Schrotschusskrankheit

Die Krankheit befällt Kirschen, Sauerkirschen, Pflaumen, Mirabellen, Pfirsich, Kirschlorbeer und andere Steinobstarten. Erkennbar ist der Befall zuerst durch aufgehellte Punkte, die sich nach wenigen Tagen rötlich verfärben. Später bilden sich rot umrandete Löcher. Bei starken Pilzbefall ist das Laub wie von Schrott durchlöchert.Die Früchte verkrüppeln die Blätter fallen ab, dünne Triebe sterben ab.

Was kann man dagegen tun ?

Befallene Triebe und Äste sollten bis in das gesunde Holz radikal zurück geschnitten werden. Bei starken Befall kann es erforderlich werden. den Baum komplett zurück zuschneiden. Den Schnittabfall verbrennen oder anderweitig entsorgen. Die Baumscheibe sollte kräftig mit Mulch bedeckt werden (Grünschnitt, Häckselmatrial). Ein bepflanzen der Baumscheibe mit Knoblauch oder Zwiebeln kann helfen. Befallene Bäumen müssen stark bewässert werden.

Gespritzt werden kann mit Polyram WG oder Funguran. Um Spätinfektionen zu vermeiden sollte vor dem Laubabfall mit Kupferpräparaten oder Synthetischen Fungiziden gespritzt werden. Im Folgejahr sollte die Erstbehandlung beim Austrieb nochmals zehn bis vierzehn Tage erfolgen. Nach Aufbruch der Knospen sollte mit Schachtelhalmbrühe, Netzschwefel-Bentontin oder Kupferspritzmittel gesprüht werden.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    mein Zwetschgenbaum leidet anscheinend massiv unter Schrotschuss. Es gibt keine Blätter, die nicht „angegangen“ sind. An den Neutrieben sind alle Blätter verkrüppelt und kräuselig. Jetzt würde ich es mal mit dem Rückschnitt versuchen. Wenn ich das Bild hier sehe, müsste ich es soweit runterschneiden, dass nur noch die „nackten“ Hauptäste übrig bleiben (ohne jegliche Blätter)? Kann ich diesen Rückschnitt jetzt (im Mitte Juni) ausführen?
    Vielen Dank
    Thomas

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