Gartenhaus: 3 Ideen für eine etwas andere Nutzung

Gartenhäuser lassen sich auf unterschiedlichste Weise nutzen. Die meisten sehen darin einen Ort des Rückzugs, an dem man sich inmitten von Natur entspannt. Andere nehmen dort im Sommer Mahlzeiten an, grillen oder veranstalten Gartenpartys. Wieder andere verlassen sich auf ein funktionelles Gerätehaus. Welche Möglichkeiten gibt es, mit ein wenig Fantasie und Planung das Gartenhaus auf etwas andere Weise zu nutzen?

Gartenhaus rot

Idee 1: Das Gartenhaus als Wellnessoase

Wer das Gartenhäuschen ohnehin dazu nutzt, um sich darin vom Alltagsstress zu erholen, der kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und eine Sauna darin integrieren. Es gibt im Handel kleine Saunahäuser und Fasssaunen für den Garten zu kaufen, die man entweder direkt ins große Gartenhaus stellt oder die als Anbau daran gekoppelt werden. Im Gegensatz zur runden Fasssauna, die allein im Garten aufgestellt wird (hier ein Video zum Aufbau einer Fasssauna), bietet sich ein eckiges Modell an, bei dem auf kleinem Raum alles Wichtige vorhanden ist.

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Gartenhäuser mit Sauna sind unter anderem bei der Gartenhaus GmbH erhältlich, die sich auf Gartenhäuschen in allen nur denkbaren Designs spezialisiert hat. Im Grunde handelt es sich um ein Saunahaus, das ausreichend Platz bietet, um zum Beispiel den Rest als Gartenhaus mit gemütlichen Sitzmöbeln auszustatten oder die Fläche zum Mini-Fitnessstudio umzufunktionieren. Gerade Letzteres bietet sich an, denn so treibt man erst einmal auf dem Laufband oder dem Hometrainer Sport und kann danach in der eigenen, kleinen Sauna entspannen. Das bringt nicht zuletzt den Vorteil, dass sich so Muskelkater vermeiden oder lindern lässt. Die dekorative Gartensauna lässt sich individuell anpassen und ausstatten und sorgt im Winter dank Schwitzkuren für ein gestärktes Immunsystem. Wer kein vorgefertigtes Modell kauft, kann selbst das Gartenhaus als Sauna gestalten. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind:

Idee 2: Kreativ sein im Gartenhaus für Künstler

Viele Künstler fühlen sich umgeben von der Natur oder an einem ruhigen, ein wenig abgeschiedenen Ort besonders kreativ. So gesehen liegt es nahe, das Gartenhaus als Atelier oder Künstlerwerkstätte zu nutzen. Man ist vom Alltag und Trubel im Wohngebäude abgeschottet, ohne komplett auf Komfort und moderne Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Vor allem jemand, der im Haus kein freies Zimmer besitzt oder nicht in den dunklen Keller umziehen will, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, wird im Gartenhäuschen den perfekten Rückzugsort finden. Ein Maler kann beispielsweise seine Staffelei und sämtliches Zubehör unterbringen, sollte dabei aber ein Gartenhaus mit großen Fenstern und guter Beleuchtung wählen. Auch alle, die gern basteln, sich der Handarbeit oder Töpferei widmen oder Modellbau betreiben, werden sich wohlfühlen, wenn sie einen Ort der Kreativität ganz für sich allein haben. Mit der selbst gemachten Kunst lassen sich die Wände und Möbel dekorieren, sodass Gartenhäuser aus dem Handel einen persönlichen, kunstvollen Touch erhalten. Schriftsteller können ebenfalls von einem Gartenhaus profitieren und z. B. die Wände komplett mit Regalen für Bücher ausstatten.

Wenn man einen grünen Daumen besitzt und gern mit Pflanzen dekoriert und experimentiert, ist ein ökologisches, individuell gestaltetes Gartenhaus mit Dachbegrünung und Natur-Look – z. B. mit einem Springbrunnen oder Teich kombiniert oder als Alternative zum Gewächshaus genutzt – genau das Richtige. Egal, welche Art von Künstler man ist oder wozu man das Gartenhäuschen genau verwenden will, es gibt schier unzählige Möglichkeiten, um es zu einer Besonderheit zu machen und dem Hobby (oder Beruf) anzupassen. Ob bunt gestrichen, mit Wandmalerei verschönert, mit einer Terrasse ergänzt, mit Selbstgebasteltem außen und innen dekoriert oder mit ungewöhnlichen Materialien individualisiert – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Idee 3: Wohnen im Gartenhaus

Streng genommen ist ein Gartenhaus kein Wohnort, und außerdem darf ein Garten nicht kommerziell genutzt werden – aber hier geht es auch nicht um das Vermieten des kleinen Häuschens oder um den dauerhaften Aufenthalt. Vielmehr lässt sich das Gartenhäuschen als Alternative zu Urlaub auf „Balkonien“ – also Ferien zu Hause – verwenden. Egal, ob die Kinder mit ihren Freunden eine Pyjamaparty feiern und gemeinsam im Gartenhaus übernachten, ob man am Valentinstag oder zu einem anderen besonderen Anlass eine romantische Nacht plant oder ob man einem Gast eine Zeit lang eine urige Übernachtungsmöglichkeit bietet – es mangelt wahrlich nicht an Ideen.

Kann man sich die Fahrt in den Urlaub nicht leisten, ist es ein Leichtes, aus dem Gartenhaus eine „Ferienwohnung“ zu zaubern. Mit dem richtigen Anstrich, passenden Möbeln und stimmungsvoller Dekoration lässt sich das gewünschte Ambiente kreieren. Von der Hütte im Dschungel über die Cabana am Strand bis hin zum Apartment in einer internationalen Metropole ist vieles denkbar. Details wie Pflanzen, Wanddekoration, Bilder, exotische Speisen und multimediales Entertainment machen den Urlaub im Gartenhaus zu einer einzigartigen Erfahrung, mit der sich Geld sparen lässt. Weitere Tipps für den Urlaub im eigenen Garten, hat Björn Wilhelm zusammengestellt.

Wenn man im Gartenhaus wohnen will, sollten natürlich die Voraussetzungen hierfür stimmen. Auf die folgenden Dinge möchte wohl kaum jemand verzichten:

Ø  Beleuchtung, gern per Solarenergie statt durch den Anschluss ans Stromnetz

Ø  Kühlschrank oder Minibar

Ø  Fernseher, Computer, Stereoanlage oder Radio

Ø  komfortable Sitz- und Schlafmöglichkeiten (Tipp: ein Schlafsofa oder zusammenklappbares Gästebett sind eine ideale, platzsparende Lösung)

Ø  Feuerstelle zum Zubereiten von Mahlzeiten

Ø  WC

Wichtig ist, dass man bereits im Voraus die Nutzung mit Aufenthaltsraum einplant, denn herkömmliche Gartenhäuser sind nicht unbedingt hierfür geeignet. Es ist unerlässlich, dass auf gute Dämmung und Isolierung zum Schutz gegen Nässe, Kälte und Lärm geachtet wird, und dass nicht gegen die lokal geltenden Bauvorschriften verstoßen wird. Kommen Feuerstellen zum Einsatz, setzt man auf ein Fundament aus Beton und integriert man eine Toilette samt Mini-Badezimmer, ist eine Baugenehmigung vom zuständigen Bauamt der Gemeinde unumgänglich.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Wow das sind echt tolle Tipps zur etwas anderen Nutzung eines Gartenhauses. Mir persönlich gefällt die Idee mit den Bücherregalen und dem Atelier sehr gut. Kann ich denn ohne weiteres in die Wand meines Gartenhauses bohren, oder muss ich bei der Dicke der Wände irgendetwas beachten?

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