Waschbären im Garten

Waschbären, wenn auch aus Nordamerika stammend, dürften als eingebürgert gelten, schließlich ist er auf dem gesamten europäischen Festland zu Hause. Als Pelzlieferant in den 1920/30 Jahren hier hergeholt und um 1924 bewusst ausgesetzt. Können wir ihn nicht als Feind der Menschheit betrachten, da es immer noch Menschen gibt. Die ihn am liebsten ausrotten wollen.

Es hat auch keinen Sinn, da Waschbären zu den Tieren gehören, die bei Verlusten durch Bejagen oder Fang den Verlust durch vermehrte Fortpflanzung ausgleichen.

Wo leben Waschbären?

Waschbären sind tagsüber unter realen Lebensbedingungen selten zu sehen, erst in der Dämmerung werden sie aktiv, ihre Aktivitäten sind in der Nacht. Mit Beginn der Morgendämmerung ziehen sie sich in ihre Tagesverstecke zurück, hauptsächlich sind es Baumhöhlen und vom Fuchs verlassene Fuchsbauten und diese finden sie im Wald oder Park.

Waschbär im Garten

In menschliche Lebensräume dringen die Waschbären immer mehr ein, da ihnen ein reichhaltiges Nahrungsangebot geboten wird und ihren Lebensraum freier Natur immer mehr eingeschränkt wird.

Unverschlossene Abfalltonnen, Papierkörbe und unverschlossene Komposthaufen sowie die Fütterung durch Menschenhand bieten die ideale Futterversorgung. Im menschlichen Lebensraum bieten Fallobst und gefüllte Futternäpfe eine regelrechte Einladung sich im Lebensraum der Menschen dauerhaft aufzuhalten.

Da die Waschbären in der Nähe der Futterquellen bleiben wollen, suchen sie sich ihr Schlafquartier in der Nähe auf, auf Dachböden in Schuppen und sonstige Abstellräume finden die Tiere ihren Platz.

Auf Bild 1 ist zu sehen, dass ein Waschbär selbst die Sonnenblumenkerne auf unseren Futterplatz gefunden hat. Dieser Waschbär gehört zu drei jungen Bären, diese haben schon zu dritt im Futtertrog gesessen.

Bild 2 zeigt den Waschbären auf den Weg in Nachtbars Garten in der Nacht, dieser beginnt hinter dem Holzlager.

Was fressen Waschbären?

Waschbären sind Allesfresser. Ihre Nahrung richtet sich nach dem örtlichen Angebot sowie der Jahreszeit. Sie fressen Echsen, Früchte wie Obst, Insekten, Mäuse, Nüsse, Regenwürmer, Salamander, Samen, Schnecken, Vogeleier, wenn sie es schaffen sie zu fangen, junge Vögel, jagt an Gewässern kleine Fische, Frösche und Krebse.

Waschbären im Garten

Was schützt vor einem Daueraufenthalt im Garten?

Da Waschbären bei der Futtersuche einen Garten durchqueren lässt sich kaum vermeiden. Erst einmal wissen die Tiere nicht, dass sie ungebetene Gäste sind. Das bei der Futtersuche auch Obst, Beeren oder wie in GartenBob.de Garten einige Weintrauben als Futter dienen, kann man den Bären nicht übel nehmen.

Für die Bären ist es nur Futter, woher sollen sie wissen, dass wir auch noch ernten wollen. Ich habe den Waschbären nichts übel genommen, nur das Weintraubengerüst hat es nicht verkraftet, zwei kletternde Waschbären waren zu viel.

Waschbären im Garten

Das neue Gerüst wurde entsprechend den Waschbären gerecht stabiler gebaut und da Waschbären nicht immer Lust auf Weintrauben haben bleiben Trauben für die Bären und genügend für mich über.

Wie kann verhindert werden, dass die Bären ins Dach klettern?

Sträucher und Bäume sollten rechtzeitig und großzügig zurückgeschnitten werden, dass die Bären das Dach nicht erreichen. Rankgerüste sollten nicht bis an Dachluken und Dachentlüftungen reichen.

Selbstkletterne Pflanzen wie Efeu rechtzeitig zurückschneiden oder so pflanzen, dass die Pflanzen Dachöffnungen nicht erreichen.

Waschbären im Garten

An Fallrohren der Regenrinnen können Blechmanschetten verhindern, dass die Bären den Dachbereich erreichen. Schornsteine können mit Metallgittern versehen werden, vor allem bei offenen Kaminen ist dies zu empfehlen, sonst landen die Waschbären im Wohnzimmer.

Einstiege sollten aus massiven Material bestehen, vor allen sollten diese abschließbar sein, ein Riegel ist für die Bären kein Problem.

Waschbären sind wahre Kletterkünstler Bild 3, 4 und 5.

Katzenklappe kann zur Gefahr werden, was tun?

Herkömmliche Katzenklappen sind für Waschbären kein Hindernis. Das Problem ist nicht die Klappe, sondern die Futterstelle der Katze, diese sollte sich nicht im Nahbereich der Klappe befinden, nimmt der Bär den Futtergeruch nicht wahr, ignoriert er die Klappe.

Waschbären im Garten

Eine sichere Lösung ist eine Funk angesteuerte Katzenklappe, diese öffnet sich, nur wenn die Katze sich nähert, ein Sender im Halsband sorgt für das Öffnen der Klappe, ist die Katze durchgelaufen schließt die Klappe automatisch und lässt sich durch andere Besucher nicht öffnen.

Ein Waschbär in unserer Veranda

Es rumpelt in der Veranda am späten Abend, Geräusche die es noch nie gab. Wenn unsere Katze die Katzenklappe passiert, geht es sehr schnell, die Klappe pendelt einmal hin und einmal her, diesmal war der Abstand der Pendelgeräusche extrem lang.

Also nachsehen, ein Waschbär hatte sich durch die Katzenklappe gedrängt, da er sehr gut genährt war, musste er sich durch die Klappe drängeln, daher dauerten die Pendelgeräusche länger.

Die Katze ist schlank, der Waschbär dick, er musste sich regelrecht durchdrängeln. Der muss sich an Menschen gewöhnt haben, normalerweise laufen Waschbären sofort weg, wenn ein Mensch erscheint, dieser nicht.

Waschbären

Da ich keine Tiere mit Gewalt vertreibe, ging ich auf ihn zu. Ganz gemütlich zwängte sich der Bär durch die Klappe und fort war er. Stellte sich Frage: Was hat ihn in die Veranda gelockt? Ein Blick durch die Veranda brachte die Lösung, dass offene Fass Sonnenblumenkerne für die Vögel, der offene Behälter mit Weizen für die Enten und die Möhren sowie Kohlrabi für die Kaninchen. Eine Einladung für den Waschbären die perfekte Futterstelle.

Die Behälter wurden mit Deckel versehen, Möhren und Kohlrabi wurden umgelagert. Ein paar Tage später tauchte der Waschbär nochmals in der Veranda auf, es hieß wieder nachsehen, der Bär schaute sich um, Futter war nicht mehr zu finden, er ging und seit dieser Nacht habe ich ihn nicht wieder in der Veranda gesehen.

Waschbären sind lernfähig, was für ihn bedeutet, in der Veranda gibt es kein Futter mehr, was soll ich da.

Dass der Waschbär in der Veranda war, ist nicht Schuld des Waschbären, sondern ganz alleine meine, dieses Beispiel zeigt, dass die Waschbären keine Schuld haben, wenn sie in Überzahl den menschlichen Lebensraum besiedeln.

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