Totholzhaufen als Sichtschutz

Einen Totholzhaufen als Sichtschutz zu bauen macht nicht viel Arbeit und wenn man ein wenig Geduld hat, kostet er keinen Cent. Die Geduld wird für die Materialbeschaffung benötigt, zumindest wenn nicht gerade in der Nachbarschaft ein Baum gefällt wird. Einfach in den Wald fahren und den Kofferraum vollladen ist auch verboten. In der Regel kommt niemand ohne Baumpflege aus und wer mit offenen Augen durch die Gegend fährt, dürfte die Schilder am Straßenrand, Achtung Baumpflege, nicht übersehen. Einfach anhalten und Fragen, ob man sich ein paar Hölzer einladen kann. Große Ansprüche braucht man dabei nicht zu stellen, die Hölzer müssen nicht die selbe Länge oder Stärke haben. Besser für die Nutzung des Totholzhaufen als Biotop sind Hölzer die schon einigen Witterungserscheinungen ausgesetzt waren.

Der Bau

Wie auf dem Bild zu sehen, wurde ein Baum und ein Strauch mit stabilen Stamm als Seitenstützen genutzt. Nicht überall sind solche günstigen Bedingungen vorhanden. Auf dem nächsten Schrottplatz findet man garantiert stabile Eisenrohre, diese ersetzen dann die Bäume. Die Stämmen können ebenfalls als Stützen kreuzweise aufgestapelt werden. Wer sich die Mühe mit Stützen nicht machen will, braucht nur die untersten Außenhölzer gegen wegrollen sichern, alle weiteren Stämme werden in Form von Treppenstufen gestapelt. Was Länge und Breite betrifft sind dem Gärtner keine Grenzen gesetzt, allerdings bei der Höhe sollte man zwischen 1,30 und 1,80 Meter aufhören, oder es müssen zusätzliche Kippsicherungen montiert werden. Denken sollte man an die letzten Waldspaziergänge, im Forst wird das freiliegende Holz auch nicht viel höher gelagert. Wird eine Länge über zwei Meter gewählt sollten Zwischenstützen für zusätzlichen Halt sorgen.

Totholzhaufen SichtschutzVorsicht ! Sind Kinder im Haushalt oder Gäste mit Kindern im Garten wird solch ein Holzstapel zum Abenteuerspielplatz. Gerade wenn es Kinder sind, die sich sonst nicht dreckig machen dürfen und außer asphaltierte oder zubetonierte Spazierwege nichts anderes kennen.

Das Biotop verfeinern

Da in den meisten Fällen frisches Holz verwendet wird, wobei die Feuchtigkeit keine Rolle spielt, kann es Jahre dauert bis dieses ein wirklich echtes Biotop wird. Abgesehen es verirren sich ein paar Spinnen und Käfer in die beim stapeln entstandenen Lücken. Um den Vorgang zu beschleunigen können mit einer Bohrmaschine mit verschiedensten Bohrergrößen Löcher in das Holz gebohrt werden. Abstände und Tiefe muss man dabei nicht so genau nehmen.

Ein Dach benötigt der Holzstapel nicht und das Holz mit Holzschutzmittel zu versehen, wäre das „AUS“ für ein vernünftiges Biotop. Der Holzstapel auf dem Bild wurde so nah an die dahinter gepflanzten Gehölze gesetzt, dass er als Stütze für ausladenden Äste dient die dadurch nach oben wachsen können und damit den Sichtschutz verbessern. Der vorhandene Holzstapel wird in Zukunft Stück für Stück an Höhe zunehmen.

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