Winterportulak – Winterpostelein – Tellerkraut – Kubaspinat

Weitere Namen sind Burzelkraut, Bürzelkohl und Kreusel

Achtung! Nicht verwechseln mit Sommerportulak

Ist ein einjähriges, vitaminreiches Salatkraut für die Wintermonate, sie ist reich an Vitamin C und B und sorgt in den Wintermonaten für genügend Mineralstoffe und Vitamine in der Küche. Da er in den Wintermonaten wächst, kann er immer frisch geerntet werden. Die Aussaat erfolgt bei Temperaturen unter 12 °C, liegen die Temperaturen über 12 °C keimt das Saatgut nicht. Portulak kann ins Freiland sowie im Gewächshaus oder unter Folie und Vlies ausgesät werden. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis – 20 °C, sie können bei Frost oder milden Temperaturen geerntet werden. Die Blätter können als Salat, aufs Brot oder wie Spinat verwendet werden. Die Wuchshöhe des Winterportulak beträgt 10 bis 15 cm, er blüht von März bis April.

Standortbedingungen

Die Pflanze stammt aus Nordamerika, dort wächst sie wild an den Küsten. Der Portulak ist robust, unkompliziert und hat nur wenige Ansprüche an den Gartenboden, ist für den Hausgarten ideal als Nachkultur.

Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden feucht und nährstoffarm.

Aussaat und Ernte

Aussäen kann man den Samen von September bis März vorausgesetzt die Temperaturen liegen unter 12 °C. Günstig ist die Aussaat im Frühbeetkasten oder im Gewächshaus auch kann das Saatgut mit Vlies oder Folie abgedeckt werden. Die ideale Temperatur des Wachstum ist 4 bis 8 °C. Die Pflanzen sind gegen Frost unempfindlich.

Geerntet wird der Portulak wenn er Fingerhoch gewachsen ist. Wird die Pflanze nicht zu dicht am Boden abgeschnitten, kann nochmals geerntet werden. Beginnt der Winterportulak im Frühjahr an zu blühen ist die Erntezeit vorbei. Ein rechtzeitiges abschneiden der Blütenstände verlängert die Erntezeit.

Winterportulak lässt sich auch auf der Fensterbank ziehen

In Saatschalen oder Blumentöpfen kann das Saatgut auch auf der Fensterbank herangezogen werden. Vor der Aussaat kann mit einem Thermometer die Temepratur auf der Fensterbank geprüft werden. Liegen die Temperaturen über 12 °C sollte ein kühlerer Standort gewählt werden, zumindest bis das Saatgut aufgegangen ist und die Keimlinge aus der Erde ragen danach können diese auch auf eine etwas wärmere Fensterbank.

Der Portulak verträgt auch Kälte.

Der Portulak verträgt auch Kälte.

Verwendung des Portulak

Die Haltbarkeit des geernteten Portulak ist sehr kurz, er sollte nach der Ernte sofort zubereitet werden. Auch im Kühlschrank ist die Haltbarkeit begrenzt, günstig ist den geernteten Portulak locker in eine Schüssel zu legen und mit einem feuchten Tuch abzudecken. Bei der Verarbeitung sollten die Rosetten von den Blattstielen getrennt werden.

Sollen die Steile mit verarbeitet werden sollten diese klein geschnitten werden. Der Geschmack der Blätter ist salzig, säuerlich und schwach aromatisch. Die Blütenknospen können in Essig- oder Salzwasser eingelegt werden, verwenden kann man diese als Kapernersatz. Die Blätter können bei der Spinatzubereitung roh zugegeben werden.

Zu Suppen jeglicher Art verleiht der Portulak dem Gericht eine pikante Note. Er lässt sich als Salat oder gemischter Salat zubereiten. Zerkleinert in Quark lässt sich Pflanze ebenfalls verwenden. Es können Dressing und Cremesuppen hergestellt werden. Junge Blätter können kleingeschnitten als Brotauflage verwendet werden.

Herkunft

Die wilde Art des Portulak kommt aus Indien und ist in einigen Teilen auf Äckern regelrecht zu Unkraut verkommen. Im Gartenbereich wird nur noch die kultivierte Art verwendet. Im Mittlere Osten und in Indien ist die Pflanze besonders beliebt. In Europa und Amerika kommt der Portulak in der Küche immer mehr zum Einsatz. Portulak wurde bereits 1839 in einem Brockhaus Conversationslexikon erklährt. Selbst in einer Enzyklopädie aus dem Jahre 1773 wurde über Portulak berichtet.

Weitere Arten des Portulak:

  1. Gemeiner Portulak – Ist wohl die bekannteste Sorte und wächst in Amerika, Ostindien sowie in den gemäßigten südlichen Ländern Europas als Wildform. Die Pflanze ist ein Sommergewächs und blüht von Juli bis August.
  2. Haariger Portulak – Er wächst in Mittelamerika und ist ein Sommergewächs.
  3. Viertheiliger Portulak –  Diese Sorte ist in Ägypten heimisch und ebenfalls ein Sommergewächs.

Portulak als Heilmittel

Die frisch zerquetschten Blätter können als Heilmittel bei leichten Verbrennungen verwendet werden. Die Pflanze hat einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Inhaltsstoffe wie Calzium, Eisen, Vitamin A und reichlich Vitamin C. Werden Omega-3-Fettsäuren verzehrt sollen diese Lebensmittel Alzheimer vorbeugen. Portulak wirkt blutreinigend, fiebersenkend, entzündungshemmend, erfrischend, harntreibend sowie wurmtreibend.

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