Wenn die Früchte am Kirschbaum von Maden befallen sind

Sind die Früchte erst einmal befallen, ist es für die Kirschenernte zu spät. Auch wenn noch nicht feststeht, um welches Insekt es sich handelt, sollten die Kirschen abgeerntet und entsorgt werden (nicht auf den Komposthaufen). Die Population kann sich nicht weiter entwickeln und in der Folge wieder die Kirschen befallen.

Wie erkennt man, um welches Insekt es sich handelt?

Lässt sich anhand der Maden nicht erkennen, wer der Verursacher ist, ist Geduld angesagt. Eine Vielzahl von Insekten legen ihre Eier in den Früchten ab. Einige in der Baumrinde andere wiederum in den Knospen oder Blüten. Die Einstiche in den Früchten sind sehr klein, dass diese kaum erkennbar sind.

Können die Früchte gegen den Befall geschützt werden?

Der Baum müsste komplett mit einem Insektenschutznetz (kein Vogelschutznetz, Maschen zu groß) versehen werden. Bei größeren Bäume kaum möglich.

Durch das Aufhängen von Gelbtafeln sowie anderen Arten von Klebefallen, an denen eine Vielzahl von Insekten kleben bleiben, lässt sich die Zahl der Fluginsekten reduzieren. Da der Befall der Früchte erst erkennbar ist, wenn diese schon befallen sind, ist der Einsatz von Spritzmitteln unwirksam. Die Maden (Larven) befinden sich im Inneren der Frucht, das Mittel erreicht die Maden nicht.

Früchte am Kirschbaum

Es gibt eine Vielzahl von Insekten die ihre Eier in Früchten ablegen, die Maden (Larven) ernähren sich vom Fruchtfleisch.

Kirschen werden hauptsächlich von der Kirschfruchtfliege befallen. Die Fliege ist klein, dass diese kaum wahrgenommen wird. Kaum ein Hobbygärtner wird auf ein paar Fliegen am Baum achten. Die Fliegen legen ihre Eier in die Früchte, daraus entwickeln sich die Maden (weiß bis hellgraue Larven).

Der beste Schutz

Ein gesundes biologisches Gleichgewicht im Garten. Eine hohe Artenvielfalt, eine Vielzahl von Biotopen sowie der absolute Verzicht von Kunstdüngern, Unkrautbekämpfungsmittel und sonstigen chemischen Mitteln gegen Schädlinge und Wildpflanzen lässt den Garten zu einem naturnahen Garten werden. Mit der Zeit finden sich gegen die Schädlinge die Nützlinge ein. Eine Vielzahl von Insekten sind auf der Jagd nach den Schädlingen. Um das natürliche Gleichgewicht von Schädlingen und Nützlingen herzustellen, benötigen die Nützlinge Rückzugsmöglichkeiten im Garten. Ein paar Quadratmeter in die nicht eingegriffen wird.

Bei GartenBob.de gibt eine Vielzahl von Informationen, Bildmaterial und Videos wie Biotope angelegt werden und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden können. In der Kategorie „Initiative 2 x 2 Meter“ gibt umfangreiche Informationen.

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