Am Stamm der Stachelbeeren und Johannisbeeren befindet sich ein grau weißer Belag

Es muss nicht gleich Panik ausbrechen, wenn am Stamm und Geäst Beläge oder Verfärbungen auftreten. Sollte es ein Pilz sein, ist dieser schon lange an der Pflanze ehe er sichtbar wird, endgültig bekämpfen kann man keine Pilze, sondern nur begrenzen, so dass die Pflanze mit dem Pilz noch lange lebt. Ob die Pflanze mit einem Pilz befallen ist, lässt sich einfach feststellen. Pilze die nur das Holz befallen sorgen für gravierende Schäden am Holz.

Weißer Belag Stachelbeere

Aufgerissene oder geplatzte Rinde, abgestorbene Äste, sichtbare Schimmelbildung im Weiteren zeigen sich Schäden an Blättern und Früchten. Bei GartenBob.de findet man in der Kategorie „Schädlinge & Krankheiten“ alle nötigen Informationen was Pilze und deren Eingrenzung sowie der Pflanzenstärkung betrifft.

Flechten

Flechten schaden den Bäumen, Sträuchern und anderen Gehölzen nicht. Erkennbar an dem pelzigen Belag, meistens weißlich grau bis in einen grünlichen Farbton. Der Belag zieht sich meist über große Stellen der Gehölze. Werden Flechten festgestellt, sind die meisten Hobbygärtner erschrocken, machen diese nicht gerade einen ansehnlichen Eindruck.

weißer Belag am Stamm

Betrachtet man Flechten genauer, sind es wahre Kunstwerke im Wachstum und vor allem farblicher Gestaltung. Das Farbspektrum reicht von Orange, Braun, Grün, Weiß über Gelb, Silber bis Grau, eine feste Farbe gibt es nicht die Farbtöne gehen ineinander über.

Was ist eine Flechte?

Flechten, botanisch gesehen sind keine Pflanzen, sie sind eine Gemeinschaft von Pilzen und Algen. Flechten wachsen auf Rinden besiedeln auch Steine, Felsen und kargen Boden. Die Symbiose von Pilz und Alge ist für beide von Vorteil. Der Pilz nimmt aus seiner Umgebung Wasser und Mineralstoffe auf, die Photosynthese kann der Pilz mangels Chlorophyll nicht betreiben.

Dies übernimmt die Alge, sie kann durch die Photosynthese Zuckerstoffe produzieren, kommt mangels Wurzeln nicht an Wasser und Mineralien heran. Durch die Symbiose ergänzen sich Pilz und Alge, jeder erfüllt seine Aufgabe.

Vorteil von Flechtenbewuchs

An den besiedelten Stellen schützen die Flechten vor dem Befall von anderen Pilzen, Bakterien und anderen Krankheitserregern.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Roland Kühne,
    wissen Sie eventuell ob ich meine Reishi (Lackpohrling) Schnipsel, wovon ich mir einen Tee gekocht habe, im Garten entsorgen kann? Oder besser doch in die Mülltonne?
    Vielen Dank für einen Tip,
    Christina Blum

    • Hallo Christina Blum,

      die Reste des Lackporling können auf den Komposthaufen, da durch das Aufgießen des heißen Wasser alle Sporen abgetötet wurden. Durch das Putzen der Pilze befindet sich auch kein Myzel an den Resten, somit ist eine Ansiedlung des Lackporling an ihren Bäumen ausgeschlossen.

      Sonstige ungekochte Reste die durch das Putzen abfallen sollten nicht auf den Komposthaufen und im Hausmüll entsorgt werden.

      Als Weißfäuleerreger gilt der Pilz als aggressiver Parasit. Ist ein Baum einmal von Weißfäule befallen, kann er zwar noch eine ganze Zeit lang leben, ist aber nicht mehr zu retten.

      Viel Spaß beim Teetrinken
      Mit freundlichen Grüßen
      GartenBob.de

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