Krankheiten Trompetenbaum

Die Krone des Trompetenbaum treibt nicht aus, nur am Stamm wachsen neue Triebe

Der Trompetenbaum hat sein natürliches Verbreitungsgebiet von Florida bis über den Südosten der Vereinigten Staaten. Der natürliche Standort in den Staaten hat für den Trompetenbaum ein wesentlich günstigeres Klima als in unserem Verbreitungsgebiet. 1726 wurde der Baum durch den englischen Naturforscher Mark Catesby in Europa eingeführt und hat sich sei diesem Zeitpunkt über den ganzen europäischen Teil verbreitet. Hat der Baum erst einmal eine bestimmte Größe erreicht, verträgt er schon einige Minusgrade. Die verschiedenen Arten ermöglichen es den Trompetenbaum vielfach zu gestalten, vom freien Wachstum mit Höhen von 15 bis 18 Meter bis zum Kübelbaum in seinen unterschiedlichsten Schnittformen gibt es in der Schnittgestaltung kaum Grenzen.

Standortbedingungen:

Auf Grund seiner Frostempfindlichkeit spielen die StandortbedingungenKrankheiten Trompetenbaum eine wesentliche Rolle. Einmal wird durch den richtigen Standort der Baum vor Frostschäden geschützt, was auch größere Bäume betrifft. Frostschäden machen den Baum anfällig für Krankheiten. Je optimaler der Standort, je geringer die Gefahr von Schäden, vor allem bei kleinen Bäumen.

Warum treibt die Krone nicht aus?

Auch wenn die Temperaturen nur ein wenig unter null Grad liegen kommt es häufig vor, dass die Krone zurückfriert. Anzeichen dafür sind am Stamm herauswachsende Triebe.

Was kann man tun?

Ein Probeschnitt mit der Astschere kann Auskunft geben, ob die Äste tot sind. Von Außen nach Innen immer ein Stück abschneiden, der Zweig bzw. Ast wirkt wie vertrocknet, lässt sich aber trotz seiner Trockenheit leicht biegen. Erst nach längerer zeit wird der Ast fest und bricht. Ein starker Rückschnitt ist zu empfehlen. Mit jedem Schnitt von Außen zum Stamm bzw. den Leitästen kommt man den nicht geschädigten Bereich näher. Kommt man in den Bereich, indem zu erkennen ist, dass wieder leben in den Zweigen steckt. kann man mit dem Rückschnitt aufhören. (erkennt man, dass der Zweig innen wieder „grün“ ist). Die neuen Triebe am Stamm entfernen.

Chlorose

Chlorose wird durch Chlorophyllmangel hervorgerufen, das Krankheitsbild ist eine Gelbfärbung der Blätter, was bis zu verbrennungsartigen Schädigungen führen kann. Weiter kann es zu einem Absterben des Blattgewebes kommen. Hervorgerufen wird die Chlorose durch Mangelerscheinungen, vor allem Mineralstoffe wie Calzium, Eisen, Kalium, Magnesium, Schwefel und Stickstoff. Ist man sich nicht sicher, um welche Mangelerscheinungen es sich handelt, kann eine Bodenanalyse Auskunft geben, welche Stoffe im Boden fehlen.

Die Pflanze sollte vor der Zugabe von Stickstoff genau untersucht werden, ob es sich nicht um einen Befall der Verticillium-Welke handelt, vor allem wenn die Blätter gelb werden. Beim Beginn der Verfärbung der Blätter sollte die regelmäßige Wasserversorgung geprüft werden. Oftmals glauben Gärtner, dass nach einem Regen die Wasserversorgung gewährleistet ist. Dies kann ein großer Irrtum sein, gerade in der warmen Jahreszeit reicht auch ein längerer Regen nicht für eine ausreichende Wasserversorgung aus, dass Wasser benetzt nur wenige Zentimeter der Bodenoberfläche und dringt nicht zu den Wurzeln, eine Fingerprobe reicht aus, um zu prüfen, wie tief das Wasser in den Boden eingedrungen ist.

Dazu einen Finger in den Boden stecken und die Feuchtigkeit prüfen, bleibt keine feuchte Erde am Finger kleben, muss trotz des Regens für eine zusätzliche Wasserversorgung gesorgt werden. Eine weitere Ursache kann der natürliche Alterungsprozess sein, auch Pflanzen leben nicht unendlich. Ein oft vernachlässigter Punkt ist die Vergiftung von Pflanzen, werden zu viele Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) im Garten eingesetzt kommt es zu Vergiftungserscheinungen, Pflanzenteile werden welk, gelb oder sterben ab.

Brandkrustenpilz

Die kleinen hellen Fruchtkörper sind nur im Frühjahr erkennbar. Der Pilz zählt zu den gefährlichen Schadpilzen und setzt die Stand- und Bruchsicherheit herab. Die Fruchtkörper rufen eine Weißfäule oder Moderfäule hervor. Ist der Baum einmal befallen, ist eine Bekämpfung nicht mehr möglich, nur vorbeugende Maßnahmen wie eine ausreichende Nährstoff- und Wasserversorgung sowie die Vermeidung von Verletzungen des Baumes können den Befall verhindern.

Grauschimmelfäule (Schimmelpilz)

Erkennbar ist der Pilzbefall durch einen mausgrauen stäubenden Pilzüberzug, später verfärbt sich das Rindengewebe silbergrau, es sind schwarze Sporenlager zu erkennen. Ist der Baum befallen, sterben die Triebe ab. Ist der Baum einmalig von dem Pilz befallen, kann man diesen nur zurückdrängen, den Pilz endgültig zu beseitigen ist kaum möglich. Eine hohe Luftfeuchtigkeit insbesondere bei längeren Nässeperioden und Wärme fördern den Pilzbefall. Es sollte für eine gute Durchlüften der Krone gesorgt werden, dazu zu dichte Äste entfernen, auch das Entfernen von zu dichtem Laub führt zu einer guten Durchlüftung.

Vorbeugen kann man durch Stärkung des Baumes durch den Einsatz von Kompost, Gründüngung und ein natürliches Gleichgewicht im Garten. Um das Blattwerk bzw. die Zweige zu kräftigen kann der Baum mit Brennnesselsud gespritzt werden. Der Einsatz von Fungiziden (chemisches Kampfmittel gegen Pilze) im Haus- und Kleingartenbereich ist fraglich, da die meisten Spritzmittel für den Haus- und Kleingartenbereich keine Zulassung haben. Nur wenn die Packung die Aufschrift enthält „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ ist der Einsatz möglich. Zu empfehlen ist die Chemiekeule nicht, besser ist die Schaffung des natürlichen Gleichgewicht und die optimalen Standortbedingungen.

Streusalz

Auf Grund ihrer Optik stehen die Trompetenbäume im häufigen Aufenthaltsbereich der Gartenbesitzer, umgeben von Wegen, Terrassen oder Treppenaufgängen. Im Winter wird Streusalz eingesetzt, was mit Einsetzen von Tauwetter im Boden versickert und dort langsam abgebaut wird. Wird regelmäßig Salz eingesetzt, steigt der Salzgehalt im Boden und wirkt sich negativ auf den Trompetenbaum aus. Durch das Salz kommt es zu einer Versalzung des Bodens, was zu einem ansteigen des pH-Wert führt. Es entstehen Blattflecken, die Blätter rollen sich ein es kommt zum vorzeitigen Blattfall.

Verticillium-Welke

Ist die Nährstoff- und Wasserversorgung gewährleistet und trotzdem werden die Blätter welk, hängen plötzlich schlaff herab, kann es sich um einen Befall der Verticillium-Welke (Pilzerkrankung) handeln. Der Pilz befällt die Pflanze von unten her und verstopft die Wasserleitungsbahnen. Ältere Blätter der Pflanze werde als erstes welk, jüngere Blätter bleiben anfangs noch grün. Je weiter der Pilz sich nach oben ausbreitet, werden auch die jüngeren Blätter welk. Bekämpfen kann man nach dem Befall den Pilz nicht, nur vorbeugende Maßnahmen können die Pflanze vor dem Pilzbefall schützen.

Vorbeugende Maßnahmen

Schon beim Kauf einer Pflanze sollte darauf geachtet werden, dass keine welken Blätter vorhanden sind. Die Pflanze sollte auf keinen Fall im nassen Boden mit Gefahr von Staunässe gepflanzt werden. Beim Pflanzen sollte darauf geachtet werden, die Pflanze nur so tief wie nötig in die Erde einpflanzen, dabei sollten Verletzungen der Wurzeln vermieden werden. Beim Düngen sollte eine einseitige Stickstoffzugabe vermieden werden, eine regelmäßige Kompostzugabe sorgt für eine bessere ausgeglichene Nährstoffzufuhr.

Weitere Schädlinge und Krankheiten

Wie jeder andere Baum kann auch der Trompetenbaum von allen herkömmlichen Schädlingen wie Blattläuse, Mehltau, Raupen und anderen befallen werden, auch sonstige Krankheiten können auftreten. Bei GartenBob.de in der Kategorie „Schädlinge & Krankheiten“ findet man weitere Informationen, es spielt dabei keine Rolle, ob die Blattläuse einen Apfelbaum oder Trompetenbaum befallen, die Bekämpfungsmaßnahmen sind bei beiden gleich.

Schreibe einen Kommentar