Kamille

Weitere Namen der Kamille:

  • Apfelkraut, Apfelblümlein, Gramillen, Ganille, Garnille, Herminzel, Hermelin, Hermel, Helmriegen, Haugenblume, Helmergen, Kamelle, Kammerblume, Kühmelle, Kummerblume, Mutterkraut, Muskatblume, Mariamagdalenakraut, Mägdeblume, Laugenblume, Remi, Romerei, Mutterkraut

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Apiin, Azulen, Chamazulen, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Schwefel, Salizylsäure, Salicylate, Harz, Cumarin, Borneol, Werg, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Thujon, Umbelliferon.

Kräutergarten

Die Echte Kamille wird hauptsächlich bei Magen-Darmbeschwerden angewendet. Im weiteren findet sie äußerlich angewendet bei Haut- und Schleimhautentzündungen sowie bakteriellen Hauterkrankungen, einschließlich des Zahnfleisches und der Mundhöhle. Als Dampfbad (Inhalation) hilft Kamille gegen Reizzuständen der Luftwege (Erkältungen).

Heilwirkung der Kamille

Die Heilwirkung der Kamille ist vielfältig und gehört zu einer beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Kamille wird auf Grund ihrer Wirkstoffe für alle Arten von Beschwerden eingesetzt, sie wirkt antibakteriell, beruhigend, tonisierend, schweißtreibend, blutreinigend, schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend, harntreibend sowie entzündungshemmend.

Anwendungsbereiche

Bei den vielfältigsten Anwendungsbereichen ist die Kamille einmalig unter den Heilpflanzen, schon seit Hunderten von Jahren wird sie zur Behandlung von Krankheiten verwendet. Die Kamille hilft bei:

  • Allergien, Asthma, Aufstossen
  • Blähungen, Blasenentzündungen, Blasenschwäche
  • Darmkoliken, Darmschleimhautentzündungen, Durchfall, Ekzeme, Entzündete Wunden, Erkältungen, Erysipel
  • Fieber, Furunkel
  • Gesichtsrose, Gicht, Grippe, Geschwüre, Gürtelrose
  • Hämorrhoiden, Halsentzündung, Hexenschuss, Hautunreinheiten, Husten
  • Infizierte Wunden, Ischias
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen,
  • Lymphknoten-Schwellungen
  • Magengeschwür, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Mandelentzündung, Menstruations fördernd, Menstruationsbeschwerden,
  • Mundgeruch, Mundschleimhautentzündung, Muttermilch fördernd
  • Nebenhöhlenentzündung, Nervenschmerzen, Nervosität, Neuralgien
  • Reizdarm, Reizmagen, Rheuma
  • Schnupfen, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Stress
  • Unterleibserkrankungen
  • Verstopfung
  • Weissfluss, Wunden

Anwendung und Dosierung von Kamillenblüten (Bild, reine Kamillenblüten)

Vor jeder Anwendung sollte man den Arzt oder Apotheker fragen.

Innerliche Anwendung

Bei Erkrankungen im Magen-Darmbereich 3- bis 4-mal täglich eine Tasse frisch aufgebrühten Tee zwischen den Mahlzeiten getrunken.
1 gehäufter Esslöffel (ca. 3g) Kamillenblüten mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen und zugedeckt 5 -10 Minuten ziehen lassen, durch ein Teesieb geben.

Zum Inhalieren, Gurgeln und Spülen

3 bis 10 g Kamillenblüten mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen, zugedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, durch ein Teesieb geben.
Bei allen inneren Erkrankungen und anderen Krankheitserscheinungen regelmäßig als Tee trinken, zur Beruhigung vor allem am Abend eine Tasse
1 gehäufter Esslöffel (ca. 3g) Kamillenblüten mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen zugedeckt 5 – 10 Minuten ziehen lassen, durch ein Teesieb geben.

Äußerliche Anwendung

Kamille kann vielfältig verwendet werden, bei der äußeren Anwendung kann auf Cremes, Salben, Spülungen und Tinkturen zurückgegriffen werden.
Bei Bakteriellen Hauterkrankungen, Hautunreinheiten wie Pickel oder Akne können Gesichtsdampfbäder Salben oder Cremes angewendet werden.

Erkrankungen in der Mundhöhle, des Zahnfleisches bzw. Mundgeruch wird die Mundspülung angewandt. Offene- und oberflächliche Hautverletzungen, Verbrennungen, schlecht heilende Wunden helfen Umschläge, Cremes und Salben.

Frostbeulen, Bestrahlungsschäden oder Sonnenbrand können mit Umschläge, Cremes oder Salben behandelt werden. Kommt es zu Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich helfen Sitzbäder mit Badezusatz aus Kamille. Kamille wird auch bei Kosmetik verwendet wie Schampoos, Seifen und Duschgels.

Badezusatz

50 g Kamillenblüten je 10 Liter Wasser, die Wirkung wird verstärkt, wenn die Blüten im Vorfeld mit siedendem Wasser aufgegossen werden.
Im Bereich der Augen darf der Aufguss nicht angewendet werden

Nebenwirkungen bei der Anwendung

Im Durchschnitt treten Nebenwirkungen bei der Anwendung von Kamille selten auf, aber sie können auftreten. Bei der Anwendung kann es zu Hautausschlägen, Halsschwellungen, Atemnot oder Kreislaufkollaps kommen.

Echte Kamille im Garten

Kamille kann man sammeln, sie wächst auf Äckern und Ödland, bevorzugt frischen, nährstoffreichen humosen Lehm- und Tonböden. Beim Anbau im Garten stellt die Kamille keine Ansprüche, welche Pflanzen innerhalb der Fruchtfolge als Vorfrucht angebaut wurden. Echte Kamille ist einjährig und kann von 15 bis 50 Zentimeter hoch werden. Einmal ausgesät samt sich die Pflanze von selber aus, allerdings gibt es keine Garantie, dass die Sämlinge nur auf dem Beet wachsen, eine Verteilung im gesamten Garten ist nicht ausgeschlossen.

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