Komposthaufen einmal offen

Komposterde ist für den Garten der wichtigste Bestandteil wenn es um die Nährstoffversorgung der Pflanzen geht. Zwar sehen viele Hobbygärtner den Komposthaufen als notwendiges Übel an, indem man überflüssige Gartenabfälle entsorgen kann, um Müllkosten zu sparen. Die entstandene Erde wird dann wahllos im Garten verteilt, obwohl die Komposterde als regelrechter Dünger gezielt eingesetzt werden kann. So reicht eine Kehrschaufel Komposterde auf einen Quadratmeter Rasenfläche aus, um den Nährstoffbedarf für ca. 2 Jahre zu decke. Eine Hand voll Erde einmal im Frühjahr an die Rose erspart eine Menge Kunstdünger.

Kompostbehälter kaufen

Für ein durchschnittliches 400 m² Grundstück sind die meisten im Handel angebotenen Kompostbehälter zu klein. Kunststoffbehälter haben in einem naturnahen Garten nicht zu suchen, mit Nachhaltigkeit und umweltbewussten Denken hat das nichts zu tun. Eine Vielzahl verschiedenen Holzmodelle werden angeboten, diese lassen sich praktisch zusammenstecken oder einfach zusammenschrauben, sind aber einfach zu klein.

Kompostbehälter mit optimaler Größe

Am günstigsten ist es, den Kompostbehälter selber zu bauen, so kann dieser an die vorgesehene Stelle angepasst werden. Es spielt keine Rolle ob der Kompostbehälter 1m breit und 1,50 lang und 1m hoch, oder 1,20 m breit und 1,10 lang und 1 m hoch ist. Für einen 400 m² großen Garten mit Gemüsebeeten, 20 m Hecke, Staudenbeete und diversen anderen Gehölzen dürfte ein Kompostbehälter mit einem Fassungsvermögen von ca. 1,5 m³ ausreichen. Ist noch Platz vorhanden kann gleich noch ein Nebenbehälter gebaut werden, dies ermöglicht ein einfaches umschichten des Kompostgutes. Ist noch Platz für einen dritten Behälter kann in diesen die frische Komposterde ablagern werden. Dieser kann gleichzeitig als Hochbeet für stark zehrende Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis genutzt werden.

Funktioniert der Komposthaufen ordentlich, ist das Durchsieben der Erde nachdem Kürbisse oder Zucchini abgeerntet sind nicht nötig, die Erde dürfte fein genug sein, um auf die Beete verteilt zu werden. Nach entleeren des Behälters wird dieser wieder für frisches Kompostgut genutzt und der nächste Behälter wird als Hochbeet benutzt. So wechseln sich die drei Behälter ab und dienen jedes zweite oder dritte Jahr als Hochbeet. Wird der Behälter nicht voll spielt das keine Rolle, Kürbispflanzen wachsen über den Rand und dem Zucchini ist es auch egal.

Komposthaufen offen

Vorne offen

Wer seinen Kompostbehälter vorne offen lässt kann gleich mit einer Karre hineinfahren bzw. abkippen. Mit einer Mistgabel und etwas Geschick und Übung lässt sich das Kompostgut fast senkrecht schichten. Die Vorderfront hält problemlos, auch wenn immer wieder nachgefüllt wird.

Probieren geht über Studieren.

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