Erdraupen

Immer wieder festzustellen und auf den ersten Blick keine Schädlinge zu entdecken, die Blätter haben Löcher, angefressene Knollen, abgefressene Wurzeln oder angeknabberte Wurzelhälse hier sind Erdraupen am Werk.

Es sind die Larven von verschiedener Arten von Nachtfaltern, die Larven findet man nur beim Hacken oder Umgraben. Die Raupen sind nachts aktiv und rollen sich bei jeder Art von Berührung spiralförmig zusammen.

Erdraupen bevorzugen Kohl, Möhren, Porree, Radieschen, Salat, Spinat und Zwiebeln. Die Raupen fressen an den Blättern, erkennbar an den unregelmäßigen Fraßlöchern, danach sind die Wurzeln und Wurzelhälse an der Reihe, wobei ganz junge Pflanzen eingehen.

Erdraupe

An den Fraßstellen der Wurzeln entstehen faule Stellen, diese führen zu Kümmerwuchs bis die Pflanze schließlich eingeht.

Junge Salatpflanzen werden von den Raupen fast ganz aufgefressen, die Raupen versuchen die Blätter in die Erde zu ziehen. Werden größere Salatpflanzen befallen werden diese welk, die Pflanze kann problemlos vom Boden gehoben werden, da die Erdraupen den Wurzelhals durchfressen.

Die Raupen

Die Larven der verschiedenen Nachtfalter, der Eulen werden als Erdraupen bezeichnet.

Sehr häufig treten die Wintersaateule (Agrosis segetum), die Ypsiloneule /Agrotis ipsilon) sowie das Ausrufungszeichen (Agrotis exclamationis) auf. Die Falter sind unscheinbar graubraun gefärbt und fliegen meistens nur nachts, legen ihre Eier (200 bis 2000 Stück pro Weibchen) an die Blätter, dort Schlüpfen die Larven, nach dem oberirdischen fressen ziehen diese sich in den Erdboden fressen an den Wurzeln und verpuppen sich im Boden. Bei Hacken oder Umgraben findet man die auffällig braunen Puppen. Die Raupen können verschiedene Farben wie graubraun, braun oder gelblichbraun haben, sind bis 5 cm lang und klein behaart. Die Raupen treten in mehreren Generationen auf. Die aus den Puppen entstehenden Schmetterlinge fliegen je nach Art zwischen Frühsommer und Herbst.

Schädlingsbekämpfung

Aufgrund der Lebensweise der Erdraupen ist eine direkte Bekämpfung nicht möglich. Nach feststellen eines Schadens sollte der Boden nach Larven abgesucht werden.

Ein Schutz mit Gemüsenetzen kann den Befall vermindern, kann der Falter seine Eier nicht an den Pflanzen ablegen muss er sich andere Wirtspflanzen suchen und verzieht sich, neu geschlüpfte Falter können abgesammelt werden, Hühnerfutter.

Der Falter bzw. seine Raupen haben natürliche Feinde, vorausgesetzt das natürliche Gleichgewicht im Garten stimmt. Hauptfressfeinde sind Amseln, Fledermäuse, Hühner, Igel, Kröten, Laufkäferarten, Maulwürfe, Raupenfliegen, Schlupfwespen und Spitzmäuse. Zupfen Sie nicht jedes kleine Unkraut, Unkraut wird von Erdraupen bevorzugt.

Eine Bekämpfung mit Nematoden (Älchen oder Dadenwürmer) ist sehr wirkungsvoll. Die Nematoden dringen in die Raupen ein geben symbiontische Bakterien ab, die Schädlinge sterben ab.

Weiter können die Raupen in der Dunkelheit mittels Einsatz einer Taschenlampe abgesammelt werden. Häufiges Hacken des Bodens und das zerdrücken der Eier ist hilfreich.

Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmittel

Der Handel bietet Pflanzenschutzmittel an, auf diese sollte verzichtet werden, da das natürliche Gleichgewicht immer mehr zerstört wird.

Einfacher ist es das natürliche Gleichgewicht im Garten wieder herzustellen. Kleine Bruchstein- oder Totholzhaufen am Rande der Gemüsebeete schaffen zusätzlichen Lebensraum für Laufkäfer und Co. Ein größerer Reisig- und Laubhaufen schafft Rückzugsmöglichkeiten für Igel und Kröten.

Aufgrund der aufgeräumten Natur mangelt es an Brutmöglichkeiten für Singvögel, diese fressen die Falter, für Nistkästen findet man immer einen Platz.

Es können auch Licht- und Duftfallen aufgestellt werden, die jungen Raupen vertagen keine Feuchtigkeit, ein regelmäßiges Gießen während der Wachstumszeit der Pflanzen schützt die Pflanzen.

Bauen Sie das Gemüse in Mischkulturen an Abwehrpflanzen wie Salbei, Thymian und Rainfarn können gepflanzt werden. Junge Pflanzen mit Wermutsud besprüht hält die Raupen fern.

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