Ist Übernachten im Garten erlaubt?

Ja. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen privaten, gepachteten oder Vereinsgarten handelt. Wie oft und wie lange und zu welcher Jahreszeit ist ganz alleine Ihnen überlassen, allerdings sollten die gesetzlichen Vorschriften des Meldegesetzes eingehalten werden. Nur als dauerhafter Wohnsitz ist der Garten nicht zulässig.

In Kleingärten kann es passieren, dass einige Vorstände versuchen das übernachten in den Pachtgärten zu unterbinden, darauf müssen Sie nichts geben. ansonsten Stellen Sie einen Misstrauensantrag wegen Unfähigkeit des Vorstandes, dieser sollte sich mit den Vorschriften auskennen.

Allerdings gibt es in Sachen Toiletten und deren Abwässer einiges zu beachten. In Pachtgärten der Kleingärtner regelt dies dasÜbernachten im Garten Bundeskleingartengesetz. Wenn Sie sich mit einer Komposttoilette zufrieden geben, gibt es keine Probleme. Wie es mit Dusche, Badewanne, Geschirrspüler und Waschmaschine aussieht, da wird es problematischer, hier wäre eine Kleinkläranlage nötig oder ein Anschluss ans Abwassersystem. Dazu brauchen Sie eine behördliche Genehmigung, eine illegale Abwasserentsorgung kann teuer werden.

Wenn Sie das Gartenhaus beheizen wollen, sprechen Sie mit dem Schornsteinfeger soweit es sich um abnahmepflichtige Feuerstellen handelt.

Wenn es möglich ist, wählen Sie das Heizen mit Holz, Holz wächst genügend schon das Zurückschneiden von Bäumen in der näheren Umgebung bringt genügend Brennholz. Das einfachste wäre, sich eine Zeit lang auf einen Wertstoffhof zu stellen auf dem Grünschnitt und Gartenabfälle entsorgt werden und alles Holz aufladen, was die lieben Mitbürger entsorgen.

Wenn Sie Brennholz kaufen ist es wichtig nur luftgetrocknetes Holz zu verwenden, Holz was aus Trockenöfen kommt, brennt genau so gut, aber der Energieverbrauch und die dabei entstehende Umweltverschmutzung ist enorm.

Wenn Sie Wäsche waschen wollen, benutzen Sie doch selbst hergestelltes Waschmittel ohne Chemie, dann hat man keine Probleme mit dem Abwasser, solange Sie nicht gerade den total verölten Arbeitsanzug eines Motorenschlossers waschen. Normale Alltagswäsche ist nur durchgeschwitzt und verstaubt, da reicht oft ein leichtes auswaschen der Wäsche mit selbst hergestellten Waschmittel aus Kastanien und verzichten Sie auf Spülmittel, verwenden Sie Naturduftmittel.

Was nun die Badewanne betrifft, trifft das Gleiche zu, wie bei der Wäsche. Wenn Sie ein Bad in Rosenblättern, Melisse, Pfefferminze und die Haare mit selbst hergestellten Haarwaschmittel ohne Chemie waschen, können Sie das Wasser zum Blumen gießen benutzen.

Die Haarspülung aus Zitronensaftrinse, Tee, Katzenminze, Rosmarin, Thymian, Pfefferminze, Kamille oder Brennnessel können Sie gleich gegen Blattläuse einsetzen. Wenn Sie eine Brennnesseljauche gegen Pilzbefall herstellen landet diese auch auf den Pflanzen und bedarf keinen Entsorgungsnachweis.

Bei der Reinigung des Gartenhauses können Naturprodukte eingesetzt werden, Essig und Zitrone schaden der Umwelt nicht.

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Ich bin Roland Kühne der Autor von GartenBob.de. Hier finden Sie viele nützliche und interessante Gartentipps. Sie finden mich auch auf Google+

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Kühne,

    mit großem Interesse lesen wir Ihren Gartenblog. Wir sind junge Kleingartenfreunde und möchten in unserem Kleingarten natürlich alle möglichen aber auch naturverträgliche Annehmlichkeiten geniessen.

    Von daher an dieser Stelle die Frage (wir wissen… es ist gem. Kleingartengesetzt nicht erlaubt…) ob es praktisch und ökologisch möglich ist, eine Waschmaschine oder Geschirrspüler ohne die von Ihnen angesprochenen Voraussetzungen einer Kleinkläranlage oder Anschluß an Abwasser zu betreiben. Gäbe es aus Ihrer Sicht ökologisch gesehen Probleme, wenn man bspw. einen Geschirrspüler oder Waschmaschine mit den folgenden biologisch abbaubaren Produkten betreibt:

    http://www.naturehome.com/de/sauberkeit/bio-waschmittel.html

    Insbesondere machen wir uns natürlich darüber Gedanken, ob es nicht doch ggf. Probleme mit dem Grundwasser geben kann.

    Wir bedanken uns schon einmal vorab für Ihren Rat!

    Ihr Stefan Harmender

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