Moringa Oleifera als Heilpflanze im Kräutergarten

Moringa wird auch als Wunder-, Meerettich-, Behen-, Klärmittel- und Pferderettichbaum bezeichnet. Ein Kräutergarten sollte im eigentlichen Garten nicht fehlen. Frische Kräuter geben jedem Essen den besonderen Geschmack und spielen eine wichtige Rolle für das körperliche Wohlbefinden.

Moringa Oleifera sollte in keinem Garten oder Kräutergarten fehlen

Moringa ist ein wahres Kraftpaket der Natur und wird in der Himalaya-Region als Baum des Lebens bezeichnet. Die Pflanze hat einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen. Moringa schafft Vitalität bis ins hohe Alter, sorgt für Gleichgewicht und Ruhe, ist eine reine Vitaminbombe, schafft mehr Energie und Leistungskraft, erhöht die Aufmerksamkeit und Balance, steigert die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für mehr Ausdauer und Stabilität. Von dieser Pflanze lassen sich alle Teile verwenden: Wurzeln, Rinde, Blätter, Blüten und Samen sind sehr nahrhaft und besitzen Heilkräfte.

Blätter

Diese sind ein gesundes vitaminreiches Nahrungsmittel und lassen sich als Salat, gekochtes Gemüse, für Soßen, Suppen, sauer eingelegt oder getrocknet verwenden. Als Heilmittel helfen sie gegen Kopfschmerzen, als Wickel bei Insektenstichen und Verletzungen, als Tee aufgebrüht gegen Durchfall und Magengeschwüre, bei Ohrenentzündungen und Fieber. Aus den getrockneten Blätter lässt sich ein Pulver herstellen, dieses kann als Nahrungsergänzung dem herkömmlichen Essen beigemischt werden.

Sprossen

Sie lassen sich zum Würzen oder Roh Essen verwenden, Schärfe sowie Geschmack ähneln dem Rettich.

Schoten

Helfen roh gegessen gegen Gelenkschmerzen, Milz- und Leberprobleme. Sie enthalten viele Proteine und können gegart und als Gemüse gegessen werden.

Rinde und Wurzeln

Lassen sich für die Papier- und Seilherstellung verwenden. Ihre Eigenschaften sind ähnlich der Samen, Blätter und Blüten haben aber eine höhere Konzentration.

Blüten

Der Saft ist harntreibend, hilft gegen Erkältungen und lässt sich als Gewürz verwenden.

Samen

Aus dem getrockneten Samen lässt sich Pulver herstellen, dieses ist antibiotisch und entzündungshemmend. Anwenden kann man es bei Arthritis, Furunkeln, Gicht, Krämpfe und Rheuma.

Gesamte Pflanze

Diese lässt sich als Tierfutter verwenden.

Anzucht Moringabaum

Vor dem Einpflanzen der Moringa Samen sollten diese 24 Stunden im warmen Wasser liegen. Denn Samen in einem Gemisch aus Sand und Erde ca. 1 cm tief einpflanzen, es empfielt sich auch Samen auf die Erde zu legen und diese nur leicht andrüchen. Die optimale Keimtemperaturen liegen zwischen 23 und 25 °C dabei sollte die Erde feucht gehalten werden. Nach etwa 10 bis 14 Tagen erfolgt die Keimung. Junge Pflanzen sollten nicht zu klein ausgepflanzt werden, da sie nicht nur unseren Haustieren schmecken.

Standortbedingungen

Die Pflanze wächst am besten unter trockenen und sandigen Bedingungen. Die Pflanze sollte einen vollsonnigen Standort haben und unter 500 Meter über dem Meeresspiegel. Der Moringabaum braucht sehr wenig Wasser, bei Temperaturen unter 10 °C sollte er zum Überwintern einen hellen und warmen Standort beziehen.

Achtung!

Bei Temperaturen unter 20 °C kann der Baum sein Wachstum einstellen und kann seine Blätter und Äste verlieren. Den Baum nicht wegschmeißen er wächst wenn es warm wird weiter.

Pflanzgefäß und Wachstum

Moringa ist immergrün und mehrjährig und ist sehr schnellwüchsig. Pro Monat wächst die Pflanze bis zu 30 cm und kann nach einem Jahr schon eine Höhe von 4 bis 5 Metern erreichen. An seinen natürlichen Standorten kann er eine Höhe bis 12 m und einen Stammdurchmesser von 45 cm erreichen. Staunässe und ein nasser Boden sollten vermieden werden. Das Saatgut des Baumes kann ganzjährig gepflanzt werden. Das Pflanzgefäß sollte in seiner Größe so gewählt werden, dass es sich noch bequem ins Winterquartier transportieren lässt. Wie bei allen anderen Pflanzen, je größer der Pflanzbehälter je schneller und größer wird die Pflanze. Moringa kann auch in den Garten gepflanzt werden, allerdings macht das Aus- und Einpflanzen immer wieder Arbeit. Besser ist es den Topf etwas in den Boden einzugraben, so lässt er sich vor einsetzen der kalten Jahreszeit leicht wieder ausbuddeln, herausragende Wurzeln können entfernt werden.

Schneiden des Baumes

Da der Baum sehr schnell wächst sollte er regelmäßig auf einen Meter zurückgeschnitten werden. Durch den Schnitt wird der Baum buschig und man erhält höhere Erträge.

Düngen

Moringa ist ein Luftstickstoffsammler und ist vollkommen anspruchslos. Etwas Kompost oder geringe Mengen Stallmist können den Ertrag steigern. Im Kübel sind 2 bis 3 Hände voll ausreichend.

Ernte

Verwerten kann man alle Pflanzenteile wobei die Samen den Hauptanteil tragen. In den ersten Jahren trägt der Baum pro Jahr um die 400 bis 600 Samen, ein großer Baum bis zu 5000. Will man die Hülsen verzehren sollte diese als junge Schoten geerntet werden, mit ca. 1 cm Durchmesser. Für das Saatgut oder zur Ölgewinnung werden am Baum getrocknete und braune Schoten verwendet. Die Lagerung der Samen sollte in luftdurchlässigen Säcken, trocken und im Schatten erfolgen. Für Salat eignen sich junge Blätter. Um Pulver als Nährstoffergänzungsmittel herzustellen werden die älteren Blätter genutzt. Diese werden getrocknet und zu Pulver zerkleinert.

Heilpflanze im Kräutergarten

Herkunft des Moringabaum

Seine ursprüngliche Heimat ist Sri Lanka, die Himalaya-Region, Nordwest Indien, Indonesien und afrikanischen sowie zentralamerikanischen Ländern. Die Nutzung des Baumes ist seit mehr als 5000 Jahren bekannt.

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