Koniferenhecken auf der gewünschten Höhe halten

Koniferenhecken werden schnell dicht und bieten in kürzester Zeit einen Sichtschutz. So schnell sie dicht werden, so schnell wachsen sie auch in die Höhe und schnell sind sie dem Gärtner über den Kopf gewachsen. Bei der Planung der Hecke sollte außer an den Sichtschutz auch an die gewünschte Höhe gedacht werden, dieser Punkt wird sehr oft vernachlässigt und eine zu groß gewordene Hecke später zurückzuschneiden macht richtig viel Arbeit (siehe bei GartenBob.de in der Rubrik, Pflanzen & Bäume schneiden unter „Sehr große Koniferen zurückschneiden“).

Koniferenhecke auf der gewünschten Höhe halten

Woher weiß ich, welche Höhe für meinen Sichtschutz ausreicht?

Als ersten stellt man sich die Frage: Was soll vor neugierigen Blicken geschützt werden? Soll nur die Einsicht auf den Rasen, die Grillecke mit Sitzplatz oder der gesamten Gartenfläche geschützt werden, muss nur beachtet werden, welche Höhe haben die anliegenden Grundstücke, die Straße oder der Fußweg der am Garten vorbeiführt. Sind diese auf gleicher Bodenhöhe ist eine durchschnittliche Höhe von 1,80 Meter bis 2,00 Meter ausreichend, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass größere Menschen ihr Grundstück passieren und über die Hecke sehen können, höchstens einer der größten Mensch wohnt in der Nachbarschaft. Sind anliegende Grundstücke, Straßen oder Fußwege höher, kann eine Sichtschutzprobe durchgeführt werden.

Sichtschutzprobe durchführen

Man lässt die Hecke erst einmal in die Höhe wachsen und begibt sich regelmäßig an die erhöhte Stelle die Einblick in den Garten gewährt. Von dort aus kann man sehen, wie weit man ins das Grundstück einsehen kann. Ist ein Einblick nicht mehr möglich, ist die Schnitthöhe erreicht. Eine weitere Möglichkeit, man begibt sich auf den erhöhten Standort und eine zweite Person hält eine Gegenstand (Dachlatte, Holzstock, Hackenstiel, Brett) in die Höhe, kann man über den Gegenstand nicht mehr in den Garten sehen steht die Schnitthöhe fest. Hat man keine Hilfsperson kann eine Stehleiter (günstig mit Schiebeelement) ebenfalls ausreichen, einfach die Leiter aufstellen, wenn nötig das Schiebeelement ausschieben, bis die Höhe feststeht. Höher sollte man die Hecke auf keinen Fall wachsen lassen, schon um später viel Arbeit zu sparen.

Was sollte man nicht tun, um die Höhe festzustellen?

Vom Garten aus lässt sich die Schnitthöhe nur aus Sicht des Gärtners festlegen, was nicht heißt, das Außenstehende trotzdem in das Grundstück einsehen können. Die Betrachtung sollte immer von Außen auf den Garten durchgeführt werden.

Warum sollte die Schnitthöhe nicht überschritten werden?

Dann sollte man sich die Bilder in der oben angeführten Rubrik „Sehr große Koniferen zurückschneiden“ ansehen. Auf diesen Bilder kann man sehen, mit welchem Aufwand eine zu hohe Hecke zurückgeschnitten werden muss.

Wann und wie oft sollte die Hecke geschnitten werden?

Wie auf dem Bild zu diesem Thema zu sehen, sind schon einige Triebe in die Höhe gewachsen. Haben sich Triebe gebildet, diese immer sofort zurückschneiden, wann und wie oft spielt dabei keine Rolle. Wenige Triebe lassen sich einfach und schnell entfernen, oftmals reicht schon die Gartenschere aus da die Triebe noch dünn sind. Würden die zu sehenden Triebe noch ein ¼ Jahr weiterwachsen bräuchte man schon eine Astschere und hätte mehr Grünabfall da sich mehr Seitentriebe gebildet hätten.

Spielt die Schnittzeit eine Rolle?

Nein, die Pflanzen nehmen keinen Schaden, egal um welche Jahreszeit es sich handelt. Bei starken Frost, Schnee oder Regen steht nur der eigene Arbeitsschutz im Vordergrund, von einer vereisten oder rutschigen Leiter zu fallen muss nicht sein und wenn die Hecke eingeschneit ist macht die Arbeit auch keine Freude. Vor Frostschäden an den Pflanzen im Winter braucht man bei solchen kleinen Eingriffen keine Angst zu haben.

GartenBob.de-Tipp: Je öfter man die Hecke schneiden, je weniger Arbeit und Grünabfälle hat man – einfach ausprobieren.

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