Kirschbaum hat Harzaustritt

Wenn an einem Baum ein Harzfluss entsteht, ist dies die natürliche Abwehrreaktion gegen eine Verletzung. Kirschbäume harzen im Gegensatz zu anderen Obstsorten viel stärker. Wird der Harzfluss erkannt, sollte die harzende Stelle regelmäßig kontrolliert werden, da es die verschiedensten Ursachen gib.
Natürlicher Harzfluss kann – muss aber nicht – regelmäßig auftreten. Es kann kurzfristig zum regelrechten Fluss des Harzes kommen, der nach kurzer Zeit wieder ruht. Auch das Auftreten von regelrechten Harzbeulen ist normal, auch wenn diese sehr groß werden können.

Durch das Wachstums des Baumes kann es zu Rissen kommen, an denen sich ebenfalls Harzaustritte zeigen können, Neben dem Wachstum des Baumes können auch durch normale Windbewegungen leichte Schäden entstehen, an denen wieder Harz austreten kann. Bei Kirschbäumen ist ein etwas stärkerer Harzfluss normal, der sich auch nicht abstellen lässt. Verletzungen am Baum können durch Steinwurf verursacht werden, der durch den Rasenmäher an den Baum geschleuderte Steine entsteht. Verletzungen können auch durch das Anstellen einer Leiter sowie durch das Anstoßen mit Sportgeräte wie Ball oder Schläger entstehen. Es ist schwer festzustellen, durch welchen Einfluss die Verletzung entstanden ist, da der Harzfluss erst nach einiger Zeit auftritt.

Kirschbaum hat Harzaustritt

Gummifluss (Gummosis oder Gummose)

Es handelt sich um Verflüssigung von Holzteilchen und tritt hauptsächlich an Jungholz auf. Unter der Baumrinde befinden sich Krankheitsherde, durch diese wird eine farblose gummiartige Flüssigkeit ausgeschieden, die dem Harz ähnelt. Die Störung des Wasserhaushalts ist einer der Hauptursachen, dadurch entsteht eine Störung der physikalischen und biochemischen Vorgänge in den Zellen und Gewebe. Störungen können auch durch Pilze, Frost, Bakterien Sonnenbrand und anderen Verletzungen hervorgerufen werden. Zweige und Äste können mit der Zeit absterben, junge Bäume können ganz absterben. Die befallenden Äste sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Ist der Stamm bzw. der gesamte Baum befallen, sollte dieser gefällt werden und das Holz entsorgt werden. Dem Gummifluss kann man entgegenwirken, indem optimale Standortbedingungen beim pflanzen des Baumes gewählt werden. Bei Schädlings- und Krankheitsbefall sollten sofort Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Feststellen der Ursache

Wenn es sich um mechanische Beschädigungen handelt, ist es kein Problem die Ursache zu finden und diese zu beheben. Handelt es sich um Bruch oder Rissstellen sollten die Wundränder sauber ab oder ausgeschnitten werden. Abgebrochene Äste sauber, etwas schräg absägen (die Schräge ermöglicht ein besseres ablaufen von Regen), den Wundverschluss regelt der Baum von alleine, der Harzaustritt stellt sich mit der Zeit von selber ein. Schädlinge lassen sich durch genaue Beobachtung erkennen und feststellen, um welchen Schädling es sich handelt . Handelt es sich um Krankheitserreger kann man lediglich nur die Auswirkungen erkennen. Um welche Art des Erregers es sich handelt, ist bis auf wenige Ausnahmen nur im Labor nachweisbar. Alle wichtigsten Schädlinge und Krankheitserreger ihre Ursachen und Gegenmaßnahmen, findet man bei GartenBob.de unter der Kategorie Schädlinge & Krankheiten, dabei spielt die Art des Baumes keine Rolle, da es sich um die selben Erreger handelt.

Die einfachste Form einen Baum vor Schädlingen und Krankheitserreger zu schützen

Im konventionellen Obstanbau werden unzählige Mengen von Pestiziden (sogenanntes Pflanzenschutzmittel, der Einsatz erfolgt zur Schädlingsbekämpfung – macht aber keinen Unterschied zwischen Nützlingen und Schädlingen), Herbiziden (Unkrautbekämpfungsmittel), Fungizide (Bekämpfung von Pilzen und deren Sporen, allerdings nur so lange das Fungizid wirkt) und Kunstdünger (zur Deckung des Nährstoffangebots der Pflanzen in der Landwirtschaft und Gartenbau, wird in Massen eingesetzt um die Pflanzen lediglich schneller und größer wachsen zu lassen als unter normalen Wachstumsbedingungen) eingesetzt.

Der Handel bietet ähnliche Mittel an, diese haben einen geringeren Wirkungsgrad als die Mittel im konventionellen Anbau. Der Einsatz von handelsüblichen Mitteln im privaten Bereich richtet im eigenen Garten den gleichen Schaden an – wie die Mittel im konventionellen Bereich. Alle diese Mittel zerstören das natürliche Gleichgewicht und richten mehr Schaden als Nutzen an. Werden gegen alle im eigenen Garten vorhandenen Schädlinge und Krankheitserreger chemische Bekämpfungsmittel eingesetzt, wird der Wirkungsgrad dieser immer geringer. Da durch die chemischen Mittel auch jegliche Form von Nützlingen getötet wird, wird die Gefahr vom Befall durch Schädlinge und Krankheitserreger immer höher und dadurch häufiger. Die einfachste Form Obstbäume vor Krankheiten und Schädlinge zu schützen ist die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts. Mit nur einem Biotop ist es noch nicht getan, der gesamte Garten sollte naturnah gestaltet werden und dazu gehört ein absoluter Verzicht auf Chemie.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hilfe mein Zitronenbaum hat am unteren Stammende regelrechte
    Harzbeulen die sich stark vermehren. Wie kann ich das stoppen?

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