Schrebergarten

In den Gründerjahren hatte der kleine Mann ebenfalls Bedarf nach frischen Grün. Dr. Daniel Gottlob Schreber ( 1808-1861 )war der Wegbereiter der Kleingartenbewegung, er legte kleine Gärten in einer Gartenkolonie an.

Die Gartengröße liegt bei ca. 200 bis 600 m² mit einem Gartenhäuschen meistens als Laube bezeichnet. Was in den Gründerjahren für den kleinen Mann geschaffen wurde ist heute eine Rückzugsmöglichkeit für Menschen die kein Einfamilienhaus möchten und lieber im Zentrum der Städte wohnen möchte.

Schrebergärten liegen meistens an den Stadträndern und daher schnell zu erreichen. Viele Gartenkolonien sind in Vereinen organisiert und werden kleingärtnerisch genutzt, was den Vorteil hat, das diese weniger Pacht und Steuern als ein reines Erholungsgrundstück kostet. Natürlich braucht kein Schrebergärtner zum Kleinbauern werden, neben dem Gemüse und Obstanbau können auch Ziersträucher, Blumen angepflanzt werden, eine Rasenfläche und Biotope sollten auch nicht fehlen.

Allerdings hat ein regelrechtes Kleingartensterben eingesetzt, obwohl die Kleingärten zu unserer Kulturlandschaft gehören. Einer der Gründe sind Vorstände die wie kleine Diktatoren auftreten und nur einseitig ihre Interessen durchsetzen.

Ein weiterer Punkt ist das Bundeskleingartengesetz das überhaupt nicht mehr in unsere heutige Zeit passt. Das Bäume in kleinen Gärten nicht zu groß werden dürfen ist richtig, dass aber in unserer modernen Zeit kein Strom oder Wasseranschluss in das Gartenhaus darf gehört ins Antiquariat. Eine Familie die das Wochenende im Garten verbringt schont die Umwelt mehr als wenn diese jedes Wochenende einen Wochenendausflug mit dem Auto macht. Ein paar Kaffeetassen im Garten abgewaschen oder die gelegentliche Dusche verschmutzt die Umwelt nicht so viel wie ein Flug von Hamburg nach München.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Kühne,
    mit meinen über 50 Jahren bin ich jetzt zur stolzen “ Besitzerin “ eines Kleingartens
    geworden. Sie schreiben in Ihrem Eintrag über das eventuell wirklich veraltete System…..es muss auch ohne Strom gehen….u.s.w.. Da bin ich gleich Ihrer Ansicht, aber wie ändert man das denn ? Gibt es da schon so etwas wie eine Bewegung , um diese Bestimmungen zu modernisieren, und wenn ja, wo und wie heißt das dann ?!
    Würde mich interessieren, vor allem, da unsere Anlage direkt neben dem städtischen Umspannwerk liegt, sozusagen der Strom als direkter Nachbar.
    Ich freue mich auf Antwort und verbleibe mit herzlichen Grüßen D.H.

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