Pastinaken Krankheiten

Die Pastinake auch der Pastinak, war bis ins 18. Jahrhundert einer der Hauptnahrungsmittel der Menschen, wurde aber auch als Viehfutter eingesetzt. Pastinaken sind zweijährig können aber schon im ersten Jahr geerntet werden. Geschmacklich ist die Pastinake ähnlich der Karotte, der Petersilienwurzel und dem Sellerie. Immer mehr zieht die Pastinake in den Gemüsegarten und damit auch in die Küche wieder ein.

Pastinaken Krankheiten

Cercospora Blattflecken

Blattläuse

Es gibt unzählige Arten, davon in Mitteleuropa ca. 850, von Blattläusen. Den Befall erkennt man wenn Blattverkrüppelungen auftreten, sich die Blätter einrollen, die Blätter sich verfärben oder es zu Wachstumshemmungen kommt. Beim untersuchen der Pflanze sieht man die sehr kleinen weißlich grünen bis grün-grauen, auch schwarzen Läuse. Sie treten in großen Kolonien auf. Blattläuse sondern Honigtau ab, diesen erkennt man an seinem weißlichen bis transparenten blasenähnlichen Aussehen. Der Honigtau ist die Grundlage für einen Pilz, erkennbar an der Schwarzfärbung des Taus. Wenn Ameisen an den Pflanzen herumkrabbeln ist dies meisten ein Anzeichen für Blattläuse, da Blattläuse den Honigtau ernten.

Die beste Möglichkeit Blattläuse zu bekämpfen sind natürliche Feinde wie Marienkäfer und deren Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegen und deren Larven, Raubwanzen, Raubkäfer, Laufkäfer, Weichkäfer, Glühwürmchenlarven, Vögel und Spinnen. Dies ist allerdings nur möglich wenn im Garten das natürliche Gleichgewicht herrscht. In diesem Fall treten Blattläuse so minimal auf das der Befall unbedeutend wird und selten bemerkt wird. Wenn man im Garten das natürliche Gleichgewicht herstellen ist die Grundlage, dass genügend verschiedene Biotope im Garten vorhanden sind oder noch einfacher, Gärtner Sie wie BartenBob.de.

Wenn der Garten so ordentlich ist und unnatürlich, dass alle natürlichen Feinde reiß aus nehmen können noch Hausmittel angewandt werden, diese sind nicht so schädlich wie der Einsatz von chemischen Giften.

Hausmittel gegen Blattläuse

Auf einen Liter Wasser 5 – 7 Waschnüsse geben und ca. 1 Woche ziehen lassen, in eine Sprühflasche geben und damit die Pflanze besprühen.

Neembaumblättertee (Apotheke) zubereiten und die Pflanze einsprühen oder gießen.

Schmierseifenlösung (es geht auch Spülmittel) herstellen, ein paar Spritzer Lösung mit einem Liter Wasser vermischen und damit die Pflanze einsprühen.

10 Tropfen Teebaumöl einen Spritzer Spülmittel (löst die Oberflächenspannung des Wassers) auf einen Liter Wasser geben und damit die Pflanze einsprühen.

Zwiebelschalen mit etwas Wasser kurz kochen, durch ein Sieb gießen und mit dem kalten Sud die Pflanze besprühen.

Aus Brennnesselblätter Brennnesseltee herstellen und die Pflanze einsprühen.

Eine Zitrone kleinschneiden und auf ca. 0,5 Liter Wasser geben, 5 minuten köcheln lassen, durchsieben und abkühlen, mit dem Sud die Pflanze einsprühen.

Pflanze mit Kaffee einsprühen. Es muss nicht extra Kaffee gekauft werden, sammeln Sie einfach nach dem Kaffeekochen den Inhalt der Filtertüten, kochen diesen nochmals auf durchfiltern und die Pflanze einsprühen.

Knoblauch zwischen den Pflanzen wachsen lassen.

Nelkenpulver (Gewürz) um die Pflanzen geben etwas feucht halten.

Pflanze mit Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl einsprühen. Dazu ca. 3-4 Esslöffel Öl auf einen Liter Wasser geben, einen Spritzer Spülmittel zugeben und die Pflanze einsprühen.

Pflanze mit Magermilch einsprühen.

Mehltau (echter und falscher)

Erkennbar an einem weiß-hellgrauen schmierigen Belag. Mehltau lässt sich mit Schachtelhalm- oder Brennnesselbrühe bekämpfen. Auf ca. 10 Liter Wasser 1 kg Pflanzen, entweder 24 h einweichen und 2 Stunden köcheln lassen oder mehrere Tage stehen lassen bis sich Schaum bildet dann umrühren, wenn es richtig stinkt mit dem Sud die pflanzen einsprühen.

Die Pflanzen mit Magermilch einsprühen. (Fettarme Milch mit Wasser verdünnen 1:6)

Möhrenfliege

Die schwarz glänzende Fliege hat eine Länge von 4 bis 5 Millimeter, hat einen gelben Kopf mit roten Augen. Fühler und Beine sind gelb die Flügel durchsichtig. Ihre Eier sind ca. 0,5 bis 0,7 mm groß, haben eine weißliche Färbung und sind oval. Die Puppen und Larven überwintern im Boden in einer Tiefe von 5 bis 8 cm. Die Fliegen schlüpfen im Frühjahr und legen wieder ihre Eier in den oberen Erdschichten ab. Nach dem die Larven geschlüpft sind fressen sich die Larven durch die Wurzeln.

Der Befall ist nicht gleich erkennbar, da er an den Wurzelspitzen beginnt. Erkennbar ist der Befall erst wenn die Blätter welk werden, sie verfärben sich gelb – rötlich und sterben bei starken Befall ab. Befallene Pflanzen sollten sofort entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Komost). Ein Schutz gegen die Möhrenfliege ist nur durch Gemüsenetze möglich. Ist ein starker Befall zu verzeichnen sollte drei bis vier Jahre keine Möhre oder Pastinake angebaut werden.

Möhrenschwärze

Auf den Blättern bilden sich dunkelbraune bis schwarze Flecken mit gelben Rändern. Sind die Pflanzen stark befallen schrumpeln die Blätter und sterben ab. Die befallenden Blätter lassen sich leicht abbrechen. Befallende Pflanzen sind sofort zu entfernen. Genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen verhindern das Ausbreiten des Pilzes. Die Sporen überleben mehrere Jahre im Boden, daher ist ein regelmäßiger Fruchtwechsel zu empfehlen. Nach einem extremen Befall sollten drei bis vier Jahre keine Pastinaken und Möhren angebaut werden.

Wühlmäuse

Pastinaken schmecken den Wühlmäuse besonders gut. Optimal ist der Anbau der Pastinaken auf einem Hochbeet, wenn der Boden des Hochbeetes noch mit einem Schutzgitter versehen ist haben die Wühlmäuse kaum eine Chance. Die beste Lösung ist die Schaffung des natürlichen Gleichgewichts im Garten, Schaffung von Biotopen für die natürlichen Feinde der Wühlmaus wie Mauswiesel, Fuchs, Iltis, Marder, Eulen (Nistkästen) und die Katze des Nachbarn sollte auch nicht vom Grundstück vertrieben werden. Wühlmäuse können auch vertrieben werden, mit Brennnessel oder Holunderud die befallenden Stellen kräftig gießen. Weier kann auch Nussbaublättersud, das Einbringen von zerkrümelten Oleanderblätter, Heringsköpfe, Hunde- oder Menschenhaaren sowie Buttermilch verwendet werden.

Wurzelschorf (Bakterium, Streptomyces scabies)

Das Bakterium verursacht Läsionen (Schädigung, Verletzung, Störung der anatomischen Struktur) bei Knollen und Wurzelgemüse. An Wurzeln können braune, korkig-rissige Flecken auftreten, es bildet sich Schorf.

Vorbeugend gegen Wurzelschorf ist eine regelmäßige Fruchtfolge sowie die Gründüngung mit Roggen, Luzerne oder Wicken. Dem Boden sollte im Vorjahr kein Kalk oder andere alkalische Dünger zugeführt werden. Das Hacken des Bodens sollte auf das notwendigste beschränkt werden. Mit dem Beginn des Knollenansatzes kann ausgiebig gegossen werden (Staunässe vermeiden).

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