Die Sonnenblume

Sonnenblumen gehören in jeden Garten, ob Sonnenblumen die bis 4,50 Meter groß werden, mit denen man an jedem Gartenwettbewerb mitmachen kann oder kleinere die Höhen bis 1,70 – 2,50 Meter erreichen oder Pollenfreie Sonnenblumen geeignet für Gartenfreunde die allergisch gegen Pollen reagieren. Stehen Sonnenblumen im Garten kommt im Spätsommer, wenn die Kerne sich entwickelt haben, zusätzlich Leben in den Garten, wenn sich unzählige Vögel die Sonnenblumenkerne ernten. Wer die Kerne als Vogelfutter im Winter verwenden will ,sollte rechtzeitig die Kerne vor den Vögeln schützen, eine Feinstrumpfhose über den Blütenkopf gezogen schützt die Kerne.

Aussaat

Die Aussaat erfolgt von April bis Mai direkt ins Freiland, einige Sorten werden allerdings in Töpfen vorgezogen und nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt. Die Keimung erfolgt bei 15-20 °C und dauert zwischen 7 und 14 Tagen. Die Pflanzen sollten im Abstand von ca. 30 bis 40 Zentimeter Abstand stehen bei den sehr großen Sorten 50 x 50 Zentimeter. Wer eine Sonnenblumenhecke pflanzen möchte kann auch kürzere Abstände wählen, allerdings werden die Blumen nicht ganz so groß. Sehr wirkungsvoll sind ganze Sonnenblumenbeete, diese lohnen sich vor allem, wenn die Kerne für die Winterfütterung der Vögel genutzt werden sollen. Bei Beetpflanzungen kann ein Vogelschutznetz über die gesamten Pflanzen gelegt werden.

Die Sonnenblume

Vorziehen

Alle Sonnenblumen – Sorten können ab März im Gewächshaus oder der Fensterbank vorgezogen werden.

Standortbedingungen

Sonnenblumen wachsen auf fast jedem Gartenboden, bevorzugen aber einen tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Boden. Sie bevorzugen Böden mit einem ausgewogenen Kalium, Bor und Stickstoffgehalt sowie einer ausreichenden Wasserversorgung. Sonnenblumen lieben einen vollsonnigen Standort. Wenn möglich sollten die Pflanzen windgeschützt stehen, große Sonnenblumen sollten mit einer Stütze (geraden langen Ast, dünne Dachlatte, lange Rundhölzer und andere) versehen werden, dies verhindert das Abknicken der Pflanze.

Düngen

Sonnenblumen haben einen hohen Stickstoffbedarf, allerdings sollte auf die Zugabe von Kunstdünger verzichtet werden. Wer ökologisch bewusst handeln will sollte mit Brennnesseljauche Düngen.

Brennnesseljauche herstellen

Bei der Herstellung von Brennnesseljauche spielen die verwendeten Mengen eine untergeordnete Rolle. Auf ein herkömmliches Maurerfass (Baumarkt, Baustoffhandel) mit Wasser gefüllt (ca. 1/3 Schubkarre voll ) Brennnesseln geben. Einige Tage ziehen lassen und gelegentlich umrühren bis es kräftig unangenehm riecht. Beim gießen können die Pflanzenbestandteile aus dem Fass mit an die Sonnenblumen gegeben werden. Dies sorgt für einen zusätzlichen Schutz gegen Schädlinge und trägt zur Humusbildung bei. Günstig ist das Gießen mit einem Eimer, diese erspart das Durchsieben der Jauche (eine Gießkanne verstopft schnell).

Die Sonnenblume, Helianthus annuus, gehört zur Familie der Korbblütler, Asteraceae. Der Name leitet sich von den griechischen Wörtern helios für Sonne und anthos für Blume ab. Ihr Ursprungsland der wilden Sonnenblume war Nord- bis Mittelamerika. Bereits ca. 2500 v. Chr. wurde die Blume im Raum Mississippi und Mexiko-Stadt kultiviert. Gegen 1552 wurde die Sonnenblume von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht. Sonnenblumenkerne wurden in der Vergangenheit für Backwaren und als Kaffeeersatz verwendet. Ab dem 19 Jahrhundert wird die Pflanze zur Ölgewinnung genutzt. Die Kerne werden zum Kochen und für Salate verwendet.

Sonnenblumen – Sorten

  1. Zwergssorten 20-30 cm eignen sich für Balkonkästen oder Kübel
  2. Sunspot 40-60 cm goldgelb
  3. Double Dandy 60 cm rot, pollenfreie Blüte
  4. Ring of Fire 120 cm rot, gelb geflammt
  5. Sunrich Orange 170 cm orange
  6. Titan 3,50 m leuchtend gelb
  7. King Kong über 4,00 m gelb

Hilfe bei abgeknickten Sonnenblumen

Ist eine Sonnenblume abgeknickt kann diese wieder aufgerichtet und mit einer Schiene aus Bambusstäben einen gerade Ast oder einer dünnen Holzlatte geschient werden. Die Schiene über die Bruchstelle hinaus mit Klebeband befestigen. Die verletzte Pflanze sollte dann ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Warum dreht sich die Sonnenblume immer nach der Sonne?

Ein pflanzeneigener Stoff sorgt dafür, dass die Pflanze auf der beschatteten Seite etwas schneller wächst. Das ungleichmäßige Wachstum sorgt dafür, dass sich die Blüte immer zur Sonne dreht, dies nennt sich Heliotropismus aber auch Photomorphose. Bei Sonnenschein dreht sich die Blüte von Osten nach Westen und dreht sich in der Nacht bis zu den Morgenstunden wieder nach Osten zurück. Dies wird von den Motorzellen (Pulvinus) des Stammes ausgeführt.

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