Kirschbaum Blattstiele und Blattansatz haben rote Punkte

Eine Vielzahl von Krankheiten sowie ein Schädlingsbefall erkennt man an den Blättern, wobei im Anfangsstadium fast alle gleich Aussehen. Ähnlich wie Punkte meist rötlich oder leicht braun aussehend. Die Entwicklung der unterschiedlichsten Schädigungen sollte nach erster Feststellung eines Mangels am Baum sofort und regelmäßig kontrolliert werden, da je nach Art des Befalls einer Krankheit oder Schädlings die Schädigung rasant ausbreitet.

Dabei sind nicht nur die befallenden Blätter zu beobachten sondern auch Zweige, Leitäste, dünne Triebe und die Enden des jeweiligen Zweiges. Die meisten Schädlinge sind sichtbar, allerdings sehr klein Larven mit einer Länge von 0,5 mm sind mit dem normalen Auge schwer zu erkennen, da hilft eine Lupe.

Vieren und Pilzbefall sind im Anfangsstadium nicht zu erkennen, werden diese Schäden erkannt sollte sofort gehandelt werden.

Kirschbaum rote Punkte

Rote Punkte an den Blattstielen

Bakterienbrand

Ist zu erkennen ab Ende Mai auf den Blättern wo später schrotschussähnliche (wie Schrottschusskrankheit) Symptome auftreten. Auf den Blättern treten Verfärbungen auf, die Löcher sind ölig und mit einem gelblichen Rand umgeben.

Drüsen

Wenn sich an den Stielen einige hellrote bis rote Verdickungen bilden und nicht mehr werden handelt sich um Drüsen eine normale Erscheinung die kein Schaden ist.

Gallmilben

Auf dem Blatt sind Verfärbungen Gallen (pockenartige Erhebungen) zu erkennen, stellen aber keine Gefahr für die Kirsche dar.

Läuse/Kirshcblattlaus

Sie setzen sich an die Blattstiele sowie der Blattfläche.

Minirmotte/Obstbaum-Minirmotte

Sie ist ein kleiner Schmetterling ca. 9 mm lang, die Raupen sind grün. Die Minirmotte legt ihre Eier an die jungen Blätter. Wenn sich die Larven verpuppen bildet sich ein kleines Gespinst, was auf den ersten Blick wie ein Verfärbung aussieht. Später sind auf dem Blatt feine Linien zu erkennen,

Der größte Fehler ist der Einsatz von Chemie, da der Schädling in seinen Gängen geschützt ist und das Gift lediglich die Feinde der Minirmotte tötet.

Die natürlichen Feinde wie Fledermaus, Raupenfliege, Schlupfwespe und Vögel reichen wenn das natürliche Gleichgewicht stimmt. Kleine Biotope wie Totholz- oder Steinhaufen sowie Maßnahmen der GartenBob- Initiative 2×2 Meter für die Natur sowie das anbringen von Nistkästen wirkt sich positiv auf die Schädlingsbekämpfung aus.

Schrottschusskrankheit

Die rötlich braunen Punkte ziehen sich über die gesamten befallenen Blätter, die Punkte werden löchrig als sei das Blatt mit Schrot durchschossen wurden. Später fallen die Blätter ab und die Früchte verkrüppeln die Triebe trocknen ab.

Nährstoffmangel

Ein Großteil von Blattverfärbungen entsteht durch Mangelerscheinungen, eine Bodenanlyse gibt Aufschluss welcher Nähstoff fehlt. Der unkontrollierte Einsatz von Kunstdünger ist nicht zu empfehlen. Die wichtigsten Nährstoffe sind Stickstoff, Phosphat, Kalium, Kalzium und Schwefel, ist davon ein Nährstoff nicht ausreichend vorhanden ist der Baum geschwächt und hat Wachstumsstörungen.

Erste Anzeichen für Nährstoffmangel können die Blätter anzeigen. Bei Phosphatmangel können rötlich-violette Verfärbungen am Stiel auftreten.

Die Versorgung des Baumes mit ausreichend Nähstoffen wird in der Natur mit Humus erreicht, der Baum wirft im Herbst sein Laub ab dazu kommen noch die Pflanzen unter dem Baum wie Gräser und Kräuter, von naturfeindlichen Menschen auch Unkraut genannt, die vom Herbst bis zum nächsten Frühjahr zersetzt werden und sich ein großer Anteil in Humus umwandelt. Würde das Laub im Herbst unter dem Baum liegenbleiben wäre dies die einfachste Form der Nähstoffversorgung.

Auch Schädlinge und Krankheitserreger hätten es schwerer den Baum anzugreifen.

Nährstoffüberschuss

Im Hobbygartenbau wird sehr oft unkontrolliert Kunstdünger eingesetzt, zu viele Nährstoffe fügen dem Baum genau so Schaden zu wie zu wenig, auch Nährstoffüberschuss sorgt für Blattverfärbungen.

Der pH-Wert

Böden mit stark sauren oder alkalischen pH-Wert sind für Mangelerscheinungen gefährdet. Eine Überprüfung des pH-Wertes ist einfach: Dazu an verschiedenen Stellen und unterschiedlicher Tief um den Baum jeweils einen Löffel Erde entnehmen, diese in ein Behälter geben mit Wasser auffüllen, umrühren, 2 bis 3 Tage stehen lassen. Mit einem pH-Wert Testreifen den Wert überprüfen, Teststreifen gibt es in der Zoo-Handlung, Aquariumfachgeschäft oder im Fachgeschäft für Pools.

Weitere Informationen über Maßnahmen bei Krankheitserregern und Schädlingsbefall finden Sie bei GartenBob.de unter Schädlinge & Krankheiten.

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