die Beete auch in den Wintermonaten grün aussehen. Grünkohl, Rosenkohl,Spinat oder Pastinaken können auch im Winter noch auf den Beeten verbleiben bis sie geerntet werden. In den Sommermonaten sollte keine Erde zu sehen sein, jede freie Stelle kann ausgenutzt werden. So muss ein Erdbeerbeet nach dem Ernten der Beeren nicht bis zum nächsten Jahr ungenutzt sein.

Bedeckter Gartenboden

Zwischen den Pflanzen ist genügend Platz für das Wintergemüse. Wenn die Erdbeeren in Reihe gepflanzt sind, kann ab August Spinat gesät werden, sind die Erdbeeren nicht in Reihe gepflanzt passt Grünkohl oder Rosenkohl in die Zwischenräume. Wird etwas abgeerntet kann die freiwerdende Fläche sofort wieder genutzt werden. Ab August kann auf den freien Flächen Feldsalat gesät werden, dieser kann dann von Oktober bis März geerntet werden. Bevor Möhren oder Rote Bete aus dem Boden wachsen, können in die Zwischenräume Radieschen wachsen. Auch Salat kann als Lückenfüller genutzt werden.

Pflücksalat kann bis Juli ausgesät werden, allerdings sollte dieser in einem Blumekasten vorgezogen werden bis diese kräftig genug sind, als Keimlinge würden die kleinen Pflanzen sich nicht durchsetzen oder als Schneckenfutter dienen. Das Saatgut von Zucchini kann in mehreren Etappen gelegt werden. Die ersten Zucchini können ab Mitte April vorgezogen werden, ab Mitte Mai kann das Saatgut direkt in den Boden, ist dann die Erste Pflanze abgeerntet folgen die später heranwachsenden Zucchini. Beim Anbau von Bohne kann ebenfalls von Mai bis Juli zeitversetzt gearbeitet werden. Die Bohnen lassen sich dann in Etappen bis in den herbst hinein Ernten.

Keine Angst vor Nährstoffmangel

Selbst wenn auf den Beeten das ganze Jahr über Pflanzen stehen und geerntet wird, schaffen diese es kaum den Boden auszulaugen. Wenn der Boden ab und zu mit Komposterde versehen wird oder Mulch (kein Rindenmulch-nur Grünschnitt verwenden) zwischen den Pflanzen liegt, ist die Nährstoffversorgung für die Pflanzen gewährleistet. Der abgemähte Rasen, vorausgesetzt er blüht nicht, eignet sich wunderbar als Gründüngung (Mulch), ebenso alles Grüne von dem geernteten Gemüse was nicht verwertet wird. Die Blätter von Möhren, Kohlrabi und anderen Pflanzen können ebenfalls als Gründüngung verwendet werden. Eine sehr wirkungsvolle Methode um den Boden mit frischen Nährstoffen zu versorgen ist Laub, dieses im Herbst einfach auf den Beeten liegen lassen, eine bessere Methode zur Humusbildung gibt es nicht. Wenn alle drei bis vier Jahre etwas Stalldung eingeabeitet wird, was allerdings nur nötig ist wenn starkzerende pflanzen angebaut werden, ist die Versorgung perfekt.

Ein naturnaher Garten braucht keinen Kunstdünger

Eine Vielzahl von Hobbygärtner düngt und düngt mit Kunstdünger, ohne zu wissen, was dem Boden an Nährstoffen fehlt. Ohne eine Bodenanalyse kann kein Gärtner wissen was den Pflanzen fehlt. Das Ergebnis einer Bodenanalyse zeigt dann welche Nährstoffe fehlen. Zuviel Dünger sorgt für Überdüngung und der meiste Dünger wird ins Grundwasser gespült was dann wiederum aus dem Wasserhahn läuft.

Viel Freude beim Kaffee trinken mit Kunstdünger im Kaffeewasser.

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