Huhn tanzt auf dem Tisch

Im Herbst bis zum Beginn der Saat – und Pflanzzeit können die Hühner im Garten frei herumlaufen. Sie scharren, picken und suchen sich dabei alles aus dem Boden, was für sie Fressbar ist. Zwar landet durch das Scharren Erde auf die Gartenwege, für diesen Zweck gibt es einen Besen.

Huhn auf Tisch

Durchschnittlich interessieren sich Hühner, werden sie aus dem Gehege gelassen, nur für eins: Wo finde ich im Garten etwas zu fressen. Interesse an Dingen, die nur für uns einen Sinn haben, haben Hühner, nur wenn sie dort etwas zum Picken finden.

Es gibt Ausnahmen

Wie man auf Bild 1 sehen kann interessiert sich dieses Huhn für die Tischdeko. Erst musste das Huhn 4 Stufen bis auf die Terrasse und dort gibt es auf dem Boden nur die Bodenplatten, Tisch, Stühle, Regal und Dekoelemente.

Etwas Essbares ist nirgends zu finden, noch nicht einmal eine Pflanze in Fugen zwischen dem Bodenbelag. Das Huhn ist neugierig. Die Verandatür steht offen, dort steht der Vogelfutterbehälter. Da wird die Veranda interessant.

Bleibt die Gartenhaustür offen, prompt beginnt das Huhn mit der Besichtigung des Inneren und lässt sich nur davon abbringen, wenn die Tür geschlossen bleibt.

Laufen Hühner weg?

Hühner verlassen im Wesentlichen den Nahbereich zum Stall nicht und halten sich in dem Gebiet auf, in dem auch durch uns gewerkelt wird. Die Größe des Gartens spielt dabei keine Rolle. Je größer das Grundstück, desto weiter weg bewegen sich die Hühner.

Auch, wenn ein Huhn das Grundstück verlässt, findet es den Weg zum Stall alleine zurück. Hühner haben auch am Tage ihre Ruhezeiten, spätestens dann finden sie sich im Zwinger wieder ein.

Ab wann können Hühner den Stall verlassen?

Sind die Junghennen mit oder ohne Hahn im Stall angekommen, werden sie erst einmal reiß aus nehmen, wenn der neue Hausherr oder weitere Familienmitglieder den Stall betreten. Die Hühner brauchen am Anfang erst einmal Zeit für sich, um die neue Umgebung zu erkunden.

Hühner brauchen nicht sehr lang, um den Futterbehälter und Wassernapf zu finden, den Stall mit Sitzstangen und Nestern für die Eiablage finden sie von ganz alleine.

Nach wenigen Tagen werden die Hühner immer zutraulicher, Füttern, Stall und Zwinger reinigen. Je häufiger der Kontakt umso zutraulicher die Hühner.

Nach 2 bis 3 Wochen ist der Kontakt hergestellt, nicht gleich bei allen Hühnern erst ein Huhn und so weiter. Laufen die Hühner nicht mehr fort, wenn der Stall betreten wird, können die Hühner in den Garten.

Huhn Tisch

Das Huhn tanzt auf dem Tisch, hin und her bis alles erkundet ist. Der Tisch ist nicht groß, ein Spinnennetz ist dem Huhn egal aber, was sich im Netz befindet, ist essbar.

Nicht alle Hühner sind zutraulich

Das Huhn auf dem Bild ist wie ein kleiner Hund. Geht die Stalltür auf, kommt es angelaufen bis vor die Füße. Es läuft mit bis zur Tür und im Garten kommt es ebenfalls immer einmal angelaufen. Nicht jedes Huhn wird sich so zutraulich verhalten die Erwartungshaltung sollten nicht zu hoch angesetzt werden. Es gibt die verschiedensten Rassen und jede hat ihre Eigenarten.

Tipp

Das Huhn sollte nicht nur als Eierlegemaschine und Suppenhuhn betrachtet werden. Enger Kontakt und so häufig und lange wie möglich, auch einmal bei den Hühnern im Stall bleiben. Ein alter Stuhl oder Stein, hinsetzen und abschalten macht Hühner neugierig.

Beim Sitzen mit ein paar Körner oder Brotkrümel in der Hand und die Hühner füttern, wie die Tauben im Park oder die Enten im Teich.

Wie kommen die Hühner wieder in den Stall?

Wie schon unter „Laufen Hühner weg?“ erklärt von ganz alleine. Hat man als Hühnerbesitzer nicht die Zeit oder es kommen Termine dazwischen und die Hühner müssen zeitlich begrenzt in den Stall, ist dies auch kein Problem. In aller Ruhe Huhn für Huhn in Richtung Stall laufen lassen. Auf keinen Fall mit Hektik vor sich hertreiben.

Hühner laufen, wenn sie getrieben werden auseinander, dieser Instinkt sorgt dafür, dass der Fuchs durcheinander kommt „welches Huhn fange ich jetzt“, das Durcheinander wird für den Fuchs zum Problem.

Ohne Hektik entweder die Arme ausbreiten oder mit einem Besen langsam den Hühnern den Weg weisen. Hühner lernen schnell, nach einigen Tagen haben sie gelernt, ausgebreitete Arme oder der Besen es geht in Zwinger zurück.

Tipp

Werden beim Weg in den Stall immer dieselben Worte verwendet, reagieren die Hühner auf die Laute. Ein Huhn versteht unsere Sprache nicht, sie nehmen den Ton, den Klang war. Worte kurz und kräftig: fassen, ab, lauf, los, geh oder ähnlich. Diese wissen nicht was die Worte bedeuten, aber jede dieser Worte klingt anders und darauf reagieren sie.

In der Nachbarschaft von GartenBob.de Garten gibt es in zwei Gärten Hunde, die Hundebesitzer versuchen schon über Jahre den Hunden mit Sätzen etwas beizubringen.

Beginnt der eine Hund an zu Bellen, kommt von Besitzer der Satz „Hör auf zu Bellen“. Dies soll der Hund nun verstehen, besser wäre es mit einem kräftig gesprochenen Wort wie „Aus“ zum Beispiel, dem Hund zur Ruhe zu bewegen.

Der zweite Hundebesitzer hat es noch besser drauf „Du sollst vom Rasen heruntergehen“. Ob der Hund mit diesem Satz etwas anfangen kann. Es ginge doch besser, den Hundenamen kräftig aussprechen und mit ausgestreckten Arm den Hund eine andere Richtung zu verweisen.

Diese Methode klappt doch auch bei Hütehunden, ein Pfiff ein Ruf eine ausgestreckter Arm und der Hütehund bringt eine ganze Schafherde in eine andere Richtung.

Ich habe mir dies nicht ausgedacht, sondern so gelernt. In meiner Jugend hatte ich Schäferhunde und so ging es über mehrere Jahre regelmäßig auf den Hundeplatz. In der Kinder und Jugendgruppe wurde Hund und Herrchen geschult und die Hunde abgerichtet.

Was bei Hunden funktioniert, funktioniert auch bei Hühnern. Zwar wird aus einem Huhn kein Schutz- oder Fährtenhund aber den Weg in den Zwinger findet es schneller.

Das Huhn ist auf dem Tisch fertig, noch ein Blick in den PflanzHuhn Petersilieenbehälter und noch etwas an dem Rest Petersilie gezupft und weiter geht es.

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