Katzen in der Stadt, auf dem Land und im Garten

Eine Vielzahl in einer Stadt lebenden Menschen sind der Meinung: Katzen gehören nicht in den städtischen Lebensraum. Katzenfänger werden eingesetzt und die Tiere landen im Tierheim. Und dann?

Katzen in der Stadt

Stadtkatzen verursachen keinen Schaden, sie sind die lebenden Mausefallen. Neben den Katzen leben in der Stadt auch noch Marder, Iltis und Co. die ebenfalls Mäuse fangen. Die Wildtiere sind in der Stadt nur in geringer Größenordnung vorhanden. 

Katzen im Garten

Gebe es keine wildlebenden Katzen mehr in der Stadt, würde die Zahl von Mäusen und Ratten sich erheblich vergrößern. Ohne Feinde wird der städtische Raum zum Mäuse und Rattenparadies, die Folge Ratten- und Mäuseplagen.

Dann würden eine Vielzahl von Schädlingsbekämpfern Unmengen von Gift gegen die Ratten und Mäuse einsetzen müssen. Auch wenn das Gift in Fressfallen ausgelegt wird besteht eine große Gefahr, dass die Nager das Gift welches am Fell anhaftet verteilen würden.

Aufgrund der Menge von Gift würde neben der Gefahr für Haustiere auch eine Gefahr für die Anwohner bestehen. Es gibt Fress- und Kontaktgift welches für Unkundige und Kinder kaum war genommen wird. Nager laufen über Spielplätze und Wiesen, dabei bleiben Giftrückstände hängen, kleine Kinder stecken beim Krabbeln und spielen oftmals alles mögliche in den Mund, die Vergiftungsgefahr ist hoch.

Wer möchte die Verantwortung übernehmen? Ein Katzenhaufen im Sandkasten riecht zwar, sorgt aber für keine lebensgefährliche Vergiftung.

Katzen auf dem Land

Moderne Dörfer und kleine Orte sehen kaum noch aus wie der eigentliche ländliche Raum. Reihenhaussiedlungen, Einfamilienhäuser sowie sogenannte Mehrfamilienhäuser, alle versehen mit Minigärten. Die Dörfer ähneln eher Ministadtteilen als den ländlichen Raum.

Kein Platz mehr für Katzen, geschweige den sonstigen Tieren im ländlichen Lebensraum. Für den ländlichen Lebensraum treffen dieselben Bedingungen zu wie in der Stadt, nur das dieser kleiner ist.

Katzen in Gartenanlagen

Da Katzen ab und zu einen Vogel fangen sind diese für Kleingärtner ein großer Feind. Eichhörnchen auf dessen Speiseplan in der warmen Jahreszeit Eier und Jungvögel stehen werden akzeptiert. Eichhörnchen dürften aufgrund ihrer guten Klettereigenschaften mehr Vogelnester plündern als Katzen.

Laufen frei lebende Katzen durch Gartenanlagen dürften diese keine Schäden anrichten, einmal abgesehen, wenn diese ihre Duftmarken setzen. Eine Duftmarke dürfte immer noch besser sein als eine Nagerplage.

Ratten- und Mäuseplagen mit ihren Nebenerscheinungen

Es ist verdammt lange her, im Wohngebiet meiner Oma gab es eine Rattenplage. In den unteren Geschossen der Häuser mussten die Toilettendeckel beschwert werden. Ratten können problemlos in den Abwasserrohren nach oben klettern. Ein unbeschwerter Toilettendeckel ist für die Ratten kein Problem, sie können heraus und wieder hereinklettern.

Katzen auf dem Land

Benutzt man eine Toilette und muss über die Ratten nachdenken, ein unangenehmes Gefühl. Was ist dagegen eine streunende Katze? Die Katze dürfte das geringere Übel sein als die Ratte in der Toilette.

In meiner Kindheit erlebte ich im Familiengarten eine Mäuseplage. Der Gartenzaun war mit Borde und Steinplatten unterlegt. An einer Stelle gab es eine Lücke, für die Mäuse der ideale Durchgang. Ich konnte 1 Minute oder auch 10 Minuten und länger an der Lücke stehen, Maus an Maus wie Autos auf einer sehr gut befahrenen Autobahn, ein scheinbar unendlicher Strang von Maus, Maus, Maus an Maus.

Aufgrund der fülle von Mäusen machen diese sich über alles Fressbare was zu finden ist her. Das Verschließen der Lücke brachte keinen Erfolg, diese Stelle war für die Mäuse der Durchgang von Garten zu Garten auf der Suche nach fressbaren.

Keine Falle oder das Auslegen von Gift hätte diesem Treiben ein Ende setzen können. Erst eine Schüssel gefüllt mit Wasser konnte dem Mäusetreiben ein Ende setzen. Abends am Durchgang eingegraben war die Schüssel am Morgen bis zum Rand gefüllt mit Mäusen.

Erst nach Tagen verschwanden die Mäuse so schnell wie sie gekommen waren. Nach dieser Situation wurden Katzen in der Gartenanlage akzeptiert.

Kleine Katzen

Jeder Katzengegner sollte über die Folgen von Ratten- und Mäuseplagen nachdenken. Bei einer Überzahl von Nagern werden auch eine Menge unkontrollierbarer Krankheitserreger übertragen. Unsauberkeit verursacht durch die Nager wird unbeherrschbar denkt man ans Mittelalter, Krankheiten ließen Unmengen von Menschen sterben.

Lieber ein paar streunende Katzen in der Stadt, im Garten und auf dem Land als eine Mäuse- oder Rattenplage.

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