Gespinste und Raupen an Ästen

Ganze Äste und komplette Kronen von Bäumen sind oft von Gespinsten eingesponnen. In den Gespinsten tummeln sich unzählige Raupen und je nach Art sind diese klein oder groß. In Panik muss man nicht verfallen, da man im ersten Moment nichts machen kann. Immer wenn ein Massenbefall von in der Natur vorkommenden Lebewesen kommt, sprechen „Alle“ von Schädlingen. Richtig müsste es heißen:

  • Es liegt eine Störung des natürlichen Gleichgewichts vor, verursacht von Menschenhand.

Eine Vielzahl von Spinnern (verschiedene Schmetterlingsarten bzw. Motten- und Knospenmotten) besser ihre Raupen bilden Gespinste. Die wohl am fleißigste unter den Spinner dürfte die Raupe der Gespinstmotte sein. Da kann es schon vorkommen, dass ein ganzer Baum oder eine Allee eingesponnen wird. Es gibt weltweit ca. 900 verschiedene Arten, davon in Europa ca. 116. Je nach Art ernähren sich die Raupen von Blättern, Nadeln, Knospen oder Blüten und können große Schäden vor allem an Obst- und Gartengehölze anrichten.

Raupen an Ästen

Eichenprozessionsspinner

Hier ist Vorsicht geboten, da die Raupen Brennhaare besitzen, diese können beim Menschen kräftige Hautausschläge auslösen, es kann schon reichen in die Nähe der Raupen zukommen.

Gespinstmotte

Diese können ganze Bäume kahl fressen.

Bekämpfung

Die Spinner mit Giften zu bekämpfen ist meistens sinnlos, durch die Verwendung von Insektengiften werden auch die natürlichen Feinde getötet. Da die Gespinste die Raupen schützen und eine Vielzahl von Raupen sich vom Gift nicht stören lassen. Viele Gärtner klappen am Sommerende alles zusammen und kümmern sich (außer ums Bäume schneiden) erst wieder, wenn es so richtig warm wird im Frühjahr um ihren Garten und das ist schon ein sehr großer Fehler.

Die größte Zahl der Schädlinge steht früher auf, was nicht nur die Raupen betrifft sondern auch andere Schädlinge die schon im Januar die Pflanzen erklimmen. Wenn es um die Bekämpfung der Spinner geht, sollte man schon zeitig beginnen, so lassen sich Puppen und die Raupen absammeln. In unseren Garten haben wir dafür unsere eigenen Arbeitskräfte, die natürlichen Feinde. Vögel haben wir genügend, den Rest erledigen Raubwanzen und Brennnesseljauche/Sud sowie andere Fressfeinde. Es ist nicht ausreichend eine Nistkaste anzubauen, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen, dazu ist noch eine Vielzahl andere Biotope nötig.

Das Wichtigste: Nie wieder Schädlings-, Unkrautvernichtungsmittel einzusetzen, die meisten Nützlinge haben ihren Lebensraum in Steinhaufen, unter Hecken, in Totholzhaufen und an anderen Pflanzen. Alle Informationen über natürliches Garten findet man bei GartenBob.de es sind unzählige Beiträge vorhanden einfach durchsuchen, Winterarbeit.

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