Liebstöckel auch als Maggikraut bekannt

Die Pflanze hat nichts mit der gleichnamigen Würze zu tun, da sich in der Würze kein Maggikraut befindet, lediglich der Geschmack ist ähnlich. Durch die Geschmacksähnlichkeit mit der Maggiwürze entstand der Begriff Maggikraut.

Durch die Römer (8. Jahrhundert v. Chr. Bis 7. Jahrhundert n. Chr.) kam der Liebstöckel nach Europa, da Julius Maggi (Gründer der Firma Maggi) 1846 geboren wurde hat sich die Frage was zuerst da war von alleine geklärt.

Der reine Name Maggi ist ein italienischer Nachname wie Maggiore, Maggiori und viele andere, im englischen ist er die Abkürzung für Margaret, Maggi wird aber Mäggi ausgesprochen.

Liebstöckel ist allerdings kein Liebesmittel wenn es auch so klingt, der Name rührt wahrscheinlich aus seinem Hauptverbreitungsgebietes Ligurien bzw. aus dem lateinischen Levisticum. Daraus folgte althochdeutsch lubistechal, mittelhochdeutsch liebesticke/ liebstucke und dann Liebstöckel. Weitere Bezeichnungen sind Ladstock, Lefestick, Leibstückle, Liebrohr, Lübstock, Lewerstock, Lichtstöckel.

Maggikraut

Die Verbreitung des Krautes in der Küche und im medizinischen Bereich ging nur zögerlich voran, in Klöstern wurde es von Mönchen kultiviert.

Liebstöckel ist eine Anspruchslose Pflanze wächst auf fast allen Böden, wenn Sie im Bekannten- oder Verwandtenkreis jemanden haben der eine Pflanze besitzt reicht es aus sich ein Stückchen vom Wurzelballen (Rhizom) ab zustechen und einzupflanzen.

Liebstöckel wächst schnell und erreicht mit der Zeit einen ziemlich großen Umfang, bei optimalen Bedingungen erreicht die Pflanze eine Höhe von 2 Meter. Im Herbst trocknet die Pflanze ab, die trockenen Stiele kurz über dem Boden abschneiden im Frühjahr treibt sie wieder neu. Die Blütezeit ist Juli bis August.

In der Liebstöckelwurzel befinden sich ätherische Öle, Kumarine sowie Polyide. Die Pflanze wirkt harntreibend was sich vorbeugend auf Gicht, Harnsteinerkrankungen und Wassersucht auswirkt, die Wurzeln sind Bestandteile von Blasen- und Nierentees. In den Blättern befinden sich viele Karotinoide, Vitamin E, Mangan, Kalzium, Jod, Fluor, Zink und Eisen. Liebstöckel hilft gegen Magenkrämpfe und Schmerzen, die holen Stängel wurden noch weit ins 20. Jahrhundert als Trinkhalme bei Halsschmerzen und Heiserkeit genutzt. Durch die holen Stängel warme Milch trinken schafft Abhilfe.

Die Blätter entfalten frisch geerntet das Beste Aroma, die Wurzeln lassen sich frisch und getrocknet problemlos verwenden. Sollten die Blätter für den Winter getrocknet werden braucht man zum würzen gegenüber frischen Blättern die vier bis fünffache Menge.

Die Wurzeln als Tee angewendet lassen sich mit Brennnessel-, Löwenzahn-, oder Petersilienwurzeln verwende dreijährige Wurzel, diese in Stücke oder Scheiben schneiden und trocknen, die getrocknen.

Geerntet werden zwei- bis dreijährige Wurzel, diese in Stücke oder Scheiben schneiden und trocknen, die getrockneten Wurzelstücken in in einem dichten Gefäß lagern.

Bei Nierenerkrankungen und Schwangerschaft dürfen Tees mit Liebstöckel nicht eingenommen werden!

Liebstöckel hat ein intensives Aroma ist sehr pikant, dominiert nicht und kann als Geschmacksverstärker eingesetzt werden. Dadurch wird nicht der eigene Geschmack hervorgehoben sondern der anderen Nahrungsmittel.

Liebstöckel lässt sich fasst bei allen Speisen einsetzen wie Bohnen-, Linsen-, oder Kartoffelsuppe, Hausmannskost, Soßen, Quark, Tofu, Jogurt, Salaten und Fisch.

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