5 Tipps für den Kauf des richtigen Gartenhauses

Wer aus seinem Garten ein grünes Idyll als perfekten Rückzugsort machen will, wird neben der Planung von Terrasse, Beeten und Grünflächen früher oder später auch an den Bau eines Gartenhauses denken müssen. Dabei stehen Hobbygärtner angesichts einer immer größeren Auswahl vor einer schwierigen Entscheidung, die die Berücksichtigung vieler Faktoren notwendig macht.

Gartenhaus

Schon längst gelten Gartenhäuser nicht mehr als biedere Abstellkammer und schlichter Holzverschlag — im Trend stehen stattdessen immer vielfältigere Einsatzmöglichkeiten, mit denen das eigene Gartenhaus an individuelle Ansprüche angepasst werden kann. Die folgenden fünf Tipps fassen die wichtigsten Themen zusammen, die bei der Wahl des richtigen Gartenhauses unbedingt zu beachten sind.

1. Genehmigung einholen: Bauamt und Nachbarschaft integrieren

Vor jeder weiteren Entscheidung sollte geprüft werden, ob für den Bau eines Gartenhauses eine amtliche Baugenehmigung erforderlich ist und ob weitere Vorschriften gelten. Je nach Bundesland gelten andere Regelungen, so dass der Gang zum Bauamt in jedem Fall der sicherste Weg ist, um Klarheit zu schaffen. Insbesondere bei der gewünschten Größe kommt es zudem darauf an, ob das Gartenhaus auf einem Privatgrundstück oder in einer Kleingartenkolonie gebaut werden soll.

Gemäß der aktuellen Gesetzeslage gilt im Schrebergarten eine maximale Größe von 24 Quadratmetern als genehmigungsfrei. Doch selbst wenn das geplante Gartenhaus keine Grenzen überschreitet, kann eine Baugenehmigung dann nötig werden, wenn bestimmte Extras, wie etwa eine Feuerstelle oder ein WC, eingebaut werden sollen.

Neben der strengen Gesetzeslage sollten Hobbygärtner natürlich auch die betroffenen Nachbarn nicht vernachlässigen. Üblicherweise eignet sich schließlich ein Standort am Rande des eigenen Gartens am besten für das neue Gartenhaus. Folglich lässt sich nicht ausschließen, dass der angrenzende Nachbar sich durch die verbaute Sicht gestört fühlt. Im Sinne eines guten und freundschaftlichen Umgangs kann hier einfach vorgebeugt werden, indem man die Nachbarschaft in die Entscheidungsfindung einbindet.

Im Zweifelsfall lassen sich etwaige Bedenken mit einem gemeinsam abgestimmten Farbton oder einer Berankung der Rückwand beseitigen.

2. Den Zweck definieren

In vielen Fällen lohnt es sich, über den Tellerrand zu blicken und darüber nachzudenken, ob das eigene Gartenhaus wirklich nur als Unterstand für Gartenmöbel, Sitzauflagen und Werkzeug dienen soll. Mit den unendlichen weiteren Gestaltungsmöglichkeiten lässt sich ebenso ein gemütliches Kleinod mit bequemer Sitzecke und Miniküche schaffen. Bei begrenztem Platzangebot ist auch eine Kombination aus Gartenhaus und einer überdachten Terrasse denkbar.

Gartenhaus innen

Der Trend geht eindeutig in die vielseitige Nutzung als zweites Wohnzimmer, Hobbyraum, Werkstatt oder Gästezimmer — oft sogar mit integrierter Sauna. Für Gärten mit ausreichend großem Platzangebot erfreut sich auch die Nutzung als Partyhaus einer zunehmenden Beliebtheit. Unsichere Blicke auf sich anbahnende Wolkenfronten gehören damit bei jedem Grillabend der Vergangenheit an.

Für entspannte Abende im gemütlichen Beisammensein eignen sich Gartenhausmodelle wie die finnische Grillkota besonders gut: Selbst im Winter können Grillfans in der Hütte rund um den integrierten Grill mit Rauchabzug zusammenkommen und die besondere Atmosphäre genießen.

Egal für welche Nutzungsmöglichkeiten man sich entscheidet, bei einer vielseitigen Verwendung des Gartenhauses gilt prinzipiell: je größer, desto besser. Doch gleichzeitig muss man sich stets darüber im Klaren sein, dass die Dimensionen der Hütte zur Größe des eigenen Gartens passen müssen.

3. Material und Bauart gewissenhaft wählen

Neben der Größe lässt sich auch die Konstruktionsweise und Materialart an die gewünschte Verwendung des Gartenhauses anpassen. Die Entscheidung für ein Holzhaus kann zunächst grundsätzlich als die sinnvollste Wahl angesehen werden. Als vielseitiger und umweltfreundlicher Baustoff überzeugt Holz nicht nur durch eine behagliche Raumatmosphäre.

Da sich Holz besonders leicht verarbeiten lässt und den geringsten Aufwand bei Transport und Aufbau verursacht, lässt sich viel Geld sparen, dass in die Ausstattung des Gartenhauses gesteckt werden kann. Gerade das beliebte Fichtenholz, das bei Gartenhäusern häufig in der Innenkonstruktion verwendet wird, zeichnet sich durch große Preisvorteile aus. Für die Außenbeplankung können jedoch widerstandsfähigere Holzarten, wie Lärche oder Douglasie geeigneter sein.

Einer der wichtigsten Faktoren bei Holzhäusern ist die Wandstärke: Während für einfache Geräteschuppen oftmals eine Dicke von knapp 20mm genügt, sollten Käufer bei allen anderen Nutzungsszenarien auf mindestens 70mm setzen. So ist selbst bei herbstlichen Temperaturen eine nötige Dämmung garantiert. Soll das Gartenhaus darüber hinaus auch im Winter nicht zu sehr auskühlen, sollten auch Dach und Boden ausreichend gedämmt sein.

Erst wenn das Dach und die Wände ausreichend isoliert sind, ist auch die doppelte Verglasung der Fenster sinnvoll.

4. Auch bei Gartenhäusern wichtig: Das Fundament

Ohne ein stabiles Fundament kommen auch Gartenhäuser nicht aus. In den meisten Fällen eignet sich bei Gartenhäusern mit normalen Maßen ein einfaches Plattenfundament, das problemlos und kostengünstig selbst gelegt werden kann: Hierzu die Erdschicht bis zu einer Tiefe von 25-30cm abtragen, anschließend den Boden mit einem verdichteten Sand- oder Kiesbett befüllen und darauf Gehwegplatten oder -steine verlegen. Für die meisten Ansprüche genügt das Fundament als schlichter Fußboden. Für eine wohnliche Atmosphäre empfehlen sich neben Vinylfußböden auch die Klassiker Parkett und Laminat.

Gartenhaus Dekoration

5. Geld sparen durch Bau in Eigenregie

Bei leicht zu montierenden Fertigbausätzen vieler Fachhändler sollten Käufer den Bau in Eigenregie ernsthaft in Erwägung ziehen. Für Hobby-Handwerker mit der nötigen Erfahrung aus Handwerksarbeiten im Eigenheim ist der Bau von vielen Gartenhaus-Modellen meist problemlos in ein bis drei Tagen zu bewältigen. Neben einer weiteren Person zur Unterstützung genügt die Werkzeug-Grundausstattung, (Hammer, Säge, Bohrer, Leiter und Wasserwaage) völlig aus.

Viele Komplettsets mit allen nötigen Komponenten sind mittlerweile auf den Selbstaufbau ausgelegt. Zum geringen Preis werden die Häuser direkt nach Hause geliefert und enthalten eine ausführliche Anleitung, bei der selbst Anfänger Schritt für Schritt durch den Bauprozess geführt werden. Auch wenn der Bau durchaus länger dauert als bei einem einfachen Bücherregal, am Ende erfüllt das eigenen Werk seinen Bauherren umso mehr mit großem Stolz und spätestens beim Blick auf die gesparten Kosten wird deutlich: Die Mühe hat sich gelohnt!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo
    Habe für unsere Terrasse einen Mini Pflaumenbaum in einem grossen Blumenkübel angeschafft. Zwei andere erfreuen sich des Lebens aber dieser treibt er nicht aus. Statt dessen zeigt sich unten am Stamm so eine Art Pilz. Gelb. Es scheint aber sonst noch Leben in dem kleinen Baum zu sein?! Was können wir noch tun ?
    Kann jmd helfen? Wir lieben Pflaumen.

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