Efeu als Reiniger einsetzen

Die Natur bietet die vielfältigsten Möglichkeiten, die es uns ermöglichen, die Chemie im Haushalt zu reduzieren. Efeublätter ein paar Tage ins Wasser gelegt und es entsteht ein vielseitig einsetzbarer Haushaltsreiniger. Mit der Lösung kann man Geschirr abwaschen, den Boden wischen und sonstige Reinigungsarbeiten durchführen. Nur bei extrem fettigen Geschirr bzw. Töpfe oder Bratpfannen müssen ein paar wenige Spritzer herkömmliches Spülmittel den Spülwasser zugegeben werden.

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Ein hart in Mitleidenschaft gezogenes Spülbecken, Alter ca. 30 Jahre. Es soll nicht heißen, es wurde 30 Jahre nicht geputzt, es wurde lediglich 3 Wochen nur mit handelsüblichen Spülmittel gereinigt. Hauptverunreinigung sind die Kalkablagerungen am Becken, auf diese setzen sich vom Abwaschen des Geschirrs die im Wasser gelösten Schmutzteilchen ab und bilden einen fettigen Belag am Beckenrand und Boden. Im Normalfall würde man dieses Becken durch ein neues ersetzen. Da das Wasser sehr kalkreich ist, würden sich am neuen Becken in kürzester Ablagerungen bilden. Um das Becken sauber zu halten, müsste man eine Menge Haushaltschemie einsetzen, was wiederum die Umwelt belasten würde.

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Es gibt umweltfreundlichere Methoden, der Kalkbelag lässt sich in kürzester Zeit mit Essig entfernen, mit Essig-Essenz komplett benetzen, einige Minuten warten und abspülen, bei starken Belag den Vorgang wiederholen. Um den fettigen Belag zu entfernen, reicht die Efeu-Lösung aus. Dazu Efeublätter in ein Glas geben, Wasser auffüllen und einige Zeit stehen lassen. Je nach Temperatur dauert es 2 bis 3 Tage und die Lösung riecht nach Spülmittel, die Lösung wirkt auch wenn noch kein Spülmittelgeruch nach 2 Tagen entsteht.

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Das Becken mehrmals mit der reinen Efeu-Lösung nass wischen und wirken lassen. Dabei spielt es keine Rolle, wenn die Lösung abtrocknet. Danach nochmals alles mit der Efeu-Lösung abwischen, mit Wasser nachspülen, fertig. Bei starker Verschmutzung den Vorgang mehrmals wiederholen. Liest sich kompliziert, ist es aber nicht, der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten, während die Lösung einwirkt, können andere Küchenarbeiten durchgeführt werden.

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Das Becken erstrahlt im neuen Glanz, ganz ohne Chemie. Als Vorbeugung gegen Kalk nochmal mit Essig-Essenz abwischen, durch die regelmäßige Anwendung der Efeu-Lösung entsteht ein Lotuseffekt (ist die geringe Benetzbarkeit der Oberfläche, das Wasser perlt ab und nimmt die Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit wie bei der Lotuspflanze).

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Weitere Verwendungsmöglichkeiten der Efeu-Lösung

Die Lösung lässt sich in allen Bereichen im Haushalt einsetzen, in der Küche, im Bad und der Fußboden kann ebenfalls mit der Efeu-Lösung gereinigt werden.

Der Vorteil der Efeu-Lösung

Die Umwelt wird nicht mit Chemikalien belastet. Im Gegensatz zu handelsüblichen Reinigern die den Glanz auf Geschirr, Möbel oder dem Fußboden durch einen Chemiebelag erzeugen (wie es bei Autos durch Politur erreicht wird), entsteht ein natürlicher Glanz ganz ohne Chemie. Einer weiterer Vorteil, außer dem Wasser kostet die Efeu-Lösung keinen Cent.

Nachteil der Efeu-Lösung

Die Efeu-Lösung bildet im Gegensatz zur Haushaltschemie keinen Schaum, Schaum wäre auch bei der Haushaltschemie nicht nötig, die Reinigung erfolgt durch die Lösung in Verbindung mit Wasser und nicht durch den Schaum. Da sich keine Konservierungsstoffe in der Efeu-Lösung befinden ist die Haltbarkeit begrenzt. Setzt der Spülmittelgeruch ein sollte die Lösung angewendet und schnell verbraucht werden. Steht die Lösung zu lange, beginnt diese mit einem mal an zu gären, ein übler Geruch entsteht. Es kann mit zwei Gläsern gearbeitet werden, ist ein Glas in Gebrauch kann die nächste Lösung angesetzt werden, so ist immer frische Efeu-Lösung vorhanden.

Woher Efeu nehmen?

Hat man keinen Garten indem Efeu wächst, findet man Efeublätter in der freien Natur. Die Blätter können trocken längere Zeit zwischengelagert werden. Efeublätter pflücken ist wie Blüten pflücken oder Pilze sammeln, für den Eigenverbrauch nicht strafbar. Es kommt immer darauf an, wo man die Blätter pflückt.

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