Tomaten Krankheiten

Wer Tomaten selber anbaut wird wissen, dass diese von gekauften Tomaten in Geschmack und dann noch ohne mit Pestiziden und Herbiziden versehen nicht zu toppen sind.

Da Tomaten in unseren Gefilden normalerweise nicht beheimatet sind sondern aus südlichen Regionen stammen, sind sie trotz resistenter Züchtungen sehr anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten.

Bei Schaffung von optimalen Bedingungen und einem natürlichen Gleichgewicht lassen sich die Pflanzen gesund erhalten und müssen auch nicht beim ersten Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall entfernt werden.

rote Tomaten

Aufgeplatzte Früchte

Die Früchte der Pflanze können längs sowie ringförmig aufplatzen, wobei die Ränder der Risse verhärtet sein können. Durch eine hohe Sonneneinstrahlung und einer unregelmäßigen Wasserversorgung platzen die Tomaten. Regen nach längerer Hitze sowie das Übergießen der Früchte führt ebenfalls zum aufplatzen. Ein Schutz bietet eine Überdachung und das Gießen der Tomaten nur im Wurzelbereich.

Aufhällen zwischen den Blattadern (Blätter färben sich braun und trocknen)

Zu niedrige Temperaturen verursachen Kälteschäden. Die Jungpflanzen sollten erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Im Gewächshaus sollten bei Kältegefahr die Lüftungen geschlossen werden. Bei Gefahr das Temperaturen unter 5° C auftreten sollten vor allem Jungpflanzen abgedeckt werden, es kann ausreichen Freilandtomaten mit Folietüten oder größeren Töpfen abzudecken.

Bakterienfäule bei Tomaten

Durch Bakterien entstehen Erweichungen und Fäulnis am Pflanzengewebe.

Um welche Bakterien es sich handelt lässt sich nur im Labor feststellen, was im Hobbybereich wohl nicht in Erwägung gezogen wird. Befallene Pflanzen sollten sofort entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Komposthaufen).

Blattfleckenkrankheit

Es entstehen braune ringförmige Flecken auf den Blättern, zu hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 18 bis 25° C wirken sich positiv auf die Krankheit aus. Eine gute Durchlüftung, entfernen der befallenen Pflanzenteile, die Zugabe von Gesteinsmehl sowie eine Behandlung mit Magermilch oder Schachtelhalmbrühe reduziert die Blattfleckenkrankheit.

Blattläuse an Tomaten

Sie befallen selten Tomaten, da wenn die Pflanzen unter natürlichen Bedingungen wachsen die natürlichen Feinde das Problem mit den Blattläusen erledigen. Blattläuse bevorzugen überdüngte oder Pflanzen die an Mangelerscheinungen leiden vor allen in Glas- und Foliehäusern.

Bei Blattlausbefall entstehen Blattblasen, Blattverkrüppelungen, die Blätter können einrollen, es kann zu Gelbfleckigkeit, Krümmung der Triebspitzen und Wachstumshemmungen kommen. Durch die Läuse wird Honigtau ausgeschieden auf dem sich Rußtaupilz bildet, dies führt zu schwarzen Verfärbungen was das Wachstum der Pflanze erschwert.

Vorbeugend wirken sich Ackerschachtelhalm- und Brennnesselsud zur Stärkung der Pflanze aus.

Bekämpfen kann man die Blattläuse mit dem Einsatz von Nützlingen wie Blattlausfliege, Florfliegen, Laufkäfer, Marienkäfer, Raubkäfer, Schlupfwespen oder Schwebfliegenlarven.

Im Freiland sorgen Vögel wie Grasmücke, Rotschwänze, Laubsänger und Meisen für die zusätzliche Bekämpfung der Läuse.

Es können auch Tagetes oder Ringelblumen zwischen die Tomatenpflanzen wachsen.

Blattrollen (siehe Löffelblättrigkeit)

Blütenendfäule (Kalziummangel)

Erkennbar ist die Blütenendfäule das die jüngeren Blätter verformt, deformiert, kleiner und dunkelgrün sind. Ältere Blätter haben Flecken. An den Früchten ist der Schaden am größten es zeigen sich wässrige Flecken an den Blütenansätzen. Die Flecken werden größer und verfärben sich braun bis schwarz, sind verhärtet und eingesunken.

Ein hoher Anteil an Kalium, Magnesium, Natrium und Ammonium erschwert bei starker Schwankung der Wasserversorgung die Aufnahme von Kalzium.

Sollte die Blütenendfäule auftreten kann kohlensaurer Kalk zugegeben werden, wichtig ist ein gleichmäßige Nährstoff- und Wasserversorgung.

Braunfleckenkrankheit (siehe Samtfleckenkrankheit)

Braunfäule (Pilz)

Erste Anzeichen des Befalls erkennt man an den Früchten, sie bekommen braune Flecken die einsinken und hart sind.

Auf den Blättern entstehen grüne-graue Flecken die sich bis schwarz färben können die ineinanderfließen, ein grauer Pilzbelag bildet sich auf der Blattunterseite. Ist die Pflanze befallen breitet sich der Pilz sehr schnell aus und die befallenen Blätter sterben ab.

Befallene Früchte sind nicht mehr genießbar.

Die Pflanzen sollten genügend durchlüftet stehen, im Gewächshaus gut und regelmäßig Lüften regelmäßig ausgeizen und bei zuviel Blattwuchs diesen entfernen. Frei stehende Tomaten sollten nicht durch andere Pflanzen behindert werden, überflüssiger Blattwuchs entfernen die Pflanze nimmt dadurch keinen Schaden. Der Befall tritt bei sehr warmen und feuchten Wetter auf (außer Tau). Ein Überdachung von Freilandtomaten ist ratsam. Der Pilz braucht für eine optimale Entwicklung Temperaturen um die 20° C, im Gewächshaus für höhere Temperaturen sorgen, nur Tags wenn es warm ist Lüften. Freilandtomaten können mit Tüten abgedeckt werden auf eine gute Luftzirkulation muss geachtet werden.

Die Pflanzen nur unten gießen und dabei Spritzwasser vermeiden. Günstig ist den Boden zu mulchen (kein Rindenmulch) – Tomaten sollten nicht in der Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden. Befallende Pflanzenteile und Früchte sofort entfernen und Entsorgen (nicht auf dem Komposthaufen. Die Anbaufläche sollte nach dem Befall gewechselt werden, wobei eine Stickstoffüberdüngung zu vermeiden ist.

Felcken an Tomaten

Clavibacter michiganensis ssp. Michiganensis (Bakterium)

Es entstehen 2 bis 4 mm verkorkte Flecken auf den Früchten, die am Anfang einen dunklen Fleck mit einer hellen Umrandung haben. Die Flecken sinken ein und verkorken, im Inneren bilden sich braune und hohle Stellen. Die Flecken können sich auch auf den Stielen der Früchte und Blättern bilden. Das Bakterium kann über das Saatgut verbreitet werden und auf den Pflanzflächen bis zum nachfolgenden Jahr überdauern. Der Erreger führt zum welken der Pflanze die später abstirbt.

Die Pflanzen sollten nur von unten gegossen werden und für eine gute Belüftung gesorgt werden. Befallene Früchte und Pflanzen entsorgen sowie kein Saatgut von den Pflanzen weiter benutzen.

Didymella-Stängelfäule (siehe Tomatenstängelfäule)

Dürrfleckenkrankheit (Pilz)

Es entstehen runde, braune oder graubraune Flecken auf den unteren Blättern die von Blattadern begrenzt werden. Der Befall zieht sich später bis auf die oberen Blätter. Bei starken Befall sterben die Blätter ab. Am Stängel treten die Flecken in länglicher Form auf.

Im Kelchbereich beginnen die Früchte an zu faulen und sind weich.

Übertragen wird der Pilz durch Wind und überdauert im Boden oder an Holzstäben an denen die Tomaten gebunden werden. Ebenfalls kann die Krankheit von Kartoffeln übertragen werden.

Um die Krankheit zu vermeiden sollten Tomaten nicht in der Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden und trocken stehen. Nach der Pflanzensaison sollten die Holzstäbe gereinigt werden. Weitere Maßnahmen wie bei der Braunfäule durchführen.

Echter Mehltau (Pilz)

Auf der Pflanze bilden sich mehlartige, weiße Flecken die bei starken Befall ineinander übergehen, sie können das gesamte Blatt überziehen. Die Blätter werden gelb bis braun, welken und vertrocknen, die Früchte werden nicht befallen.

Befallene Pflanzenteile sofort entfernen und entsorgen, die Pflanze nur von unten gießen.

Die Pflanze kann mit Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche besprüht werden.

Allerdings sollte eine Woche vor der Ernte nicht mehr gesprüht werden um den Geschmack der Früchte nicht zu verändern.

Eisenmangel bei Tomaten

Enthält der Boden zuviel Kalk ist das vorhandene Eisen im Boden für die Pflanze nicht verwertbar. Die Blätter verfärben sich gelb, die Blattadern bleiben grün.

Eisenüberschuss

Durch den Überschuss kann Mangan nicht mehr durch die Pflanze aufgenommen werden.

Frucht- und Stängelfäule (Pilz)

Das äußere Gewebe der Pflanze am Stängel kurz über der Erde, verfärbt sich schwarz und kann bei größeren Pflanzen einsinken. Nimmt der Befall zu werden die Blätter gelb und beginnen zu welken. Auf den Tomaten bilden sich schwarze eingesunkene Flecken. Bei Wärme und vor allem feuchten Wetter werden die Sporen freigesetzt,diese werden vom Wind und Regen übertragen dabei werden neue Pflanzen befallen. Der Pilz wird über Wunden, Scheuerstellen durch Schnüre oder Stäbe sowie den Fruchtstielansatz auf die Pflanze übertragen.

Vorbeugend gegen die Frucht- und Stängelfäule ist ein regelmäßiger Fruchtwechsel. Für gute Durchlüftung sorgen.

Nach dem Auftreten des Pilzbefalls müssen alle Pflanzenteile entsorgt werden (nicht auf dem Komposthaufen). Von befallenen Pflanzen sollte kein Saatgut verwendet werden, die Pflanzstäbe reinigen und neue Schnüre verwenden.

Grauschimmel (Pilz)

An der gesamten Pflanze entstehen graugrüne Flecken auf denen sich später ein grauer Sporenrasen bildet. Bei starken Befall kann die Pflanze absterben.

Der Pilz wird durch Zugluft übertragen und überdauert im Boden, ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch besteht eine hohe Gefahr von Grauschimmelbefall.

Befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt und entsorgt werden (nicht auf dem Komposthaufen).

Für gute Durchlüftung, siehe Braunfäule, sollte gesorgt werden.

Tritt der Grauschimmelbefall ständig auf sollte das Gewächshaus gereinigt werden.

Informationen dazu finden Sie bei GartenBob.de unter Schädlinge und Krankheiten.

Grün- oder Gelbkragen

Beim reifen der Früchte werden diese am Stiel nicht richtig rot, die Frucht bleibt am Stielansatz grün oder gelb, in diesem Bereich bleibt das Fruchtfleisch hart. Bei zu großer Sonneneinstrahlung und Hitze kann es zu dieser Erscheinung kommen. Wobei es vor allem die äußeren Früchte betroffen sind. Ein zu hoher Stickstoffgehalt und zu starkes Ausgeizen wirkt sich fördernd auf den Grün- oder Gelbkragen.

Die Pflanzen sollten bei extremer Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt werden, bei kleineren Anpflanzungen kann ein Sonnenschirm ausreichen. Ein Gewächshaus kann mit Schilfmatten abgedeckt werden. Wirkungsvoll ist auch das Einhängen von weißen Stoffbahnen (alten Bettlaken). Bevor unnötig mit Stickstoff gedüngt wird sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden.

Kalimangel bei Tomaten

Die Blätter werden an den Rändern braun und sterben ab. Es entsteht Wassermangel bei den Pflanzen, an den Früchten können Risse und Platzwunden entstehen.

Kaliüberschuss

Durch die Überdüngung kommt es zu Wuchshemmungen, die Aufnahme von Kalzium und Magnesium wird eingeschränkt.

Kalziummangel

Der Kalkmangel verursacht Blattspitzendürre die Blätter werden gelb. Durch Verringerung des Wurzelwachstum wird die Blütenendfäule begünstigt.

Kalziumüberdüngung

Durch den Überschuss wird die Grünkragigkeit begünstigt die Pflanze wächst schlecht.

Korkwurzelkrankheit (Pilz)

Der Pilzbefall tritt bei enger Fruchtfolge und schweren Böden auf. Da der Befall an den Wurzeln auftritt ist er oberirdisch nicht rechtzeitig festzustellen, die Blätter welken bei starker Hitze und Trockenheit und bleiben klein. Durch das langsame Wachstum sind die Ernteerträge gering. Nach der Ernte und dem herausnehmen der Wurzel lassen sich verbräunte mit Korkleisten versehende und abgestorbene Wurzeln erkennen.

Der kann mehrere Jahre im Boden überdauern, er wird über erkrankte Pflanzen und Erde übertragen sowie über Wind und Regen verbreitet.

Eine regelmäßige Fruchtfolge und robuste Pflanzen verringern das Befallsrisiko. Sind Pflanzen erkrankt sollten diese samt Wurzel entfernt und entsorgt werden (nicht auf den Komposthaufen). Nach der Ernte das Beet tief umgraben und alle Pflanzenteile entfernen.

Krautfäule (siehe Braunfäule)

Krautwelke (siehe Tomatenwelke)

Kälteschäden (siehe Aufhellen der Blattadern)

Tomaten im Gewächshaus

Tomaten im Gewächshaus

Kupfermangel

Die Blattspitzen rollen sich ein, die Blätter vergilben und sterben ab. Ein Überschuss an Phosphat erschwert die Aufnahme von Kupfer.

Kupferüberschuss

Durch den Überschuss wird die Aufnahmefähigkeit der Pflanze für Eisen vermindert.

Löffelblättrigkeit (Blattrollen)

Die Blätter rollen sich von unten nach oben löffelartig ein. Ein zu hoher Nährstoffgehalt, zu starke Trockenheit oder ein zu starkes Ausgeizen führt zur Löffelblättrigkeit.

Temperaturen ab 25° C wirken sich fördernd auf die Löffelblättrigkeit aus, für ausreichende Belüftung sollte gesorgt werden. Die Löffelblättrigkeit wirkt sich nicht auf den Ertrag aus.

Magnesiummangel

Erste Anzeichen sind sich gelb verfärbende Blätter im unteren bis mittleren Bereich wobei die Hauptadern grün bleiben. Im weiteren verfärben sich die Blätter braun und trocknen ab. Vor allen kann Magnesiummangel auf sandigen und sauren Böden auftreten. Weiter kann ein zu hoher Stickstoff- und Kalianteil die Magnesiumaufnahme der Pflanze verhindern.

Eine ausgewogene Nährstoffzufuhr kann Abhilfe schaffen, sind keine weiteren Schäden zu erkennen kann eine Bodenanalyse Aufschluss über fehlende Nährstoffe geben. Eine unkontrollierte Düngerzugabe ist nicht zu empfehlen, Bittersalz und die Erhöhung des pH-Wertes durch dolomitische Kalke kann Abhilfe schaffen.

Magnesiumüberschuss

Durch den Überschuss kommt es zu einen Mangel an anderen Nährstoffen.

Manganmangel

Die Triebspitzen sterben ab und die Blätter verfärben sich. In alkalischen humusreichen und trockenen kalkreichen Boden kann Manganmangel auftreten.

Manganüberschuss

Die Blätter bekommen an den Rändern Flecken die Blätter trocknen ab und rollen sich ein.

Nasen bilden sich an den Früchten

Die Nasenbildung an den Früchten wird weder von Schädlingen oder Krankheitserreger verursacht. Die Nasen mindern die Qualität der Früchte nicht, eine Bekämpfung ist nicht möglich sie sind genetisch bedingt.

Phosphormangel

Die Blätter verfärben sich rötlich oder braun-violett, durch den Mangel ist die Wurzelbildung schlecht es bilden sich geringe Fruchtansätze. Bei humusarmen, stark sauren und alkalischen Böden nicht genügend verwertbarer Phosphor vorhanden.

Phosphorüberschuss

Ist der Boden mit Phosphor überdüngt entstehen Stoffwechselstörungen, die Pflanzen können Spurenelemente wie Eisen und Kupfer nicht aufnehmen, Wachstumsstörungen sind die Folge.

Samtfleckenkrankheit (Pilz)

Die Krankheit kommt nur in Gewächshäusern vor, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und zuviel Wärme begünstigt den Pilzbefall. Es bilden sich auf der Oberseite der Blätter gelbe Flecken auf der Unterseite sind diese Stellen grünbraun und mit einen samtähnlichen Überzug versehen. Die Pilzbefall breitet sich sehr schnell auf den Pflanzen aus wobei die Blätter vertrocknen alle anderen Pflanzenteile werden nicht befallen. Im Boden und am Gewächshaus oder Frühbeet überwintern die Sporen wobei diese gegen Kälte und Trockenheit resistent sind. Um den Befall zuverhindern sollte wie bei der Braun- bzw. Kratfäule vorgegangen werden.

Bekämpfen kann man den Pilz indem nur an sonnigen Tagen am Morgen gegossen wird. Das Gewächshaus sollte regelmäßig stark gelüftet werden. Beim gießen soll nur der Wurzelbereich gegossen werden, die Blätter der Pflanze sollten trocken bleiben. Die unteren Triebe der Pflanzen sollten entfernt werden, dadurch wird eine bessere Luftzirkulierung erreicht. Der Handel bietet Sorten an die weitgehend resistent gegen die Samtfleckenkrankheit sind. Bei extremen Befall kann auf Pilzfrei zurückgegriffen werden.

Sonnenbrand an Tomaten

Auf der Frucht entstehen auf der Sonne zugewandten Seite eingesunkene helle Flecken. Es sind zu viele Blätter entfernt wurden, ein Schutz der Pflanzen ist zu empfehlen.

Stickstoffmangel

Die Blätter verfärben sich gelblich bis zu rot-lila, die Blattspitzen werden braun und die Pflanze wächst kümmerlich.

Stickstoffüberschuss

Die Pflanze schießen ins Blatt wobei die Blüte und Fruchtbildung leidet. Durch einen zu hohen Stickstoffanteil werden Zellen der Pflanzen schwammig und weich, die Pflanze wird anfälliger gegen Schädlings- und Krankheitsbefall, Bei sehr starker Überdüngung kann es zu Verbrennungen an den Pflanzen kommen.

Sind Überdüngungserscheinungen festzustellen kann mit Stroh gemulcht werden, Stroh zieht Stickstoff an.

Tabakmosaik Virus

Die Blätter bekommen eine mosaikartige Musterung, die Blüten werden abgeworfen. Die Verfärbungen an den Pflanzen sind bronzeartig, an den Früchten bilden sich am Stielende unter der Schale braune Flecken. Bei jungen Früchten haben die Flecken ein bronzefarbenes Aussehen. Im Inneren der Früchte sind braune korkige Bereiche zu sehen.

Beim Auftreten des Pilzes sollte die Pflanze sofort entfernt und entsorgt werden (nicht auf den Komposthaufen). Um die Verbreitung des Virus zu vermeiden sollte benutztes Werkzeug und die Hände mit Seifenwasser abgewaschen werden bevor andere Pflanzen berührt bzw. ausgegeizt werden.

Im Folgejahr sollte der Standort gewechselt werden, als Vorbeugemaßnahme können die Pflanzen mit Magermilch (1 Teil Magermilch auf 2 Teile Wasser) oder Zwiebelschalentee gespritzt werden.

Tomatenstängelfäule (Schlauchpilz)

Befall tritt hauptsächlich bei Freilandpflanzung auf und kann die gesamte Pflanze befallen. Der Pilz ist erkennbar vom Wurzelbereich aufwärts beginnend am Stiel wo braune bis dunkelbraune Schädigungen auftreten. Das Pflanzengewebe sinkt ein, es bilden sich schwarze Punkte. Wird der Stängel stark befallen wird der Saftstrom unterbrochen die Pflanze stirbt ab, der Stängel wird weich es bildet sich ein rosa Gewebe und die wässrige Sporenflüssigkeit läuft aus. Bei leichten Befall wird die Pflanze welk und die Früchte kommen zur Notreife. Früchte sowie Blätter können ebenfalls befallen werden, der Fruchtbefall tritt meistens nur im Freiland auf.

Um den Befall zu vermeiden sollten die Pflanzen nur im Wurzelbereich gegossen werden. Hohe Temperaturschwankungen und zu hohe Luftfeuchtigkeit sollte vermieden werden. Nach auftreten des Pilzbefalls sollten zwei Jahre keine Tomaten auf der Fläche angebaut werden.

Tomatenwelke (Krautwelke)

Die Tomatenwelke wird durch ein Bakterium verursacht das über Verletzungen (Ausgeizen oder Scheuerstellen) an die Pflanze gerät. Erkennbar ist der Befall durch braune Längsstreifen am Stängel, befallene Blätter rollen sich ein. Befallene Stellen sollten zurückgeschnitten und stark befallene Pflanzen entsorgt werden.

Umfallkrankheit (Pilzbefall)

Der Befall kommt durch mehrere Pilze (Pilz-Mischinfektion) die in den Zellen leben. An den Keimlingen sind dunkle Verengungen über der Erde zu sehen, dadurch haben die Keimling keinen halt und fallen um. Ursache für die Umfallkrankheit ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, saure Böden eine zu hohe Bodenverdichtung sowie Staunässe.

Die Anzuchterde sollte mit Sand und Steinmehl gemischt werden. Ein rechtzeitiges pikieren sollte durchgeführt werden, vor dem verpflanzen sollten die Pflanzen mit Schachtelhalmbrühe gegossen werden. Die Anzuchtbehälter und Saatbeete sollten nur feucht und nicht nass gehalten werden dabei sollte das Gießwasser nicht zu kalt sein. Zum gießen eignet sich abgestandenes Regenwasser. Ist kein Regenwasser vorhanden kann das Frischwasser in einer Gießkanne oder Eimer im Gewächs- oder Gerätehaus mindestens einen Tag bzw. über Nacht stehen. Im Gewächshaus und Frühbett regelmäßig lüften.

Weiße Fliege an Tomaten

Sie werden auch Mottenschildläuse genannt und Treten bei Tomaten vor allem im Gewächshaus auf. Die Fliegen (Größe ca. 2mm) sitzen meistens an der Blattunterseite und fliegen bei Störungen schwarmweise auf. Auf den Blättern und Früchten bildet sich ein klebriger Belag auf den sich später Rußtaupilze ansiedeln.

Bei starken Befall können die Blätter vergilben und mit der Zeit abtrocknen. Es sollte für eine gute Durchlüftung, geringe Wärme und Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Weißen Fliege, es können auch Gelbtafeln aufgehängt werden an denen die Fliegen kleben bleiben.

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Ich bin Roland Kühne der Autor von GartenBob.de. Hier finden Sie viele nützliche und interessante Gartentipps. Sie finden mich auch auf Google+

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo GartenBob,
    ich möchte gern ein paar Bilder von meinen Paprika bzw. Tomatenpflanzen zusenden.
    Der Paprika hat sich nach der Freilandpflanzung eingerollt und fängt weder an zu wachsen oder zu blühen.
    Ähnlich haben sich die Tomatenpflanzen eingerollt und bilden kaum neue Blütenansätze.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Künzel

  2. Bei meinen Tomatenflanzen werden die Blätter dunkelgrün und auf den Blättern sind weiße vermutlich Eier in großen mengen.Was kann ich tun?
    Danke im voraus Dieter Deicke

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