Spinnen zur Schädlingsbekämpfung im Gewächshaus

Ein Gewächshaus unterscheidet sich zur Außenwelt lediglich, dass es ein eigenes Mikroklima mit höheren Temperaturen im Gegensatz zur Außenwelt entsprechend der Jahreszeit hat. Dies ermöglicht, ein früheres Heranziehen von Temperaturempfindlichen Pflanzen bzw. bessere Ernteergebnisse empfindlicher Pflanzenarten. Es sollen im Gewächshaus trotz dessen Bauweise im Inneren immer noch natürliche Bedingungen herrschen.

Das Gegenteil ist oft der Fall

Viele Gewächshäuser sind von der Umwelt regelrecht hermetisch abgeschlossen, nur mit Pflanzenschutzmittel lassen sich gute Ernteergebnisse erzielen, oftmals sorgen Krankheiten, Schädlinge und Pilze für ein frühzeitiges aus der Ernte.

Woran liegt es?

In einem Gewächshaus, was steril ist wie ein Operationssaal im Krankenhaus, hat nicht die idealsten Bedingungen für Pflanzen. Durch die Sterilität schafft es ideale Bedingungen für Schädlinge und Krankheiten. Wenn dann auch noch ein Spinnennetz zu finden ist, sehen viele Gärtner rot, es muss so schnell wie möglich entfernt werden. Eine Ameise um „Gottes Willen“, das zeugt von Unsauberkeit, die Chemiekeule muss so schnell wie möglich eingesetzt werden. Kein Unkraut darf zu finden sein und wenn doch, sofort wird Unkrautvernichter eingesetzt.

Die bessere Lösung

Eine ständige direkte Verbindung zur Außenwelt schafft ein besseres Klima im Gewächshaus. Auf keinen Fall sollte die Chemiekeule eingesetzt werden, Düngen kann man mit Komposterde und die Schädlingsbekämpfung übernehmen die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge. Über ein Spinnennetz müsste sich jeder Gewächshausbesitzer freuen, da die Spinnen ein Teil der Schädlingsbekämpfung übernehmen.

Spinnen zur Schädlingsbekämpfung

Bei einem Spinnennetz denken die meisten Menschen nur an gefangene Fliegen und andere sofort sichtbare Tiere. Neben den mit dem Auge sofort erkennbaren Tieren, gibt es eine Vielzahl von Tieren, die erst mit dem zweiter oder Dritten Blick erkennbar sind. Eine Vielzahl von Raubspinnen haben kein Netz, jagen ihre Beute. Sieht man eine kleine Raubspinne, sollte man sich vorstellen, wie klein ihre Nahrung ist, mit dem Auge kaum sichtbar. Es gibt genügend weitere natürliche Feinde gegen Schädlinge, man muss ihnen nur Zugang zum Gewächshaus gewähren. Wer glaubt, mit einem hermetisch abgeriegelten Gewächshaus seine Pflanzen vor Pilzbefall und anderen Krankheitserregern zu schützen, ist im Irrtum.

Spinnen Gewächshaus

Es gibt eine Ausnahme: Das Gewächshaus wird durch eine Schleuse betreten, die Kleidung gewechselt und der Körper desinfiziert. Pilzsporen übertragen sich durch Kleidung, fliegen durch die Luft und haften an den Arbeitsgeräten. Auch beim Auftreten von Wildkräutern muss nicht zur Chemiekeule gegriffen werden, diese können regelmäßig mit der Hand herausgezogen werden.

Tipp: Es gibt in unseren Breiten keine tödlichen Spinnen oder andere Insekten und wenn mal eine Kreuzspinne „zubeißt“, gibt es höchsten einen Pickel und ein Jucken wie bei einem Mückenstich.

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