Was kann man gegen Überdüngung tun ?

Nicht düngen!

GartenBob-Tipp:

Düngen Sie nur wenn Sie wissen welche Nährstoffe den Pflanzen fehlen! Gehören Sie nicht zu den hochkarätigen unwissenden Gärtnern, die nur aus dem Glauben heraus sie müssen Düngen, düngen. Wenn Sie bisher zu den Gärtnern gehört haben die der Meinung waren, Sie müssen regelmäßig Düngen, dann ändern Sie ab heute Ihr Verhalten und Düngen nur noch wenn Sie wissen was den Pflanzen fehlt. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.

Ist der Gartenboden erst einmal überdüngt, muss was wissen, womit wurde er überdüngt. Ohne Bodenprobe lässt sich nicht feststellen welche Nährstoffe zu viel im Boden sind. Im Boden befinden sich eine Vielzahl von Nährstoffen wie Nitrat, Phosphat, Kalium und noch viele mehr. Die meisten Pflanzen haben Wachstumsprobleme weil sie einfach nicht am richtigen Standort stehen. Eine Bananenstaude in den Alpen wächst genau so wenig, wie ein Apfelbaum im tropischen Regenwald.

Sie haben zu viel gedüngt ? Da Sie selbst den Dünger auf oder an die Pflanzen gegeben haben, wissen Sie welche Düngersorte verwendet wurde. Auf der Düngemittelverpackung können Sie die Inhaltsstoffe nachlesen erst danach können Sie Gegenmaßnahmen durchführen.

Da Sie aber aus dem Garten kein Chemielabor machen wollen denken Sie nicht mehr über die Überdüngung nach, hat sich der Dünger im Boden aufgelöst ist es nicht mehr möglich ihn zu entfernen höchstens Sie tauschen den gesamten Boden aus. Überlassen Sie alles der Natur und düngen nie wieder auf dummen Dunst.

Ist der Rasen erst einmal eingegangen, braune Stellen, die Grasnarbe ausstechen, Komposterde verteilen und neues Gras aussähen. Wird die geliebte Konifere braun und verliert ihre Blätter ( Nadeln ) warten Sie ab, kontrollieren die Zweige ob diese vertrocknet sind und warten eine Wachstumsperiode, erholt sich die Pflanze nicht wieder kann diese entfernt werden. Soll an dieser Stelle die gleiche Pflanze wachsen sollte die Wurzel ausgegraben und der Boden erneuert werden. Es macht zwar ein wenig Arbeit, aber das ist nicht die Schuld der Pflanze sondern die des Gärtners.

Wenn Sie festgestellt haben das Sie die Pflanzen überdüngt haben können Sie durch erhöhte Wasserzugabe an den Pflanzen dafür sorgen, dass die Nährstoffe schneller aus dem Boden gespült werden. Richtig durchwässern, nicht nur eine Gießkanne voll Wasser oder mit dem Gartenschlauch schnell den Boden nass machen sondern kräftig wässern über mehrere Tage.

Verzichten Sie auf Kunstdünger !

Bauen Sie sich einen oder mehrere Komposthaufen und nutzen die natürlichen Reserven der Natur. Die schönsten blühenden Wiese und das üppigste Pflanzenwachstum in einem Wald finden Sie dort wo kein Mensch sich anmaßt es muss gedüngt werden, in der freien Natur. Alles über Kompost, Mulch und natürliches Wachstum finden Sie bei Gartenbob.de.

 

Auf dem Bild sehen Sie ein üppiges Blumenbeet, die Pflanzen wachsen und blühen und das alles ohne Kunstdünger. Dieses Staudenbeet düngt sich selbst. Die Pflanzen werden im Herbst nicht abgeschnitten und das Laub bleibt auch liegen. Die Pflanzen, trocknen ab und der natürliche Verrottungsprozess beginnt, auf dem Boden bildet sich wie in der freien Natur eine Humusschicht, dadurch bleibt der Boden locker. Im Frühjahr wird nicht verrottetes Material oberflächlich abgeharkt, der Rest bleibt liegen. Beginnen die mehrjährigen Stauden im Frühjahr zu wachsen sieht man die verbleibenden Laub- und Pflanzenreste nicht mehr.

Alles weitere finden Sie unter GartenBob.de

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Ich bin Roland Kühne der Autor von GartenBob.de. Hier finden Sie viele nützliche und interessante Gartentipps. Sie finden mich auch auf Google+

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo
    meine Vorbesitzerin hat sehr viel Mist im Garten gebracht ,Obst ,Gemüse und Abfälle vergraben .An Möhren zu säen ist nicht zu denken die sind so von Maden sehr fressen auch der Porree hat gelitten . was kann ich gegen tun das ich das Problem wieder los werde .
    danke
    Mfg

    • Hallo Kerstin,
      das Dein Gartenboden mit Mist und Gartenabfällen gedüngt wurde, ist nicht weiter schlimm. Die eingegrabenen Stoffe werden durch Mikroorganismen zersetzt und es bildet sich Humus. Humus ganz einfach erklärt, ist die obere Schicht die sich bildet, wenn Pflanzenreste auf dem Erdboden verrotten ohne menschliches Zutun wie im Wald.

      Würde man die Gartenabfälle und den Mist auf einen Komposthaufen lagern entsteht Komposterde mit Humusboden anteilen. Kompost kommt aus dem lateinischen und bedeutet einfach ausgedrückt Schichtweise.

      Nicht alle Pflanzen vertragen zu nährstoffreichen Boden, wachsen nicht richtig oder es bildet sich zwar viel Laub, aber Ernten lässt sich nichts oder nur kleines Gemüse.

      Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten wie Boden austauschen, durchwässern, Sand einbringen, kalken und so weiter, alles unnötig.

      Durch Regen werden die Nährstoffe regelrecht ausgewaschen und landen im Grundwasser und den unteren Erdschichten.

      Um die Nährstoffe schnell aus dem Boden zu bekommen ist die einfachste Möglichkeit Pflanzen mit hohen Nährstoffbedarf zu säen oder Pflanzen.

      Wie: Blumenkohl, Dicke Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Knollenfenchel, Kürbis, Mais, Pastinaken, Rhabarber, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Sellerie, Tomaten, Weißkohl, Wirsingkohl

      Im nächsten Jahr folgen dann Pflanzen mit mittleren Nährstoffbedarf

      Wie: Aubergine, Bohnen, Broccoli, Chicoree, Chinakohl, Endividiensalat, Erbsen, Fenchel, Frühkartoffeln, Gurken, Kopfsalat, Kohlrabi, Krachsalat, Mairüben, Mangold, Möhren, Paprika, Porree, Radicchio, Rettich, Rote Beete, Spinat, Zucchini

      noch ein Jahr später Pflanzen mit geringen Nährstoffbedarf

      Wie: Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Grünkohl, Knoblauch, Kresse, Kräuter, Petersilie, Radieschen, Schnittsalat, Zwiebeln

      Natürlich gibt es noch viel Pflanzen mehr, einfach Pflanzen und Aussäen und abwarten. In diesem Jahr dürfte sich ein weiterer Teil der Nährstoffe abgebaut haben.

      Um positive Ergebnisse beim Gemüseanbau zu erreichen sollten die Fruchtfolgen und Mischkulturen eingehalten werden.

      Möhren von Maden zerfressen
      Das Möhren von Maden zerfressen sind liegt nicht an der Überdüngung des Boden. Der Hauptangriff auf die Möhren kommt von der Möhrenfliege (Gemüsefliege), Älchen können die Möhren ebenfalls befallen.

      Als Schutz gegen die Möhrenfliege helfen Gemüseschutznetze. Standen im Vorjahr schon Möhren im Garten und die Möhrenfliege war schon da kann es sein, dass die Puppen und Larven schon im Boden sind, dann hilft das Beste Schutznetz nicht.

      Die Ablage der Eier erfolgt am Boden in der Nähe der Möhrenwurzel. Die Larven schlüpfen nach ca. 7 Tagen und haben Hunger, ihr erstes Ziel die Möhren.

      Die Feinde der Möhrenfliege sind Laufkäfer davon gibt es in Mittelauropa 750 Arten in 85 Gattungen, oder Kurzflügelkäfer, 47000 Arten in 3900 Gattungen diese Fressen Eier und Larven welcher dieser Feinde der Möhrenfliege gerade Hunger hat bleibt jedem Gärtner selbst überlassen.

      Am häufigsten Tritt die Möhrenfliege an Monokulturen auf, hier ist für sie ein wahres Schlaraffenland.

      Mischkulturanbau mit Zwischenpflanzungen von Ringelblumen und Tagetes hilft gegen den Befall von Älchen und anderen unliebsamen Gästen.
      Wenn der Befall nicht mehr zu bremsen ist, sollten mindestens 2 Jahre keine Möhren (Vorname Karotte) oder umgedreht gesät werden.

      Die Fliege kann sich ausbreiten wenn das natürliche Gleichgewicht gestört ist, stimmt das natürliche Gleichgewicht sind die angeknabberten Möhren kaum erwähnenswert.

      Was das Düngen betrifft, ist die Vorbesitzerin richtig vorgegangen, wenn auch ein bisschen zu viel wie es scheint. Es ist vollkommen ausreichend mit Mulch, Kompost oder Mist die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen auf Kunstdünger sowie andere chemische Vernichtungsmittel sollte absolut verzichtet werden.

      Gärtner wie GartenBob schädigt unsere Umwelt nicht und trägt dazu bei, dass sich das natürliche Gleichgewicht was über Jahrzehnte von Menschenhand zerstört wurde ganz langsam wieder einstellt, vorausgesetzt es machen so viele Gärtner mit wie möglich.

  2. Pingback: Palmenpflege: Anleitung zum Düngen von Palmen

  3. Danke für den tollen Artikel, auf den ich zufällig beim Suchen stieß. Wir hatten Holzasche aus dem Kaminofen auf Gartenbeete entleert: ziemlich alle Pflanzen zeigen hellgrüne Blätter. Kommts noch schlimmer? Gruß K.M.

  4. hab bei meinen tomaten die ich als zimmerpflanze habe zu viel mit falschem duenger geduengt dachte desto mehr desto besser und hab sie

    durchgewaessert und zum teil ausgetauscht bringt das was oder kann ich die pflanze vergessen?

    • Eine Möglichkeit wäre, die Erde für Starkzehrer zu nutzen wie beispielsweise für Kürbisse, wichtig ist dabei, solche Pflanzen viel zu gießen. Nach einem Jahr dürfte die Überdüngung dann kein Problem mehr sein.

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