Perfekte Wärmeregulierung im Wintergarten

Für wen der Garten ein idealer und paradiesischer Rückzugsort ist, der wird im Winter einen adäquaten Ersatz brauchen, um die Stille und Ruhe und vor allem das Grün und das Lebendige um sich herum genießen zu können. Ein Wintergarten bietet einen solchen Ersatz. In einem Wintergarten kann man all die Kübelpflanzen platzieren, die bei extremer Kälte und Frost draußen eingehen würden. Weiter bietet der Wintergarten genügend Platz für Pflanzen, die im Warmen stehen müssen, oder vor allem für den Gebrauch als Wohnungspflanzen gedacht sind. Die Vorteile eines Wintergarten hatten wir bereits im letzten Artikel angesprochen.

Wintergarten Pflanzen Anzucht

In einem Wintergarten lassen sich auch Pflanzen für den Garten vorziehen.

Das ergibt vor allem in der kalten Jahreszeit ein buntes Gemisch an Gewächsen, die ein unterschiedliches Milieu gewohnt sind und darum auf verschiedene Art und Weise gepflegt werden müssen. Um allen Pflanzen und Blumen eine gute Umgebung zu gewährleisten, damit sie sich weiterentwickeln und entfalten können, muss in einem Wintergarten besonders auf eine pflanzengerechte Wärmeregulierung geachtet werden.

Denn wenn die Pflanzen sich wohl fühlen, ist die Oase des Wintergartens gesichert und auch der Besitzer kann sich unbeschwert an diesen Ort der Kontemplation zurückziehen und die Flora, die dort wächst und gedeiht, genießen. Der Winter ist eine Jahreszeit des Rückzugs und des In-sich-Gehens. Auch Pflanzen brauchen eine Pause von Licht und Wärme und können getrost in eine Art Winterschlaf versetzt werden, wie die Tiere.

Wie muss ein idealer Wintergarten temperiert sein?

Der Wintergarten wird oft auch im Winter nicht beheizt. Das bedeutet für viele Pflanzen, dass sie sicher vor Frost und Kälte geschützt werden müssen. Die Kübelpflanzen, die von draußen in den Wintergarten verbracht werden, sind kältere Temperaturen oft gewohnt und es reicht hier, dass sie in einem isolierten und geschützten Raum stehen. Solange kein Frost in den Wintergarten dringt, sind Kübelpflanzen, die sowieso das ganze Jahr über draußen stehen, schon auf der sicheren Seite. Anders sieht es dagegen mit Pflanzen und Blumen aus, die normalerweise im Inneren des Hauses verbleiben. Diese Pflanzen müssen nicht nur vor extremen Frost geschützt werden, sondern auch vor kalten Temperaturen, die oft im Wintergarten per se vorherrschen. Um jeder Pflanze das zu geben, was sie braucht, macht es Sinn, eine Ordnung und eine bestimmte Hierarchie in den Wintergarten zu bringen.

Durch einen Wintergarten kann den Frühling schon viel früher genießen.

Durch einen Wintergarten kann den Frühling schon viel früher genießen.

Die Kübelpflanzen aus dem Garten können demnach sehr nahe an den der Glasfront des Wintergartens stehen, dort bekommen sie genügend Licht, um weiter zu gedeihen, und sie werden auch nicht zu warm, was sie pflegeleicht macht, da sie nicht so häufig bewässert werden müssen. Nicht winterfeste Blumen und Pflanzen dagegen können weiter im Inneren des Raumes abgestellt werden, je mehr Wärme sie brauchen, desto näher sollten sie in die Nähe der warmen Hauswände gerückt werden. Falls Pflanzen besonders viel Licht benötigen, sollten entsprechende Lichtquellen oder UV-Lampen aufgestellt werden. Hier eine Übersicht über Lampen, die geeignet sind, um Pflanzen das überlebensnotwendige UV-Licht zukommen zu lassen:
• Glühlampen oder Halogenlampen: haben einen sehr geringen Wirkungsgrad, da sie zu viel Rotanteil haben und durch eine mögliche Überhitzung sogar schädigend für die Pflanze sein können.
• Pflanzenlampe auf Glühbirnenbasis: sind oft unangemessen teuer und haben denselben Wirkungsgrad wie normale Glühlampen, also keinen oder einen eher schädigenden Effekt.
• Spezielle Pflanzen- Leuchtstofflampen: haben einen geringen Strombedarf und eine geringe Wärmeentwicklung, absorbieren sogenanntes kaltweißes Licht, das dem des Sonnenlichts recht ähnlich ist. Die Lichtfarbe ist aber eher unangenehm, für einen gemütlichen Raum ist sie deswegen ungeeignet.
• Metalldampflampen: senden vor allem gelbes Licht in einem kleinen Umkreis aus, sie haben einen hohen Wirkungsgrad und einen geringen Strombedarf.
Werden all diese Dinge beachtet, können die geliebten Pflanzen im Wintergarten den Winter sehr gut überstehen. Doch was ist mit starkem Sonneneinfall? Auch im Winter kann die Sonne eine massive Kraft entfalten. Knallt die Sonne über Tage auf die Glasfront eines Wintergartens, ist das für die Pflanzen direkt an der Scheibe mit großem Stress verbunden.

Starke Sonneneinstrahlung auf die Pflanzen im Wintergarten

Pflanzen im ungeheizten Wintergarten sind eher pflegeleicht, da sie in der kühlen Umgebung kaum gewässert werden müssen. Doch was passiert, wenn die Pflanzen langanhaltend einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind? Durch die Glasscheiben in einem Wintergarten verstärkt sich der Effekt durch das Sonnenlicht noch einmal, Blattwerk kann geschädigt werden.

Wintergarten Sonneneinstrahlung

Ein Wintergarten kann sich auch im Winter sehr schnell aufheizen.

Doch auch hier gibt es Abhilfe. Zum einen müssen Pflanzen bei einer höheren Sonneneinstrahlung vermehrt gewässert werden. Zum anderen kann eine Jalousie oder ein Lamellenvorhang helfen, der je nach Bedarf den Lichteinfall in den Wintergarten reguliert. Besonders gut geeignet sind hier sogenannte Plissees, die unten an der Fensterleiste angebracht werden und nach oben hin verstellbar sind. So kann man den Grad des Lichteinfalls wunderbar steuern. Käuflich zu erwerben sind Plissees bei OTTO, geschmackvoll und in jeder beliebigen Farbe können sie hier passend zum Ambiente des Wintergartens gewählt werden.

Damit der Ort ein Ort der Ruhe und Erholung bleibt und weiterhin Gemütlichkeit ausstrahlt – ein tolles Zuhause für Pflanze und Mensch. Im Wintergarten können die Pflanzen ihren Winterschlaf halten und ihre Fotosynthese-Tätigkeiten auf ein kleines Maß reduzieren. Sie sind in dieser Jahreszeit besonders pflegeleicht und brauchen kaum Feuchtigkeit. So schlafen sie still und atmen leise und bereiten ein stilles, kleines Idyll für den Wintergartenbesitzer.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi,

    ich persönlich bevorzuge in dieser Richtung ein Isoliertes Gartenhaus, welches ich im Winter als Wintergarten nutze! Ich finde dass es sich wegen der Isolierung nicht so stark aufheizt!

    Grüße

  2. Ist das Gartenhaus isoliert ist das natürlich prima. Noch besser wirds, wenn man auch an diese Fenster Plissee oder Rollos baut. So hat man gleich den doppelten Effekt.

    • Wir stimmen Dir zu. Hängt man Plissee oder Rollos vor die Fenster dringt weniger Wärme nach außen und im Sommer kommt weniger Wärme hinein.

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