Was kann man gegen Ratten tun ?

Nicht viel!

Die häufigsten Ratten die sich in menschlicher Nähe aufhalten ( Mitteldeutschland und Umgebung )

Bisamratte:

Die Bisamratte hat ungefähr die Größe eines Wildkaninchen, bis ca. 36 cm die Schwanzlänge bis 25 cm das Fell der Ratte ist dunkelbraun und nicht glatt anliegend. Sie halten sich an pflanzenreichen Gewässern auf und ernähren sich von Wasserpflanzen und Weichtieren, sie fressen keine Fische. 3-4 mal im Jahr wirft die Ratte 7-8 Junge. Die Bisamratte ist ein sehr guter Schwimmer und ein guter Taucher. Bisamratten können Ufer und Dämme unterwühlen und dadurch für den Menschen schädlich werden.

Wanderratte:

Sie werden 19-28 cm lang die Schwanzlänge beträgt 13-20 cm, der Schwanz ist immer kürzer als der Körper, ihr Fell ist dunkelgrau bis schwarz. Sie leben in der Kanalisation, an Gewässern, in Gebäuden und auf Schutt- und Mülldeponien. In ihren Rudeln gibt es eine Rangordnung, in einem Rudel sind ca. bis zu 30/ 50 Ratten werden es mehr muss der Rest auswandern. Die Ratte gräbt weit verzweigte Gänge flache Gänge und Erdbauten und wirft 2-3 mal jährlich 6-12 Junge. Sie ernährt sich von allen fressbaren und ist an allen Orten dieser Welt zu finden.

Hausratte:

Sie ist 16-23 cm lang der Schwanz hat eine Länge von 19-24 cm und ist länger als der Körper. Ist etwas kleiner als die Wanderratte ihr Fell ist glatt und hat ein grau- braune bis schwarze Farbe. Sie ist wie die Wanderratte weltweit verbreitet, lebt in Gebäuden, Böden und Stallungen und ist ein sehr guter Kletterer. Sie ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen und vermehrt sich nicht so stark wie Wanderratten.

Ratten zählen zu den Nagetieren genau so wie ein Eichhörnchen, sie sehen nur nicht so putzig aus und durch Überlieferung aus den Zeiten der Pest und Cholera aus dem Mittelalter, ohne Kanalisation und Müllabfuhr als Krankheitsüberträger gefürchtet. In den heutigen Zeiten ist das Problem der Übertragung von Krankheiten in unseren Breiten weitgehend gebannt. Ratten sind die unfangreichste Nage- und Säugetiergattung mit ca. 280 Arten und 550 Unterarten.

Ratten zu bekämpfen ist auf Grund ihrer Anpassungsfähigkeit kaum möglich, die natürlichen Feinde wie Katzen, Wieseln oder Schlangen sind durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume weitgehend verdrängt. Was nützen die schönsten aufgeräumten Parkanlagen wenn es keine Rückzugsmöglichkeiten für Wiesel und Co. gibt.

Oben ist die Welt aufgeräumt und in der Unterwelt feiern die Ratten Party. Zentrale Abfalldeponien, Zwischenlager von Hausmüll die zwar immer etwas abseits vom menschlichen Lebensraum liegen, bieten ideale Bedingungen für die Ratten.

Die Bekämpfung von Ratten in Gebäuden erfolgt vorwiegend durch Fallen oder Giftköder. Giftköder werden so lange ausgelegt bis diese nicht mehr gefressen werden. Diese sollten zum Schutz von Haustieren in dafür im Handel erhältlichen Köderröhren oder Gänge ausgelegt werden.

In Gärten können ebenfalls Fallen aufgestellt und Giftköder ausgelegt werden, allerdings kann man die Ratten nur reduzieren sie ganz auszurotten ist unmöglich. Der Garten von GartenBob.de liegt an einer Seite mit ca. 70 Meter an einem Flüsschen Lebensraum von Bisamratten und Wanderratten, an den anderen Grundstücksgrenzen liegen noch einige Gärten daran grenzt ein Feld, ein Wald und ca. 30 Meter weiter noch ein Teich.

Um in solcher Lage Ratten zu bekämpfen ist unmöglich. Wie viel Tonnen von Rattengift müsste man wohl auslegen und wie viele Fallen aufstellen um erfolg zu haben?

Hier kann man sich nur mit der Natur arrangieren und die Ratten zu akzeptieren. Auf dem Komposthaufen landen nur pflanzliche Abfälle und die Hühner werden kontrolliert gefüttert, sonst fressen die Ratten mehr Weizen als die Hühner, die Ställe für die Kaninchen und Hühner sind so gebaut, dass die Ratten keine Verstecke finden.

Das Futter wird in verschlossenen Behälter gelagert, so haben die Ratten keine Möglichkeit die Futterlager als Supermarkt zu nutzen. Einen Beitrag um die Ratten in Bewegung zu halten ist unsere Katze, Hauskatzen fressen zwar keine Ratten aber durch ihren Jagdinstinkt fangen sie ab und zu eine Ratte.

Wenn im Uferbereich eine Ratte mit ihren Jungen 4-8 Jungen auf Futtersuche ist, ist die beste Hauskatze überfordert. Auch ohne Giftköder und Fallen halten sich die Ratten in Grenzen, durch den angrenzenden Wald gibt es noch natürliche Feinde. Haus und Gartenbesitzer die der Meinung sind es gibt im Umfeld keine Ratten, da sie intensive Rattenbekämpfung durch Giftköder und Fallen betreiben, sollten sich einmal nachts auf die Lauer legen oder eine Infrarotkamera aufstellen und sie werden feststellen, der Garten lebt.

Schreibe einen Kommentar