Rote Bete, Rote Rüben aus dem eigenen Garten

Rote Bete auch Rote Rübe genannt, hat noch weitere Namen wie Rande, Randig, Ronen, Rahner, Rone, Rohne, Rauna, Rana und Rahna. Sie ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die Rote Bete ist zweijährig, geerntet wird die Knolle im ersten Jahr. Im zweiten Jahr bildet sich ein bis zu 1,5 m hoher Stängel aus, an deren Blüte sich die Samen bilden, die nötige Versorgung mit Nährstoffen erfolgt aus der Rübe, die danach nicht mehr verwertbar ist.

Die Rübe wächst meistens Rund oder birnenförmig und kann bis zu 600 g Gewicht erreichen, bei gutem Standort und Wachstumsbedingungen kann sie auch 1 kg Gewicht erreichen. Am bekanntesten ist die Rote Bete, weniger bekannt ist die Weiße Bete sowie die Gelbe Bete. Der rote Farbstoff kommt von der hohen Konzentration des Glykosids Betanin und wird als Farbstoff (E162) in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Rote Bete zählt zu den gesunden Gemüsesorten, sie hat einen hohen Folsäuregehalt ist reich an Vitamin B, Kalium und Eisen, selbst die Blätter können gekocht verzehrt werden, sie haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen.

Aussaat und Ernte

Rote Bete kann von April bis Juni direkt ins Freiland gesät werden, die Keimung dauert zwischen 10 und 20 Tage bei Temperaturen von 15 – 22 °C. Wer es ganz eilig hat, kann die Bete auch im Gewächshaus vorziehen diese nach den Eisheiligen ins Freiland pflanzen. Stehen die Jungpflanzen zu dicht sollten diese vereinzelt (pikiert, verzogen), in einem Abstand von ca. 30×15 cm, werden.

Aussaat – Tipp

Da das Saatgut sehr groß ist, können die Samen gleich im entsprechenden Abstand ausgelegt werden, so entfällt das mühsame vereinzeln der Pflanzen.

Rote Bete und Rote Rüben aus dem eigenen Garten

Standortbedingungen

Die Bete wächst am besten in lockeren nährstoffreichen Boden, dieser sollte nicht austrocknen, es sollte für eine gleichmäßige Wasserversorgung gesorgt werden. Die Knolle liebt humusreichen Boden und einen vollsonnigen Standort. Frisch gedüngter Boden verträgt die Bete nicht ,daher sollte die Bodenvorbereitung im Spätherbst erfolgen.

Es kann Mist oder Rohkompost eingearbeitet werden. Rote Bete eignet sich für Hügelbeet und Hochbeete. Wenn im Herbst Laub auf die vorgesehene Beetfläche ausgebracht wird, bildet sich bis zum Frühjahr auf Grund der natürlichen Verrottung eine Humusschicht, im Frühjahr ist kaum noch Laub übrig, Restlaub kann abgeharkt und kompostiert werden. Wird trockenes Laub aufgebracht, kann dieses mit einer Höhe von ca. 20 cm aufgefüllt werden, nach dem nächsten Regen verringert sich das Laubvolumen um die Hälfte (beim Aufbringen von Nassen zusammengefallenen Laub reicht eine Füllhöhe von 10 cm).

Rote Bete und Rote Rübe

Zwischendüngung

Bei sandigen humusarmen Böden empfiehlt es sich Zwischendüngungen durchzuführen, auf Kunstdünger sollte verzichtet werden. Günstig ist eine Gründüngung ( Rasenschnitt, Blätter), einfacher geht es mit Brennnesseljauche (Sud). Eine einfache Anleitung für die Herstellung von Brennnesseljauche findet man bei GartenBob.de in der Kategorie Garten Videos unter „BRENNNESSEL SUD HERSTELLEN – VIDEO.

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