Warum naturfeindlich ?

Fast alle wollen nur noch Bio- und Ökoprodukte, alles soll umweltbewusst produziert und gestaltet werden. Öko und Bio sind nur eine Entschuldigung für unsere zivilisierte Lebensweise, wohl keiner möchte zurück in die Steinzeit.

Schon mit dem 1. Lagerfeuer setzte die Umweltverschmutzung ein, weiter ging es mit Holzlöffel und so weiter. So richtig zur Sache ging es im Altertum, irgendwo im 1400 v. Chr. gestalteten die ersten ägyptischen Würdenträger aufgeräumte Gärten, man spricht von hoher Gartenkultur wenn alles symmetrisch gestaltet ist.

Weiter ging es mit den Babyloniern die die ersten Parkanlagen anlegten. “ Die Hängenden Gärten der Semiramis “ wurden ca. 600 v. Chr. angelegt. In Griechenland 800 v. Chr.- 150 n. Chr. waren die Städte zu eng um Gärten anzulegen dafür wurden Haine angelegt hier fand man Platz um sportliche Aktivitäten durchzuführen oder zu philosophieren.

Im alten Rom 400 v. Chr. – 400 n. Chr. gehörte der Garten zum Haus reicher Patrizier. Das Mittelalter 400 – 1500 n. Chr. bot wenig Möglichkeiten für Gärten hinter hohen Burgmauern war kaum Platz. In Klostergärten gab es genügend Platz um Beete mit Kräutern und Gemüse anzulegen. Die Mönche mit ihren Kenntnissen im Gartenbau führten den Gartenbau wissenschaftlich durch und wurden zum Vorreiter der Gartenkultur.

In der Neuzeit Renaissance 1420 -1500 und der Barock 1600 – 1750 wurde der Garten und die Parks so richtig aufgeräumt, gerade Wege und streng symmetrische Ordnung gehörte genau dazu wie beschnittene Hecken Wasserbecken und kurz geschnittener Rasen. Wildpflanzen wurde wurden genau so bekämpft wie heute, nur gab es noch keine Unkrautvernichtungsmittel.

Der englische Landschaftsgarten um 1720 gab den naturnahen Garten wieder eine Chance. Es wurde in den Gärten die Natur nachgebildet, Seen und Baum- und Strauchgruppen traten an die Stelle von exakt geschnittenen Hecken und Wasserbecken.

Allerdings sind heute noch so viele Gärten so aufgeräumt, dass diese in die Renaissance- und Barockzeit passen, allerdings nicht so groß. Selbst das kleinste Gänseblümchen oder Löwenzahn hat nichts auf dem Rasen zu suchen, einen Garten absolut von Wildpflanzen ob auf Wegen, der Garageneinfahrt, dem Rasen oder die Gemüsebeete frei zu halten ist ohne Unkrautvernichtungsmittel kaum möglich.

Woher kommt der Hass auf die Natur im eigenen Garten? Ist der normale Gärtner nur über 3000 Jahre naturfeindlich erzogen, den Rest erledigen das Elternhaus, die Schule und Kommunen. Das Wege und Plätze unkrautfrei gehalten werden ist auf Grund der Rutschgefahr verständlich, aber muss ein Stadtpark so kurz gemäht werden, dass der Rasen gleich beim ersten Sonnenstrahl vertrocknet, es ist nur eine Einstellungsfrage wie kurz ein Rasen sein soll, wenn aber die Stadtgärtner nicht wissen das eine normale Rasenfläche nicht unter 4 cm geschnitten werden soll.

Wäre es möglich in Grünanlagen, Hausgärten und Schrebergärten wenigsten 1/3 der Fläche kontrolliert der Natur zu überlassen würde dies ein großer Schritt für unsere stark belasteter Natur sein. Solche im Zentrum der kurz geschorenen Rasenflächen entstehende oder wie wäre es mit einer Ecke Biotope kosten nicht viel, auf alle Fälle weniger als diese ständig mit frischen Blumen der Saison zu bepflanzen.

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