Zitronenbaum hat Harzaustritt (Gummifluss) am Stamm

Da der Zitronenbaum nicht zu den einheimischen Pflanzen gehört, ist dieser auch anfälliger gegen Schädlinge und Krankheiten.

Zitronenbaum hat Harzaustritt

Der Winterschutz ist wesentlicher Bestandteil, dass der Zitronenbaum in der europäischen gemäßigten Klimazone wachsen kann, der Zitronenbaum wird damit zur Kübelpflanze, da er nach der frostfreien Jahreszeit ins Winterquartier wechseln muss.

Winterquartier

Der Baum benötigt einen hellen und kühlen Standort, unnötiger Standortwechsel sollte vermieden werden. Die Wurzeln stellen ihre Arbeit bereits bei Temperaturen von 12,5 °C ein, Winterruhe was zur Folge haben kann, dass der Baum seine Blätter abwirft. Sind die Standortbedingungen ideal, bleiben Blätter und Früchte am Baum, der Baum geht nicht in die absolute Winterruhe, dies erfolgt bei höheren Temperaturen, was bedeutet, je höher die Temperatur, desto heller muss der Standort sein.

Je näher die Temperatur nahe Null geht, kann auch ein dunklerer Standort gewählt werden. Trotz der Winterpause sollte darauf geachtet werden, dass die Erde nicht austrocknet, je höher die Temperatur, umso höher der Wasserbedarf, düngen sollte in der Winterpause vermieden werden.

Harzaustritt (Gummifluss)

Bei extremen Temperaturschwankungen kann es zu Schädigungen am Baum kommen, vor allem wenn der Baum im kalten überwintert und durch extreme Erwärmung wie starke Sonneneinstrahlung erwärmt wird.

Es kann zu Rissen am Stamm kommen und Harz kann austreten, durch die Winterruhe hat der Baum seine Wachstumsaktivität eingestellt, der Harzaustritt ist minimal und dürfte noch nicht einmal der Größe einer Erbse entsprechen und stellt sich von selber wieder ein, das Harz härtet aus und bedarf keiner Beachtung mehr. Diese Erscheinung tritt allerdings so selten auf, das es kaum die Ursache für extreme Harzbeulen (Gummifluss) ist.

Ursachen des extremen Harzaustritt

Zitronenbäume werden häufig von Blattläusen, Schildläusen, Woll- und Schmierläusen sowie Spinnmilben befallen, diese sind nicht die Ursache für extremen Harzaustritt sollten aber bekämpft werden.

Falsche Düngung

Vor allem mit einer intensiven Eisendüngung erzeugt am Stamm zu einem erhöhten Gummifluss, dieser kann zum Absterben des Baumes führen. Es kann versucht werden mit kalkarmen Wasser zu gießen, ansonsten heißt es nur abwarten.

Vieren und Pilze

Ist der Baum von Vieren befallen, ist dieser nicht mehr zu retten, ein Feststellen eines Befalls durch Vieren ist nur im Labor möglich. Ist ein Pilzbefall sichtbar, kann noch versucht werden, mit entsprechende Spritzmitteln den Pilz zu bekämpfen. Dabei sollte bedacht werden, dass nur der Fruchtkörper des Pilzes sichtbar ist, dass eigentliche Pilzmyzel ist um ein vielfaches größer und wächst unter der Rinde weiter. Nicht alle Pilze sind mit dem Auge erkennbar.

Sofortmaßnahmen

Es ist nicht möglich, mit dem Auge zu erkennen, ob es sich um Vieren oder Pilze handelt, die Gefahr der Verbreitung auf andere Pflanzen ist groß.

Beim Erkennen eines extremen Harzaustritt – Sofort den Baum isolieren!
Mehr kann man für den Baum nicht tun, nur Abwarten, hat man den Baum berührt, sollten auf keinen Fall andere Pflanzen berührt werden, Hände gründlich reinigen bzw. desinfizieren. Stirbt der Baum ab, auf keinem Fall auf dem Kompost entsorgen, sofort verbrennen oder über den Hausmüll entsorgen.

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