Kreuzspinnen im Garten

Kreuzspinnen findet man im Garten an Bäumen, Sträucher, im oder am Gewächshaus und an Gebäuden. Um eine Kreuzspinne in ihrem Radnetz zu entdecken sollte man, bevor der Besen zur Beseitigung von Spinnennetzen angesetzt wird, sich die Netze betrachten. Kreuzspinnen laufen nicht gleich ins nächste Versteck wenn sie gestört werden. Es lohnt sich, in aller Ruhe eine Kreuzspinne zu betrachten, gleichzusetzen mit einem Kunstwerk ist nicht nur das Kreuz auf ihrem Rücken sondern die gesamte Zeichnung und farbliche Abstimmung der Spinne.

Kreuzspinne Garten

Warum wird jede Spinne die in unseren menschlichen Lebensraum eindringt bekämpft?

Das Spinnennetze an der Zimmerdecke nicht gerade schön aussehen ist verständlich, da gehören diese auch nicht hin. Die Spinne kann es ja nicht wissen und das die Hausfrau oder der Hausmann Angst hat, dürfte für die Spinne unverständlich sein, passt doch ein Mensch nicht ins Beuteschema einer Spinne. Kreuzspinnen sind giftig, aber nicht für uns Menschen. Die Beute der Spinne wird durch einen Biss gelähmt und nicht getötet. Wenn also eine kleine Fliege durch einen Biss nur gelähmt wird, dürfte die Angst vor der Spinne unbegründet sein. Spinnen gehören zu unserer Umwelt und in den Garten, auf die Vielzahl der Spinnen gesehen vertilgen diese Unmengen von Fliegen, Mücken und anderen Plagegeistern.

Kreuzspinne

Das Kreuz auf dem vorderen Hinterleib gibt der Spinne ihren Namen. Vier längliche sowie einem kreisförmigen Fleck in der Mitte hat die Gartenkreuzspinne. Vier Flecken hat die Viereckkreuzspinne.

Die Kreuzspinnen gehören zu den Radnetzspinnen, sie sind mit mehreren hundert Arten die artenreichste Gattung. Die Beute der Kreuzspinne wird mit einem Biss der Chelizeren oder Kieferklaue, Merkmal der Kieferklauenträger, ein zum Mundwerkzeug umgewandelte Extremität im Kofbereich die vor der Mundöffnung liegt gelähmt.

Vor dem Fressen wird die Beute eingesponnen. Der Verdauungssaft wird in die Beute eingepumpt und die verdaute Nahrung aufgesogen, die sogenannte Außenverdauung. Das Weibchen kann mit ca. 15 Millimetern dreimal so groß sein wie das Männchen. Die Farben der Kreuzspinne ist gelbbraun bis dunkelrot, variiert aber so können in Gebirgsregionen Gartenkreuzspinnen fast schwarz aussehen. Im August beginnt die Paarung, was für das Männchen lebensgefährlich ist, da es Gefahr läuft, vom Weibchen gefressen zu werden. Im Herbst legt das Weibchen die Eier ab, die in gelben Kokons eingesponnen werden, meistens stirbt sie dann. Die jungen Spinnen schlüpfen zwischen April und Mai, es bildet sich eine Zwischengeneration in diesem ersten Sommer, diese ist erst im darauffolgenden Sommer ausgereift.

Wenn die Kreuzspinne einmal beißt

Spinnen nehmen reiß aus wenn Gefahr droht, nur wenn es für die Spinne ausweglos erscheint kann es passieren, dass diese beißt. Ähnlich wie bei einem Bienen- oder Mückenstich ist es je nach betroffener Hautstelle schmerzhaft. Es kann zu einer Schwellung mit vorübergehender Lähmung in der Umgebung der Bissstelle kommen.

Kühle Umschläge als I. Hilfe ist ausreichend.

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