Rosmarin im Kräutergarten

Volkstümliche Namen der Pflanze: Antonkraut, Brautkleid, Brautkraut, Kid, Kranzenkraut, Hochzeitsbleaml, Meertau, Weihrauchkraut, Reslmarie, Rosmarein oder Rosmarie.

Rosmarin ist in der Küche kaum wegzudenken, erzeugt Rosmarin als Zutat ein hervorragenden Geschmack. Das Rosmarin für den Geschmack von Gerichten verwendet wird ist eine Sache, aber Rosmarin kann noch viel meh,r wirkt es auf uns wie ein Allerheilmittel.

Rosmarin im Kräutergarten

Anbau von Rosmarin

Rosmarin kann ausgesät werden, die Anzucht ist mit viel Geduld verbunden. Günstig ist die Aussaat im Gewächshaus, die Keimdauer beträgt ca. vier Wochen. Schneller geht die Vermehrung durch Stecklinge. Um Rosmarin sofort nutzen zu können ist es einfacher Pflanzen zu kaufen und direkt ins Kräuterbeet zu pflanzen. Rosmarin bevorzugt humusreiche Erde unter trockenen Bedingungen, ein vollsonniger Platz ist empfehlenswert. Für den normalen Verbrauch von Rosmarin in der Küche dürften 2 bis drei Pflanzen ausreichen. Ab Ende Mai nach den Eisheiligen kann Rosmarin ausgepflanzt werden. Vor dem ersten Frost sollten die Pflanzen in Töpfe gesetzt werden, so können diese auf einer hellen Fensterbank oder im Gewächshaus weiter wachsen. Im späten Winter sollte die Pflanze zurückgeschnitten werden, so kann diese buschiger austreiben. Günstig ist es die mehrjährige Pflanze in Pflanzgefäße zu setzen und in frostfreien Räumen zu überwintern.

Rosmarin, Rosmarinus officinalis

Die Pflanze ist ein immergrüner Halbstrauch und gehört zur Familie der Lippenblütler. Rosmarin stammt vom lateinischen, ros marnus, was soviel bedeutet wie Tau des Meeres, Meertau. Dies begründet sich, dass die Rosmarinpflanzen entlang der Küsten des Mittelmeeres wachsen, in deren Blüten sich nachts der Tau sammelt.

Rosmarin ist ein immergrüner buschiger Strauch und kann 0,5 bis 2 Meter groß werden. Im westlichen und zentralen Mittelmeerraum wächst Rosmarin wild, vor allem in den Küstengebieten Portugals. Im östlichen Mittelmeergebiet sowie am Schwarzen Meer wird Rosmarin seit der Antike kultiviert. Verwendet werden die Blätter und die Blüten die Sammelzeit ist April bis Mai. Mönche haben im ersten Jahrhundert n. Chr. Rosmarin in Mitteleuropa eingeführt und galt in den Klöstern als wichtige Heilpflanze. Im Mittelalter wurde Rosmarin zur Stärkung der Potenz, gegen Tuberkulose und Hautkrebs verwendet.

Inhaltsstoffe von Rosmarin

Sind ätherische Öle, Bitterstoff, Beta-Sitosterol, Borneol, Cinerol, Eisen, Flavone, Gerbsäure, Gerbstoff, Kampfer, Kalzium, Niazin, Salicylate, Saponie, Terpene, Thymol, Verbanol und Vitamin C.

Rosmarin als Duftpflanze

Der Geruch von Rosmarin ist intensiv und aromatisch, sein harziger und leicht bitterer Geschmack ähnelt Eukalyptus und Kampfer. Rosmarin wurde als Ersatz für Weihrauch verwendet. Als eines der ersten destillierten Parfüms war Rosmarin Bestandteil davon, ätherisches Öl wurde mit Alkohol kombiniert. Bereits 1370 wurde diese Mischung dokumentiert und nach der Königin Elisabeth von Ungarn „Ungarisches Wasser“.

Rosmarin in der Küche

Rosmarin ist ein wichtiges Gewürz in der mediterranen Küche. Es harmoniert mit Fleisch, Lamm, Geflügel, Kartoffeln, Teigwaren und wird auch für Süßspeisen verwendet. Mit Rosmarin sollte sparsam umgegangen werden da eine enorme Würzkraft vorhanden ist.

Rosmarin als Heilmittel

Rosmarin ist schon das Lieblingskraut des Pfarrers Kneipp gewesen und ist ein Heilkraut der allerbesten Qualität.

Die Pflanze lässt sich als Tee, in Teemischungen sowie als Tinktur verwenden. Rosmarin lässt sich als Tee zur Kreislaufanregung bei niedrigen Blutdruck und bei Blähungen anwenden. Die Heilwirkung der Pflanze ist anregend, antibakteriell, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schmerzstillend und tonisierend. Rosmarin hilft bei Atembeschwerden, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Magenschwäche, Durchfall, Rheuma, Gicht, Herzschwäche, nervöse Herzbeschwerden, nervöse Kreislaufbeschwerden, Schwäche, Erschöpfungszustände, nervöse Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne, Ischias, Nervenentzündung, Menstruationsstörungen, Wechseljahrbeschwerden, Haarausfall, Hautausschläge, Hämorriden und Ekzeme.

Achtung! Patienten mit hohem Blutdruck, Schwangere und stillende Mütter sollten auf die Anwendung von Rosmarin verzichten. Da Rosmarin sehr anregend wirkt, sollte er ab dem späten Nachmittag nicht mehr angewandt werden.

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