Erdbeeren Krankheiten

Erdbeeren sollen schon seit der Steinzeit für die menschliche Ernährung eine Rolle gespielt haben. Mit der Einführung von amerikanischen Arten entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Gartenerdbeere. Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und sind eigentlich keine Beeren, sie gehören zu den Sammelnussfrüchten.

Erdbeeren Krankheiten

Eine Vielzahl von Erdbeer-Krankheiten haben ähnliche Symptome und lassen sich kaum unterscheiden, einige haben verschiedene Namen und trotzdem die gleiche Bedeutung. Im Hobbygartenanbau spielt dies kaum eine Rolle und der Gärtner kann nur den Schaden feststellen. Eins haben alle Krankheiten und Schädlinge gemeinsam, sie treten fast nur in unserer aufgeräumten Kulturlandschaft auf.

Erdbeeren Schädlinge

Viel zu viel Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie Hochzüchtungen um noch schneller und größere Beeren ernten zu können tragen hauptsächlich dazu bei, dass sich die Krankheiten und Schädlinge ausbreiten können. Mit jedem Einsatz von Giften werden auch die Nützlinge mit getötet und eigenartiger Weise werden Krankheitserreger und andere Schädlinge immer resistenter gegen die eingesetzten Mitte

Dann werden noch stärkere Mittel eingesetzt bis dann nichts mehr hilft. Der einfachste Weg ist das natürliche Gleichgewicht im Garten herzustellen. Wenn Schädlinge und Krankheiten auftreten, diese mit Naturmittel wie Brennnesselsud, Schachtelhalmbrühe und andere in der Natur vorkommenden Stoffen die sich nicht schädigend auf die Umwelt auswirken zu bekämpfen. Im GartenBob.de Garten wird seit über 20 Jahren naturnah gegärtnert und die Chemiekeule gibt es nicht. Probleme mit Schädlingen und Krankheiten gibt es kaum, eher selten, zumindest viel weniger als bei den Nachbarn die mit der Chemiekeule arbeiten.

Anthracnose (pilzlicher Erreger)

Junge Pflanzen entwickeln sich schlecht, auf den Früchten bilden sich runde, große eingesunkene braune Flecken, die sich später schwarz verfärben. Das befallene Fruchtgewebe wird fest und trocken, die Kelchblätter werden schwarz und trocknen ein, es kann zum austreten von orangefarbenen Schleims kommen. Auf den Blättern können kleine schwarze Flecken (0,5-1,5 mm) auftreten. An den Ausläufern kann ein weißer Sporenbelag sowie Befallstellen mit ca. 10-20mm langen schwarze Einschnürungen auftreten. Nach dem Auftreten des Befalls sollte eine Anbaupause von mindestens 2 bis 4 Jahren erfolgen. Eine Bekämpfung kann mittels organischer Fungizide erfolgen.

Blatt- und Stängelälchen

Tritt der Befall ein, kommt es zu Qualitäts- und Ertragseinbußen. Die von beiden Älchenarten verursachten Schäden lassen sich nicht oder kaum auseinanderhalten. An den befallenden Pflanzen entstehen Missbildungen wie Blattstiele und Stängel bleiben kurz und verdickt, Blätter verdrehen sich und die Blattfläche bleibt klein. Die Blatt- und Stängelälchen treten hauptsächlich im April und Mai auf. Die Übertragung erfolgt über befallende Jungpflanzen. Eine Bekämpfung ist nicht möglich.

Nur durch richtige Wachstumsbedingungen und Pflege sowie die Verwendung nicht infizierter Jungpflanzen lässt sich ein Befall vermeiden. Um festzustellen ob es sich um Älchen handelt braucht man gute Augen, eine Lupe oder Mikroskop. Die Älchen sind ca. 0,5 bis 1,2 Millimeter lang und sind wie Fadenwürmer zu erkennen. Man kann die befallenen Pflanzenteile entfernen (nicht auf den Komposthaufen) und um eine Verbreitung zu verhindern dürfen die Pflanzen nicht gegossen, nass werden, was sich bei einem Erdbeerbeet kaum vermeiden lässt. Ist ein starker Befall erkennbar alle Pflanzen entsorgen und vorerst keine Erdbeeren im Bereich des alten Beetes anbauen.

Drahtwürmer

Sind die Larven der Schnellkäfer, diese fressen an allen unterirdischen Teilen der Pflanze, dadurch kann es zum Welken kommen, bei starken Befall sterben die Pflanzen ab. Prüfen ob es sich um Drahtwürmer handelt ist relativ einfach, eine Pflanze mit welken Blättern ausgraben und die Wurzeln untersuchen, im Wurzelbereich findet man zwei-bis drei Zentimeter lange harte (Draht), gelblich – braune glänzende Larven. Stimmt das natürliche Gleichgewicht im Garten übernehmen die natürlichen Feinde die Bekämpfung, wie Vögel, Spitzmäuse, Igel, Kröten, Laufkäfer und Ameisen, auch Hühner lassen sich zur Bekämpfung einsetzen.

Eine tiefgründige Lockerung des Bodens ist ratsam. Es kann auch Weizen zwischen die Erdbeeren gesät werden, zieht man den Weizen heraus, können die Drahtwürmer abgesammelt werden (der Weizen muss nicht bis zum ausreifen der Körner wachsen und kann schon vorzeitig herausgezogen werden). Ist ein Befall zu erkennen kann der Boden gekalkt werden. Es können auch Ringelblumen zwischen die Beeren gepflanzt werden, Ringelblumen sind Gift für die Drahtwürmer.

Eckige Blattfleckenkrankheit (Bakterium)

Auf den Blättern entstehen durchscheinende, wässrige bis olivgrüne Flecken, durch die Begrenzung der Blattadern wirken diese eckig. Zunehmend vergrößern sich die Flecken und werden deutlich eckiger. Die Flecken verfärben sich zunehmend gelblich braun, die Blattflächen verfärben sich gelblich, an der Blattunterseite entsteht Bakterienschleim.

Die Fruchtstiele verfärben sich braunschwarz und die Früchte vertrocknen. Regelmäßiger Fruchtwechsel bzw. Anbaupause von drei Jahren wirkt sich Vorbeugend gegen den Befall aus. Das Gießen sollte so durchgeführt werden, dass die Pflanzen sehr schnell abtrocknen können. Eine Behandlung mit entsprechenden Kupferspritzmitteln ist möglich, die erkrankten Pflanzen können nicht geheilt werden.

Erdbeerblütenstecher

Es handelt sich um einen schwarzen Käfer, dieser hat einen birnenförmigen Kopf und einen langen Körper. Der Rüssel des Käfer ist gebogen seine Flügel haben weißliche Linien. Die Fühler sind winklig wie ein Knie. Der Käfer hat eine Länge von 2 bis 4 mm, seine Eier sind 0,5 mm lang und weiß-glänzend, jedes Weibchen legt ca. 30 Eier davon immer 1 in eine Erdbeerblüte. Erkennbar ist der Befall durch ein winziges Loch in der Blütenknospe und der Blütenstiel ist unterhalb der Blüte angefressen und knickt an dieser Stelle ab, die Blütenknospe vertrocknet. Bei Befall sind die Schäden im Haus- und Nutzgarten gering eine Bekämpfung ist nicht nötig auch wenn es etwas Ertragsverlust gibt.

Erdbeermehltau

Der Befall kann an allen Pflanzenteilen (Blättern, Blüten, Früchten) auftreten. Ein weißer mehliger Belag tritt an den Blattunterseiten auf, die Farbe der Blätter geht ins rötliche bis violette übrig. Die Blätter können sich gegebenenfalls einrollen, was häufig erst nach der Ernte auftritt. Fruchtstände und Früchte sind ebenfalls von einem weißen Belag überzogen, die Früchte lassen sich zerstäuben wie Puder. Besonders gefährdet sind mehrjährige ältere Bestände, zu dichter Blattstand und zu viele Ausläufer fördern den Pilzbefall.

Vorbeugen gegen den Befall ist das Auslichten des Blattwerkes, dies sorgt für eine gute Durchlüftung. Auf die Chemiekeule kann man verzichten, Mehltau lässt sich mit verschiedenen Kräuterjauchen bekämpfen. Schachtelhalmjauche lässt sich mit ca. 1 kg Schachtelhalmstücke auf 10 Liter Wasser herstellen, dazu die Schachtelhalme einweischen bis diese zu gären beginnen, man riecht es, wann die Jauche fertig ist. Die Schachtelhalme können auch 24 Stunden im Wasser weichen, danach 2 Stunden köcheln lassen, danach abkühlen und die Pflanzen einsprühen. Sehr wirkungsvoll ist Brennnesseljauche, bei GartenBob.de in der Kategorie Garten Videos findet man unter BRENNNESSEL SUD HERSTELLEN eine einfache Anleitung.

Erdbeermilbe

Werden die Erdbeeren von der Milbe befallen, ist mit extremen Ertragsverlust zu rechnen. Anfangs treten die Milben nesterweise auf, im weiteren nimmt die Ausdehnung über die gesamte Pflanze zu. Bei befallenen Pflanzen bleiben die Herzblätter klein und entfalten sich nicht. Die Herzblätter verkrüppeln wobei stark befallene Herzblätter sich grau bis braunrot verfärben und eingehen. Die Milben sind weißlich bis braun und ca. 0,2 mm groß, sie saugen an den Blattstielen, Blattscheiden und Herzblättern.

Der stärkste Befall tritt im Juli und August auf, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen begünstigen den Befall. Die Verbreitung erfolgt über befallene Jungpflanzen, im Beet verbreiten sich die Milben durch Wanderung über Ausläufer und Nachbarpflanzen. Vorbeugen kann man dem Befall durch von Milben freie Jungpflanzen. Werden erste Veränderungen an den Herzblättern sichtbar, kann mit einer Lupe kontrolliert werden, ob es sich um einen Milbenbefall handelt (ein Blatt unter einem Mikroskop funktioniert auch). Befallene Pflanzen sollten sofort entfernt und entsorgt werden (nicht auf den Kompost), da trotz Bekämpfungsmaßnahmen nicht alle Milben getötet werden. Milben lassen sich mit Mitteln Bekämpfen die bei Blattläusen, Thripsen oder Schildläusen eingesetzt werden.

Erdbeer- Rhyzomfäule, Pilz

Bei Befall der Pflanze durch den Pilz sterben die Wurzeln ab und damit die gesamte Pflanze. Erkennbar ist der Befall, dass zuerst die jungen Blätter und später auch die älteren Blätter absterben, die Früchte verfärben sich braun und ihr Erscheinungsbild ist gummiartig bis diese eintrocknen. Beim Feststellen von vertrockneten Blättern führt der Gärtner dies meistens auf Wassermangel zurück, wenn die Pflanzen trotz einer ausreichenden Wasserversorgung abtrocknen sollten die Wurzelstöcke der befallenden Pflanzen kontrolliert werden. Wird der Wurzelstock aufgeschnitten, erkennt man den Befall an der rotbraunen Verfärbung.

Der Pilz überlebt im Boden über Jahre. Von befallenden Pflanzen sollten auf keinen Fall junge Pflanzen entnommen werden. Stark verdichteter Boden fördert den Pilz, durch das Einbringen von Steinmehl lässt sich verdichteter Boden verbessern. Befallene Pflanzen sollten sofort entfernt und nicht auf dem Kompost entsorgt werden. Auf die befallene Beetfläche sollte mehrere Jahre keine Erbeerpflanzung angelegt werden. Ein neues Erdbeerbeet sollte nicht direkt neben dem alten Beet angelegt werden.

Um die befallende Beetfläche wieder für neue Erbeerpflanzungen zu nutzen müsste der Boden tiefgründig ausgetauscht werden. Der Einsatz von Pilzfrei (Pflanzenschutzmittel) kann die Ausbreitung eindämmen, allerdings sollte man nicht vergessen, dass beim Einsatz der Chemiekeule auch Schaden an Nützlingen angerichtet wird. Die bessere Lösung ist ein regelmäßiger Fruchtwechsel, keine Monokultur und die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts.

Gefurchter Dickmaulrüssler

Der Befall ist durch Fraßschäden an den Blättern erkennbar, die angefressene Stelle ähnelt einer Bucht. Die weißen Larven (etwas kleiner als Maikäfer-Engerlinge) fressen am Rhizom und den Wurzeln, was zu Welkeerscheinungen an der Pflanze führen kann, starker Befall führt zum Absterben der Erdbeerpflanze.

Der Käfer lässt sich in der Dunkelheit mit Licht einer Taschenlampe aufspüren. An den befallenen Pflanzen können Blumentöpfe mit Holzwolle aufgestellt werden, diese dienen dem Käfer am Tage als Unterschlupf, Käfer absammeln und entsorgen. Die Larven des Käfers lassen sich mit Nematoden (Fadenwürmer Heteorhabditis) bekämpfen. Durch tiefgründiges Umgraben und unter Kontrolle der Scholle (diese zerkleinern) können die Larven auch abgesammelt werden. Diese Methode kann angewandt werden wenn viele Erdbeerpflanzen welken bzw. eingegangen sind.

Gemeine Spinnmilbe, siehe Erdbeermilbe

Gnomonia-Fruchtfäule

Den Befall durch den Pilz erkennt man an den Blättern und Früchten. Nach der Blüte verfärben sich die Fruchtstiele und Kelchblätter braun, die Früchte bleiben kümmerlich. Reife Früchte verfärben sich lila und faulen sehr schnell. Tritt der Pilz an den Blättern auf, entsteht eine leichte lila- Verfärbung und es bilden sich dunkle Flecken, die sich langsam vergrößern, die Blätter werden welk und sterben ab. Der widerstandsfähige Pilz lässt sich schwer bekämpfen, da er bereits bei Temperaturen ab 5 C° die Pflanzen befällt.

Der Einsatz der Chemiekeule macht daher keinen Sinn. Der Pilz überwintert in Fruchtmumien, Blattstielen und Pflanzenresten, daher empfiehlt es sich im Herbst und im zeitigen Frühjahr alte Pflanzenreste zu entfernen. Während der Wachstums und Erntezeit sollte für eine gute Durchlüftung gesorgt werden. Ausläufer und zu viel Blattwerk entfernen, Brennnesselsud trägt zur Pflanzenstärkung bei, auf zu viel Dünger sollte verzichtet werden. Pflanzenabfälle sollten nicht auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Nach der Blüte kann Stroh zwischen die Pflanzen eingebracht werden.

Graufäule

Der Pilz tritt hauptsächlich bei feuchter und schwüler Witterung und ist an den Früchten erkennbar. An unreifen Früchten entstehen braune Stellen die sich über die ganze Frucht ausbreiten, die Frucht wird weich, über die gesamte Beere zieht sich ein grauer Schimmelbelag. Dieses Erscheinungsbild tritt ebenfalls an reifen Früchten auf. Sind die Pflanzen befallen, lässt sich der Pilz nicht mehr bekämpfen. Befallene Früchte sollten sofort entfernt und entsorgt werden. Eine gute Durchlüftung wirkt sich positiv auf die Pflanzen aus. Ausläufer und zu viel Blattwerk sollte entfernt und das Erdbeerbeet frei von Unkraut gehalten werden.

Grauschimmel-Fruchtfäule (Pilz)

Der Schimmel kann entsprechend eines hohen Niederschlags und der Temperatur, zur Blüte und Ernte zu hohen Verlusten führen. Erkennen kann man den Befall an braune Stellen, die sich immer mehr ausdehnen, auf der Frucht bildet sich ein mausgrauer Pilzrasen. Die Infektion erfolgt hauptsächlich während der Blütezeit, Spätinfektionen können bei feuchter Witterung an den Kelchblättern auftreten. An Pflanzenresten und Fruchtmumien findet der Pilz ideale Überwinterungsmöglichkeiten.

Die optimalen Keimbedingungen finden die Sporen des Pilzes bei einer hohen Luftfeuchtigkeit sowie Temperaturen von 15 bis 20 °C. Um dem Pilzbefall vorzubeugen sollte im Frühjahr so wenig wie möglich mit Stickstoff gedüngt werden. Altes Laub und Ausläufer sollten entfernt werden. Das auflegen von Stroh zwischen den Pflanzen vor der Blüte wirkt vorbeugend. Zwar können Fungizide gegen den Pilzbefall eingesetzt werden, aber man möchte die Erdbeeren auch noch Essen, der Einsatz von Brennnesseljauche ist ausreichend. Wichtig ist eine gute Belüftung der Pflanzen, dabei ist der Standort ausschlaggebend. Zu viele größere Pflanzen in der Umgebung verhindern einen guten Luftdurchzug.

Lederfäule (Rhizomfäule) – Pilz

Die oberirdischen Teile der Pflanze werden welk, braun und sterben ab. Die Herzblätter werden welk und später die älteren Blätter. Der Rizom (bei Erdbeeren der verdickte Teil an denen die Saugwurzeln wachsen, Hauptteil befindet sich bei Erdbeeren in der Erde ein kleines Teil ist oberhalb der Erde sichtbar) wird braun bis rotbraun, erkennbar sind Faulstellen. Die befallenen Früchte verfärben sich rotbraun und von gummiartiger Konsistenz Lederbeerenfäule. Günstige Bedingungen findet der Pilz bei Staunässe und Temperaturen über 25 °C, Die Sporen verteilen sich durch Spritzwasser (Regen, Gießwasser).

Vorbeugen kann man dem Befall indem vor dem Pflanzen ein Tauchbad in entsprechenden Pflanzenschutzmitteln erfolgt, ansonsten helfen nur Pflanzenstärkungsmittel wie die Zugabe von organischer Substanz zur Verbesserung der Bodenstruktur. Der Boden sollte gut gelockert sein, verdichteter Boden sollte vor dem Pflanzen ordentlich gelockert werden. Bei zu festen Boden kann Steinmehl zur Verbesserung der Bodenstruktur beitragen. Der Einsatz von Holzwolle oder Stroh-Mulch um die Pflanzen ist hilfreich. Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Pilz sind nicht möglich. Ist ein Befall erfolgt sollte eine längere Zeit (günstig 3 Jahre) auf dem Beet keine Erdbeere gepflanzt werden.

Mehltau, siehe Erdbeermehltau

Nacktschnecken

Die Schnecken sind zwar keine Krankheit lieben aber Erdbeeren und können erheblichen Schaden anrichten. Informationen über die Schneckenbekämpfung findet man bei GartenBob.de in der Kategorie „Schädlinge & Krankheiten“ unter – Tipps gegen Schnecken, – Schneckenbekämpfung im Garten und – Schneckenjagd.

Nematoden, Pratylenchus longidours sp.

Die Pflanzen wachsen nicht ordentlich und sind anfälliger gegen Bodenpilze. An den Wurzeln sind Fraßspuren zu erkennen, was bis zur völligen Zerstörung führen kann. Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Vorbeugend kann man Tagetes (Studentenblumen) pflanzen.

Rhizomfäule, siehe Lederbeerenfäule

Rote Wurzelfäule, Pilz

Die Fäule tritt vor allem in großen Anbaugebieten auf, besonders gefährdet sind Gebiete mit verdichteten Böden. Die Fäule ist im Frühjahr und Herbst am besten erkennbar. Die Erdbeerpflanzen haben ein rosettenartiges und schwaches Blattwachstum, die Blätter wirken wie zusammengedrückt. Neue Blätter haben eine grün-bläuliche matte Farbe. Ist der Befall sehr stark, fallen die Fruchtansätze gering aus und die Früchte bleiben klein, die Ausläuferbildung ist gering. An den Wurzeln werden die Seitenwurzeln zerstört und die Hauptwurzeln beginnen von der Spitze an zu faulen, eine rotbraune Verfärbung tritt an der Hauptwurzel auf.

Der Pilz breitet sich über junge Pflanzen und Gartengeräten aus, wobei im Herbst und Frühjahr die Hauptinfektionszeiten sind. Eine hohe Feuchtigkeit des Bodens und niedrige Temperaturen fördern die Entwicklung des Pilzes, Staunässe schafft für den Pilz optimale Bedingungen. Der Pilz kann im Boden durch seine Oosporen (Dauerorgane) über Jahre Erdbeerpflanzen infizieren. Um den Pilz zu bekämpfen sollten von befallenden Altpflanzen keine Jungpflanzen verwendet werden. Der Boden sollte tiefgründig gelockert werden die Verwendung von Steinmehl ist für die Verbesserung des Bodens zu empfehlen.

Rotfleckenkrankheit, siehe Weißfleckenkrankheit

Schwarze Wurzelfäule

Es handelt sich um einen Zusammenhang verschiedener Krankheitserreger, hervorgerufen durch durch Pilze der Gattung Fusarium, Rhizoctonia, Cylindrocarpon, Pythium und Bakterien sowie parasitische Nematoden. Frostschäden an den Wurzeln, eine zu kurze Fruchtfolge sowie eine hohe Bodenverdichtung sind ideal für den Befall der Schwarzen Wurzelfäule. Erkennbar ist die Fäule dass die gesamte Wurzel verfault ist und sich der obere Teil der Erdbeere problemlos aus den Boden ziehen lässt. Wurzelrinde, Faserwurzeln und Hauptwurzel sind weitgehend verfault, wobei der Zentralzylinder noch eine ganze Zeit erhalten bleibt. Das Rhizom ist meistens nicht betroffen. Der Befall ist im Erdbeerbeet im Durchschnitt von der Blüte bis zur Ernte sichtbar. Um einem Befall vorzubeugen ist eine ordentliche Bodenvorbereitung ausschlaggebend. Staunässe muss vermieden werden.

Thripse (Insekt-Fransenflügler)

Bei Befall verkrüppeln die Früchte und verfärben sich braun bis goldbraun bis diese abfallen. Die Früchte reifen nicht weiter und bleiben hart. Erkennbar ist der Befall als ob die Tiere als kleine Würmchen durch die Blüte schwimmen. Auf der Ober- und Unterseite der Blätter befinden sich silberne Spuren auf der Blattoberseite und viele braune Kotpunkte auf der Blattunterseite, die Pflanzen können auch Wachstumsstörungen aufweisen. Bekämpfen kann man die Thripse durch das Abduschen mit warmen Wasser. Eine weitere Möglichkeit die Thripse zu bekämpfen ist Pflanzensud wie Zwiebel- oder Knoblauchsud, Brennnesselsud oder mit Neemöl-Lösung. Der Handel bietet auch die Chemiekeule an was aber die allerletzte Lösung sein sollte.

Verticillium Welke

Die Welke kann durch zwei Erreger verursacht werden- Vertcillium alboatrum und Verticillium dahliae. Die Erreger können gemeinsam oder auch einzeln auftreten, ihre Schadbilder sind sehr ähnlich, darüber welche Welke die Pflanzen befallen hat, muss man sich keine Gedanken machen, eher darüber das sich die Welke kaum bekämpfen lässt. Erkennbar ist die Krankheit an dunklen langen Flecken an den Ranken, Blattstielen und Blütenschäften. Die Welke tritt in den meisten Fällen erst während der Fruchtreife und mit der Bildung der Ranken auf. Die Erdbeerpflanzen trocknen einzeln oder auch in größeren Gruppen von außer ab. Die Pflanzen bilden nochmals Blätter bleiben aber kleinwüchsig.

Im Herbst und Winter sterben die befallenen Pflanzen ab, die Wurzeln erscheinen schwarz und verrottet. Die Welke zu bekämpfen ist so gut wie aussichtslos, da der Erreger eine Vielzahl von Wirtspflanzen hat alle Beeren, Tomaten, Kartoffeln sowie eine große Anzahl von Zierpflanzen. Die befallenden Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, sollten verbrannt oder im Hausmüll entsorgt werden. Um dem Befall der Pflanzen vorzubeugen sollten optimale Bedingungen geschaffen werden und für eine ausgewogene Nähstoffversorgung gesorgt werden. Allerdings sind überdüngte Pflanze ebenfalls anfällig gegen Schädlinge und Krankheitserreger.

Weißfleckenkrankheit, Pilz

Die Weiß- und Rotfleckenkrankheit schwächt die Erdbeerpflanzen erheblich. Ist die Pflanze von der Weißfleckenkrankheit befallen, sind auf den Blättern weiße Flecken mit rotbraunen Rand zu erkennen. Bei feuchtem Wetter werden die Flecken größer und gehen ineinander, die Blätter vertrocknen und sterben ab. Bei der Rotfleckenkrankheit entstehen rotbraune Flecken,bei extremen Befall verfärbt sich das Laub karminrot. Wie bei der Weißfleckenkrankheit werden durch das vertrocknen und absterben der Blätter die Pflanzen geschwächt.

Um dem Befall vorzubeugen kann Stroh unter die Pflanzen verteilt werden. Auf das Düngen mit Stickstoff sollte verzichtet bzw. minimiert werden, Stickstoff macht die Pflanzen anfällig für den Befall des Pilzes. Befallene Blätter sollten entfernt werden, bei extremen Befall sollte alles Blattwerk nach der Ernte entfernt werden. Das entfernte Laub gehört nicht auf den Komposthaufen, dieses verbrennen oder im Hausmüll entsorgen. Überflüssiges Laub und Ausläufer sollten regelmäßig entfernt werden, dies sorgt für eine gute Durchlüftung der Pflanzen. Gegen den Pilz kann Kupferspritzmittel eingesetzt werden, allerdings wirken sich der Einsatz von Pflanzenstärkungsmittel wie Brennnesselsud oder die Verbesserung der Bodenstruktur durch den Einsatz von Steinmehl günstiger aus der die Chemiekeule.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Habe Erdbeeren im Topf auf dem Balkon
    Bis jetzt war alles gut habe auch schon geerntet
    Nun sind die Früchte nachgereift und sind mit einem weißen
    Belag sie trotzdem rot aber heller Film überzogen.
    Meine Frage muIch sie entsorgen ?
    Danke schon mal für die Antwort
    Lotte Hänschke

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