Wohin mit dem Holz nach dem Bäume ausästen?

Zur Gartenpflege gehört das regelmäßige Ausästen der Gehölze. Das Ausästen dient einmal zum Erhalt der Größe und Breite der Gehölze und regt die Pflanze gleichzeitig zum Neuaustrieb an, die Pflanze bildet neue Zweige und verjüngt sich somit. Sind die neuen Triebe wieder groß genug können wieder alte entfernt werden. Ob in dem Garten ein großer oder kleiner Gehölzbestand ist, es gibt immer genügend Abfallholz. Da nicht jeder eine Kamin oder Ofen besitzt, kommt das Holz in den meisten Fällen auf den Entsorgungsplatz oder landet auf dem Osterfeuer, da größere Schnittmaßnahmen meistens in der kalten Jahreszeit durchgeführt werden. Kleineres und dünneres Holz lässt sich häckseln und als Mulch aufbringen oder kompostieren.

Bäume ausästen

Zu schade für Entsorgungsplatz

Die dickeren Äste können auch sinnvoller genutzt werden, aus ihnen lassen sich Biotope errichten. Die Äste können auf gleiche Länge geschnitten übereinandergelegt oder kleingeschnitten ca. 30 cm auf einen Haufen geschichtet werden. Ob gestapelt wie Brennholz das trocknen soll oder kunterbunt durcheinander, spielt dabei keine Rolle. Da das Holz frisch ist, dauert es eine Zeit bis die Witterungseinflüsse ihre Spuren hinterlassen haben, dann wird der Frischholzhaufen zu einem Totholzhaufen und damit ein perfektes Biotop für Insekten, Pilzen und anderen Lebensformen. Auch etwas größere Tiere finden hier Unterschlupf, Kröten, Eidechsen und wenn man Glück hat sogar der Mauswiesel, dieser ist einer der wirkungsvollen lebenden Mausefallen für den Garten. Das Holz sollte in einer ruhige Lage des Gartens abgelegt werden, dass verhindert unnötige Störungen und etwas Halbschatten kann auch nicht schaden. Wenn keine Schatten da ist spielt es auch keine Rolle. Solch ein Haufen erfüllt den gleichen Zweck wie ein Insektenhotel.

Keine schnellen Wunder erwarten

Wer nun denkt, mit dem Aufschichten des Holzes entsteht sofort der halbe Tierbestand des Bayrischen Waldes liegt falsch. Es kann Tage, Wochen, Monate bis Jahre dauern bis sich das biologische Gleichgewicht in solchem Biotop einstellt. Das wichtigste dabei ist, ist es einmal gestaltet – nicht wieder eingreifen. Das Beste für das Biotop, dieses sich selbst überlassen. Spinnen, Asseln und andere Krabbeltiere finden sich in kürzester Zeit ein. Alles was ganz kleine und auch etwas größere Flügel hat entdeckt den Haufen ebenfalls im Stundentakt. Alles andere was etwas größer ist braucht etwas länger. Der Zeitpunkt der Anlage eines solchen Biotops spielt keine Rolle, die Hauptsache es wird überhaupt ein Biotop geschaffen.

Nicht vergessen!

Super aufgeräumte Gärten sind „mega out“ und schaden unserer Umwelt nur, da diese in den meisten Fällen nur mit Giften ordentlich gehalten werden können. Den absoluten Unkrautfreien Gartenweg, geht nicht ohne Unkrautvernichtungsmittel. Die Rasenfläche ohne Gänseblümchen und Löwenzahn, ohne Chemie geht auch nicht.

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