Mandelbaum Krankheiten

Im Frühjahr wenn die Pflanzen blühen, ein wahre Pracht im Garten aber leider ist auch diese Pflanze anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Grundlegende Maßnahmen um Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen

Madelbäume sollten windgeschützt stehen und in einem durchlässigen tiefgründigen Erdreich stehen. Staunässe im Wurzelbereich wirkt sich ungünstig aus. Eine regelmäßige Zugabe von Komposterde sorgt für ein gute Nährstoffversorgung.

Mandelbaum Krankheiten

Blätter haben unterschiedliche helle sowie dunkle Farben

Durch Nährstoffmangel oder Überschuss kann es zu Farbunterschieden auf den Blättern kommen. Lässt sich kein Schädlingsbefall oder Krankheitssymptome feststellen kann dies an der Nährstoffversorgung liegen. Eine Unkontrollierte Zugabe von Dünger sollte in diesem Fall vermieden werden da man nicht wissen kann welcher Nährstoff im Boden fehlt. Es sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden, diese gibt genau Auskunft was fehlt oder zu viel im Boden ist. Die Kosten von Bodenproben richten sich nach dem was gewünscht ist, die Kosten liegen zwischen 20,00 bis 50,00 €. Je größer die Analyse gewünscht wird je höher die Kosten (Angaben ohne Gewähr). Bodenanalysen die auch über Schadstoffe Auskunft geben liegen im Preis höher. Auch die Wasserqualität im Boden (Oberflächen- bzw. Grundwasser) kann Einfluss auf die Pflanze nehmen. Die Kosten solcher Analysen entsprechen ca. den Kosten der Bodenanalysen.

Blattläuse

Bei Befall des Baumes durch die Läuse ist das Triebwachstum stark eingeschränkt, es können Blattverkrüppelungen auftreten, dabei können sich die Blätter einrollen und verfärben sowie Wachstumshemmungen auftreten. Die kleinen weißlich grünen bis grün- grauen auch schwarzen Läuse lassen sich beim genauen hinsehen erkennen. Die Blattläuse treten in großen Kolonien auf und sondern Honigtau ab, diesen erkennt man an seinen weißlich bis transparenten blasenähnlichen Aussehen. Auf dem Honigtau kann sich ein Pilz bilden, diesen erkennt man durch die Schwarzfärbung des Honigtaus. Auch wenn Ameisen an der Pflanze herumkrabbeln, kann dies ein Anzeichen von einem Blattlausbefall sein, da Ameisen den Honigtau ernten. In einem Garten indem das natürliche Gleichgewicht stimmt, kommt es in den seltensten Fällen zu einem extremen Blattlausbefall.

Die natürlichen Feinde erledigen das Problem mit den Blattläuse wie Marienkäfer sowie ihre Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegen und deren Larven, Raubwanzen, Raubkäfer, Laufkäfer,Weichkäfer, Glühwürmchenlarven, Vögel und Spinnen. Dies trifft auf alle Pflanzen zu die von Blattläusen befallen sind, ob Rosen oder andere Pflanzenarten ist ein extremer Blattlausbefall immer ein Anzeichen, dass das natürliche Gleichgewicht im Garten gestört ist was auch auf andere Krankheiten und Schädlinge zutrifft. Auf chemische Spritzmittel sollte bei Blattläusen unbedingt verzichtet werden, durch diese wird dann auch den restlichen natürlichen Feinden das Licht ausgeknipst. Es sollte auf natürliche Mittel zurückgegriffen werden sowie Hausmittel diese richten kaum einen weiteren Schaden an der Natur an.

Hausmittel gegen Blattläuse

5 bis 7 Waschnüsse werden auf einen Liter Wasser gegeben, alles ca. 1 Woche ziehen lassen, die entstandene Lösung durchsieben in eine Sprühflasche geben und die Pflanze einsprühen.

Neembautee zubereiten, erhält man in der Apotheke, Pflanze einsprühen oder regelmäßig mit dem Tee gießen.

Eine Schmierseifenlösung, es geht auch mit ein paar Spritzern Spühlmittel herstellen, mit ca. einem Liter Wasser geben und die Pflanze einsprühen.
Aus einer Hand voll Brennnesselblätter auf einen Liter Wasser Tee herstellen, abkühlen lassen und die Pflanze gießen oder einsprühen.

Eine Zitrone zerkleinern auf ca. 0,5 Liter Wasser geben, 5 Minuten köcheln lassen, durchsieben, nach dem Abkühlen die Pflanze einsprühen.

Kaffee kochen, abkühlen lassen und die Pflanze einsprühen. Es muss nicht extra Kaffee gekauft werden. Einfach den Kaffeesatz des eigenen Kaffee nochmals aufbrühen.

Zwischen den Pflanzen, Knoblauch wachsen lassen, dazu mehrere Zehen um jede Pflanze in die Erde stecken. Der Knoblauch kann gegen Ende des Sommers geerntet werden.

Nelkenpulver um die Pflanze geben und gleichmäßig feucht halten.

Die Pflanze kann mit Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl eingesprüht werden. 3 bis 4 Esslöffel Öl auf einen Liter Wasser geben, einen Spritzer Spülmittel zugeben durchrühren in eine Sprühflasche geben.

Die Pflanze kann mit Magermilch eingesprüht werden. Lässt sich die Milch nicht sprühen kann diese mit etwas Wasser verdünnt werden.10 Tropfen Teebaumöl, ein Spritzer Spülmittel auf einen Liter Wasser geben, richtig vermischen und die Pflanze einsprühen.

Von 1 bis 2 Zwiebeln die Schalen kurz mit etwas Wasser aufkochen, durch ein Sieb gießen, abkühlen lassen und die Pflanze einsprühen.

Holzpilze

Die Baumkrone hat sehr viele tote Äste. Um festzustellen um welche Art des Holzpilzes es sich handelt, muss der Baum genau untersucht werden. Bei der Vielzahl von Holzpilzen sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Der unkontrollierte Einsatz von Pilzbekämpfungsmitteln kann mehr Schaden anrichten als der Pilz.

Kräuselkrankheit auch „Bläschen- und Kräuselkrankheit

Die Krankheit wird durch einen Schlauchpilz (Taphrina deformans) verursacht. Erkennbar da schon Frühjahr beim Austrieb der neuen Blätter diese sich kräuseln (sich zusammendrehen). Auf den Blättern sind hellgrüne/rote Bläschen zu erkennen. An den Früchten kann ebenfalls die Bläschenbildung entstehen. Mit der Zeit verfärben sich die Blätter weißlich-grün, erscheinen später größer werden gummiartig und brüchig, die Blätter fallen ab. Mit steigenden Temperaturen im Juni/Juli treiben in den meisten Fällen neue Blätter aus, bei Temperaturen ab 16 °C wirkt der Pilz nicht mehr infektiös. Durch den entstandenen Blattverlust sinkt die Photosyntheseleistung (einfach kurze Erläuterung – Erzeugung von energiereichen Stoffen aus energiearmen Stoffen durch Lichtenergie). Der Blüten- und Fruchtbesatz reduziert sich und der Knospenansatz für die nächste Saison fällt ebenfalls geringer aus. Ist der Baum extrem stark befallen können ganze Zweige und Äste absterben, der Baum wird so geschwächt das er nach einigen Jahren gefällt werden muss. Eine hohe beständige Feuchtigkeit, hervorgerufen durch Tau, Nebel und Regen fördert die Infektionsgefahr.

Sind die ersten Anzeichen zu erkennen sollte grundlegend der Baum gestärkt werden. Das aufbringen von Mulch (kein Rindenmulch) um den Stamm (Wurzelbereich) und die Zugabe von Kompost sowie eine zusätzliche Wasserversorgung ist empfehlenswert. Befallene Triebe sollten sofort abgeschnitten und entsorgt werden (nicht auf den Kompost). Ist der Befall schwach und es sind nur einige Blätter befallen können diese entfernt und ebenfalls entsorgt werden. Ein zu feuchter und schattiger Standort fördert den Befall durch den Pilz. Eine zu dichte Krone sollte ordentlich ausgelichtet werden um eine bessere Luftzirkulation und damit ein schnelles abtrocknen der Pflanzenteile zu erreichen.

Zu Dicht stehende Bäume verhindern eine gute Durchlüftung, so sollten andere Bäume ebenfalls stark ausgelichtet werden, auch wenn diese nicht anfällig gegen den Pilzbefall sind. Das Gießen und Einsprühen des Baumes mit Schachtelhalmbrühe stärkt das Pflanzengewebe und trägt zur besseren Ernährung der Pflanze bei. Schachtelhalmbrühe lässt sich selber herstellen, für Gartenreunde die dafür keine Zeit oder Lust haben bietet der Handel Schachtelhalm Extrakt an, ebenfalls sind Pilzschutzmittel erhältlich.

Echter Mehltau

Auf den Blättern bilden sich mehlartige weiße Flecken, bei starken Befall können diese ineinander übergehen und das gesamte Blatt überziehen. Die Blätter verfärben sich gelb bis braun, welken und vertrocknen. Befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt und entsorgt werden. Das Auslichten der Pflanze sorgt für eine bessere Durchlüftung, ist gießen ervorderlich sollte nur von unten gegossen werden. Die Pflanze kann mit Schachtelhalmbrühe oder Brennnesselsud besprüht werden.

Monilia-Spitzendürre (Monilia-Pilz Monilia laxa)

Erkennbar an dem vorzeitigen welk werden der Blüten sowie dem absterben der neuen Triebspitzen. Der Pilzbefall erfolgt über die Blüten, feuchte Witterungsbedingungen fördern den Befall. Bei Ersten Anzeichen sollten befallene Triebspitzen bzw. Äste mit Blüten sofort abgeschnitten und entsorgt werden (nicht auf den Komposthaufen). Vorbeugend sollte für eine gute Durchlüftung der Pflanze gesorgt werden. Ein regelmäßiges Auslichten wie bei der Kräuselkrankheit sollte durchgeführt werden. Für den Haus- und Kleingarten werden Pflanzenschutzmittel angeboten.

Rote Spinne – Spinnmilben

Die Blattoberseite wird gelblich es entstehen punktförmige Aufhellungen, sie vergilben vollständig und verwelken. Zwischen den Blättern sind feine Gespinste zu erkennen. Spinnmilben sind nicht immer rot, sie können auch gelb-grünlich aussehen. Die Blätter können sich nach oben wölben, klein bleiben und abfallen. Eine zu starke Stickstoffdüngung ist zu vermeiden. Die Spinnen sind schwer zu erkennen, ihre Größe ist ca. 0,3 bis 0,6 mm. Entstehen die Aufhellungen auf der Blattoberseite kann mit einer Lupe oder besser ein Blatt unter ein Mikroskop legen kontrolliert werden, ob es sich um einen Befall handelt. Blattaufhellungen können auch durch Nährstoffmangel oder Überschuss entstehen. Die Beste Bekämpfung ist die Biologische Bekämpfung, ist ein ausgewogenes biologisches Gleichgewicht im Garten vorhanden, braucht man sich in den meisten Fällen keine Gedanken um die Milben machen. Die natürlichen Feinde der Spinnmilben erledigen die Arbeit. Wie die verschiedensten Gallmückenarten, Raubwanzen, Raubmilben, Florfliegen, Marienkäfer und ihre Larven. Spinnmilben sind empfindlich gegen eine hohe Luftfeuchtigkeit, die Pflanzen können mit Wasser besprüht werden. Um die Pflanze widerstandsfähig zu machen können die Pflanzenteile regelmäßig mit Brennnesseljauche und Schachtelhalmbrühe besprüht werden.

Sonstige Krankheiten

Es können noch eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlinge auftreten wie Viren oder Bakterienbefall, Wühlmäuse, sonstige Pilzerkrankungen und andere die am Mandelbaum eher seltener vorkommen. Diese sind identisch wie an anderen Gehölzen, dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen Kirschbaum oder andere Gehölze und Pflanzen handelt. Dann braucht der Gärtner etwas Geduld um diese zu erkennen, unter Schädlinge & Krankheiten bei GartenBob.de sind die häufigsten Symptome beschrieben, man muss sich nur von Baum zu Baum durcharbeiten. Wichtig dabei ist es, den Baum vorher genau zu untersuchen und das vom Stamm bis zu den Blättern um auch alle Erkennungsmerkmale zu haben. Es gibt Erkrankungen die nur an den Blättern zu erkennen sind, andere an den Blättern und dem Stamm und den Ästen.

Standortbedingungen

Ein falscher Standort kann auch zu Schäden führen, Infos dazu bei GartenBob.de unter Pflanzen, Blumen & Sträucher, Mandelbau-Mandelbäumchen-Mandelstrauch.

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