Rotkohl im Garten

Rotkohl wird auch als Rotkraut, Blaukraut, Roter Kappes, Rotkabis oder Blaukabis bezeichnet.

Rotkohl aus dem eigenen Garten dürfte vor allem geschmacklich eine Bereicherung der eigenen Küche sein. Das stärkere Aroma entsteht auf der natürlichen Wachstumsweise ohne Zusatz von Düngemitteln die das Wachstum wie bei gekauften Rotkohl beschleunigen. Der eigene Rotkohl wächst langsamer als der Kohl den unsere Industriebauern anbieten. Durch das langsame Wachstum entsteht der natürliche Rotkohlgeschmack. Ein herkömmlicher Garten wird aus Platzgründen zwar nicht den Jahresbedarf einer vierköpfigen Familie abdecken, trägt aber auf Grund seiner natürlichen Wachstumsweise ohne Einsatz von chemischen Mittel zur gesunden Lebensweise bei.

Rotkohl im Garten

Anbau von Rotkohl

Rotkohl bevorzugt mittelschwere bis schwere Böden, diese sollten vor dem Anpflanzen mit Mist und Kompost gedüngt werden. Während der Wachstumsphase sollte nochmals Komposterde als Düngung zugegeben werden, auch das Mulchen mit Grünschnitt fördert das Wachstum. Die Kohlpflanzen benötigen viel Wassern ein regelmäßiges Durchhacken der Reihen ist empfehlenswert, so kann das Wasser schneller in den Boden eindringen. Der Kohl kann Anfang März im Gewächshaus oder Frühbeet ausgesät werden. Nach ca. sechs Wochen können die Pflanzen vereinzelt und ins Beet gepflanzt werden. Früh gesetzte Kohlsorten sind im Juli, spätere Kohlsorten Ende September/Anfang Oktober erntereif.

Frühkohl lässt sich nicht lange lagern und sollte innerhalb von vier bis sechs Wochen verbraucht werden. Späte Kohlsorten sind bis zu drei Monate lagerfähig, vorausgesetzt sie werden kühl, dunkel und luftig gelagert. Wer keine Aussatmöglichkeiten im Gewächshaus oder Frühbett hat kann vorgezogene Pflanzen direkt ins Freiland pflanzen.

Rotkohl

Gehört zu den Kohlgemüsearten und gehört zur Familie der Kreuzblüttler. Er ist reich an Eisen, Mineralstoffen, Zucker sowie Senfölen. Der Kohl hat viele Ballaststoffe, aber wenig Kalorien, ist reich an Ascorbinsäure (Vitamin C) und sollte deshalb nicht zu lange gekocht werden, da sonst die Vitamine zerstört werden. Die Färbung hängt von der Bodenbeschaffenheit ab, da sich die Farbstoffe abhängig vom pH-Wert ändern. Auf alkalischen Boden entsteht eine intensive bläuliche Färbung hingegen auf sauren Boden kommt es zu einer sehr rötlichen Färbung. Rotkohl ist identisch dem Weißkohl, er ist nur fester gewachsen. Die Farbe entsteht durch die wasserlöslichen Farbstoffe Anthocyane diese sind Stoffwechselprodukte der Rotkohlpflanze.

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