Obstbaum, Äste sterben ab und Gänge verlaufen im Rindenbereich

Die Äste sterben nach und nach ab, der Stamm wird in Mitleidenschaft gezogen bis der Baum schließlich eingeht. Die Rinde löst sich, hat außen starke Risse, betrachtet man die Rinde näher, sind meist senkrecht verlaufende Gänge die auch Verzweigungen aufweisen können zu erkennen. Einen Schädling findet man nicht, dieser hält sich im verbleibenden noch gesunden Bereich auf, unter Stellen mit fester Rinde. Pilzgeflecht, Schimmel oder Fäulnis sind nicht zu erkennen.

Da blieben nur noch Bakterien, Vieren und andere Mikroorganismen, diese sind aber selten. Weiter könnte noch der Wurzelbereich geschädigt sein oder die Wasser bzw. Nährstoffversorgung ist gestört, eine Bodenprobe gibt Auskunft darüber. Ein Schädling an den bei Obstbäumen sehr selten gedacht wird, ist der Borkenkäfer. Beim Borkenkäfer denken die meisten Gärtner an Nadelwälder, dass kommt daher, dass die Waldbauern ein großes Geschrei machen, für den selbst verursachten Schaden, Monokulturen.

Wie kommt der Borkenkäfer in den Garten?

Er fliegt oder kommt mit dem Brennholz als Käfer, Ei oder Larve in den Garten, Zäune kennt der Käfer nicht und als flugfähiger Käfer kann man seine Verbreitung nicht aufhalten. Auch wenn der Käfer hauptsächlich in Wäldern vorkommt, überwindet er Distanzen von bis zu 600 Metern und irgendwo grenzt fast immer ein Waldstück oder ein Park an, einen Ort, so kann sich der Käfer von Garten zu Garten ausbreiten.

Borkenkäfer am Obstbaum

Borkenkäfer gehören zu den Rüsselkäfern und da immer nur vom Befall durch Borkenkäfer gesprochen wird, denkt keiner daran, dass es nicht nur eine Sorte gibt sondern einige verschiedene ihrer Art. Der Runzlige Obstbaumsplintkäfer bevorzugt Apfel, Birne, Rosen kann aber auch an Birken, Buchen, Erlen, Haselnuss oder Ulmen vorkommen. Er hat eine Größe von 1,8 bis drei Millimeter ist schwarz gefärbt und einen walzenförmigen Körper, bei dieser Größe dürfte es schwer sein, mit einem Blick den Schädling zu erkennen, denn wer läuft schon mit Lupe oder Mikroskop durch den Garten. Die meisten Borkenkäfer sehen auf den ersten Blick fast alle gleich aus.

Erkennen des Borkenkäferbefalls

Hauptsächlich ist der einarmige Längsgang zu erkennen, von diesem Hauptgang gehen die kleineren Larvengänge seitlich ab. Beim suchen sollte man nicht immer das hauptsächlich verwendete Bild vom Borkenkäferbefall bei Nadelgehölzen im Auge haben, das Aussehen kann sich je nach Baumart und Käfer ändern.

Kümmerliche Zweige und Äste die viel zu früh ihr Laub abwerfen bzw. absterben sollten genau kontrolliert werden. Die Bauteile weisen kleine Löcher auf, an denen Bohrmehl, wie beim Holzwurm zu finden ist. Beim Kontrollieren auf Bohrmehl sollte unter dem geschädigte Holz auf Blättern, Spinnenweben sowie gesunden Holz nachgesehen werden. Es ist ratsam, am geschädigten Holz die Rinde zu entfernen und auf Gänge zu kontrollieren.

Obstbaum Äste sterben langsam ab

Wie kann man den Baum schützen?

Der Käfer fliegt zwischen Juni bis Juli, andere wiederum fliegen ab März, April von der Temperatur abhängig, ob es sich lohnt, seinen Baum mit einem Insektennetz zu schützen, liegt an jedem Gartenbesitzer selbst. Weiter kann man mit Klebetafeln versuchen den Käfer zu fangen.

Was kann nach dem Befall tun?

In der Forstwirtschaft ist die wirkungsvollste Bekämpfungsmethode – eine saubere Wirtschaft – Mischwald statt Monokulturen sowie Schaffung des natürlichen Gleichgewichts. Den Befall frühzeitig erkennen (erkennt man an heraus rieselndem Bohrmehl). Der befallene Baum sollte schnellstmöglich entfernt werden, um eine weitere Verbreitung (ausfliegen der Käfer) zu vermeiden.

Das Holz sollte schnellstmöglich aus dem Baumbestand entfernt werden. Ist im Garten ein Baum befallen, können die befallenden Holzteile entfernt und entsorgt werden. Geht das Absterben weiter, ist der Baum nicht mehr zu retten. Auf keinen Fall sollten die Holzstücke gelagert werden, Käfer, Ei und Larve sind winterfest.

Da sich aber im eigenen Garten sowie in der Nachbarschaft noch mehr Bäume befinden, sollte der Baum nach Erkennen eines Befalls sofort gefällt und verbrannt werden. Ist ein sofortiges verbrennen nicht möglich, die Teile nicht mit dem Grünschnitt entsorgen, notfalls im Hausmüll entsorgen. Auf keinen Fall egoistisch denken wie meist üblich, Hauptsache das befallene Holz ist vom eigenem Grundstück. Auch wenn ein Wertstoffhof für die Grünschnittentsorgung weiter als 600 Meter entfernt liegt, der Käfer, Ei und Larven müssen sofort abgetötet werden.

Wenn es sich um den Borkenkäfer handelt, am besten sofort fällen und entsorgen um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern. Düngen und sonstige Maßnahmen helfen nicht.

Das Auftreten des Borkenkäfers sollte gemeldet werden. Forstbehörde, Förster, Jäger, Waldbauern, Ordnungsamt, Hygieneämter, sonstige Behörden.

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